Dienstag, 19.02.2008

Streit mit der FIFA

Spanien gibt nicht nach

Madrid - Spanien gibt der FIFA trotz der Drohung des Weltfußballverbandes mit einem EM-Ausschluss nicht nach.

Blatter, Spanien
© DPA

"Spanien ist ein souveränes Land, und dort regieren wir Spanier", sagte der Madrider Staatssekretär für Sport, Jaime Lissavetzky, der Sportzeitung "As".

FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte der spanischen Regierung vorgehalten, sich in die Belange des Fußballverbandes RFEF einzumischen, und damit gedroht, die spanische Nationalelf sowie die Vereinsmannschaften von internationalen Wettbewerben auszuschließen.

In Spanien regieren die Spanier

In dem Streit geht es um die Wahl eines neuen RFEF-Präsidenten. Nach spanischen Gesetzen muss die Neuwahl spätestens bis Ende März ausgeschrieben worden sein. RFEF-Präsident Angel María Villar will die Abstimmung aber erst im Herbst abhalten lassen.

Dazu holte er sich die Rückendeckung des FIFA-Präsidenten ein. "Neben dem allmächtigen FIFA-Präsidenten bin ich nur ein bescheidener Staatssekretär", sagte Lissavetzky. "Aber ich weiß, dass in Spanien die Spanier regieren."

Alemany blatter verklagen

Nach seiner Ansicht ist es ausgeschlossen, dass Spanien die Teilnahme an der Europameisterschaft 2008 untersagt wird: "Spanien wird in Österreich und in der Schweiz spielen, denn es hat sich sportlich für die EM qualifiziert."

Die spanischen Gesetze und das Reglement der FIFA seien durchaus miteinander vereinbar. Villars Gegenkandidat Mateo Alemany, der den RFEF-Präsidenten aus dem Amt drängen will, kündigte an, er werde Blatter wegen seiner Drohungen vor der Justiz in der Schweiz verklagen.


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