Donnerstag, 03.04.2008

Katzenjammer beim AS Rom

"Ronaldo ist ein Großkotz"

München - Er war der Held des Abends, der herausragende Protagonist des Viertelfinal-Hinspiels, schlichtweg der beste Mann auf dem Platz in der Partie zwischen dem AS Rom und Manchester United.

Ronaldo, Machester United, Premier League
© Getty

Mit seinen Übersteigern und Dribblings unterstrich er die einhellige Meinung der Fachpresse, die ihn seit Wochen als weltbesten Fußballer und designierten Maradona-Nachfolger feiert.

Nach der 0:2-Niederlage der Roma im Stadio Olympico hagelte es allerdings herbe Kritik von Seiten der Italiener an der teilweise arrogant wirkenden Spielweise des Ausnahmekönners.

Ronaldos Tricks sind maßlos

Vor allem Mittelfeldspieler David Pizzaro fand drastische Worte: "Ronaldos Tricks sind maßlos, unnötig und beweisen, dass er keinen Respekt gegenüber seinen Gegenspielern hat. Natürlich hat Ronaldo Qualität, aber Fakt ist auch, dass er ein Großkotz ist."

Schon letztes Jahr zog sich Ronaldo den Zorn der Spieler und Fans der Giallorossi zu, als er während der 1:7-Blamage im Old Trofford trotz komfortabler Führung zu Tricks und Übersteigern ansetzte und die Demütigung auf die Spitze trieb.

Das ist meine Art zu spielen 

Ronaldos Antwort fällt dagegen moderat aus: "Ich habe nicht vor, irgendjemanden mit meiner Spielweise vorzuführen. Ich respektiere meine Gegenspieler. Das ist meine Art zu spielen und die werde ich auch weiter beibehalten."

In den Äußerungen der Römer, ist ein wenig gekränkter Stolz nicht zu überhören, denn gerade nach der erfolgreichen Aufholjagd in der Meisterschaft und der aussichtsreichen Situation im italienischen Pokal, wurden die Stimmen lauter, die der Roma sogar einen erfolgreichen Tanz auf allen drei Hochzeiten zutrauten.

Madrid umwirbt Rom-Stars

Nach dem harten Aufschlag in der Champions League, droht der Roma nun der Ausverkauf seiner besten Stücke. Objekt der Begierde sind die beiden Mittelfeldspieler Daniele De Rossi und Alberto Aquillani, die beide von Real Madrid umworben werden.

Meldungen spanischer Medien, dass Sportdirektor Predrag Mijatovic bereits in Rom war, um Transferverhandlungen aufzunehmen, wurden von dem ehemaligen serbischen Stürmerstar sowie von Bruno Conti, Jugendkoordinator der Giallorossi, bereits bestätigt.

Laut "AS" dürfte die öffentliche Bekennung zur Aufnahme von Gesprächen eher als Täuschungsmanöver fungieren, da die Madrilenen wohl hauptsächlich an Offensivkraft Mirko Vucinic interessiert sind, der rund 20 Millionen Euro kosten soll.

Fabian Taverna

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