Afrika-Cup

Pfister schwört auf Mental-Wellness

SID
Mittwoch, 06.02.2008 | 14:41 Uhr
pfister, kamerun
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta

Accra - Otto Pfister setzt auf Mental-Wellness. Kameruns deutscher Nationaltrainer hat das Halbfinale beim Afrika-Cup gegen Gastgeber Ghana zum Charaktertest erklärt und seine erschöpften Kicker mit Seelenmassage inspiriert.

Nur 72 Stunden nach dem kräftezehrenden 3:2 im Viertelfinale gegen Tunesien wollen die unbezähmbaren Löwen in der Vorschlussrunde in Accra erstmals seit dem Titelgewinn 2002 wieder ins Endspiel der afrikanischen Fußball-Meisterschaft.

"Ich glaube an uns. Wir sind ausgeruht, und ich habe genügend Weltklassespieler, die genau wissen, was sie tun müssen", erklärte der 70 Jahre alte Kölner, der seine Spieler in zahlreichen Einzelgesprächen eingestimmt hat. "Ghana hat bisher noch nicht überzeugt." Im zweiten Halbfinale will die Elfenbeinküste in einer Neuauflage des Endspiels von 2006 Titelverteidiger Ägypten entthronen.

Duell gegen Ex-Team 

Jenseits von Afrika ist Pfister einer von vielen, in seiner Wahlheimat wird der Fußball-Globetrotter auf seiner neunten Station als "weißer Zauberer" verehrt. Vor 16 Jahren war Pfister als Coach Ghanas schon einmal knapp am Titel vorbeigeschrammt. Damals scheiterte Ghana im Elfmeterschießen an der Elfenbeinküste. Aus dieser Erfahrung hat der ehemalige Weisweiler-Schüler gelernt. Körper und Geist bilden eine Einheit, weiß der Fußball-Lehrer.

Abwehrchef Rigobert Song in seinem siebten Afrika-Cup, Mittelfeld- Motor Geremi vom Ballack-Club FC Chelsea und Stürmer-Star Samuel Eto'o bilden das erfahrene Korsett des viermaligen Champions, das durch die Bundesliga-Profis Thimothee Atouba (HSV), Joel Eppalle (VfL Bochum) und Mohamadou Idrissou (SC Freiburg) ergänzt wird.

Ghana baut auf Euphorie

Der viermalige Afrika-Meister Ghana lebt neben der mannschaftlichen Geschlossenheit vor allem von der Wucht ihres Pulsgebers Michael Essien. Die Black Stars, bei denen der rotgesperrte Kapitän John Mensah fehlt und der Leverkusener Hans Sarpei als einziger Bundesliga-Akteur dabei ist, nehmen die Favoritenrolle gern an.

"Ganz Ghana erwartet von uns, dass wir das Finale erreichen. Diese Unterstützung wollen wir in positive Energie umwandeln, aber Kamerun wird uns keine Geschenke machen", warnte Ghanas französischer Coach Claude LeRoy, am Mittwoch 60 geworden. Mit beherztem Konzeptfußball will Kamerun vor 45.000 Zuschauern im Ohene Djan-Stadium in Ghanas Hauptstadt die Überraschung schaffen.

Elfenbeinküste will für Stielike siegen

Auch vor dem zweiten Halbfinale in Kumasi herrscht Hochspannung. Die Ivorer sprechen von Revanche und beschwören sogar den Geist von Uli Stielike als zusätzliche Motivationshilfe. "Wir möchten, dass Uli Stielike weiss, dass wir bei ihm sind und er bei uns", sagte der ivorische Verteidiger Emmanuel Eboue (FC Arsenal), "wir wollen für ihn siegen."

Stielike hatte nur Tage vor Turnierbeginn seine Tätigkeit beendet, um sich um seinen inzwischen gestorbenen Sohn zu kümmern. Sein Nachfolger Gerard Gili hofft auf die Dynamik von Didier Drogba - und auf den "Fußball-Gott". Im Finale 2006 gewannen die Ägypter nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung