Amoroso wechselt zu Aris Saloniki

Von Richard Rother
Sonntag, 06.01.2008 | 17:25 Uhr
Fußball, International, Amoroso
© Getty
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München - Marcio Amoroso ist und bleibt ein Wandervogel. Nun kann er auf der Landkarte auch bei Griechenland ein Fähnchen stecken, denn der 33-Jährige geht zu Aris Saloniki.

Der Ex-Dortmunder und Torschützenkönig der Bundesliga soll laut Medienberichten einen Vertrag bis Juni 2009 erhalten. In der Saison 2001/2002 war der Brasilianer für 25,6 Millionen Euro zur Borussia gewechselt und ist der bislang teuerste Transfer der Bundesliga.

Nach dem Zerwürfnis mit Trainer Matthias Sammer tingelte der Stürmerstar um die Welt. Er machte Station beim FC Sao Paulo, gab beim AC Milan ein sechsmonatiges Gastspiel, um dann wieder in seine Heimat zu wechseln. Nach der Auflösung des Kontrakts mit Gremio Porto Alegre stand Amoroso seit August 2007 wieder auf der Straße.

Sein neuer Klub Aris Saloniki steht in der griechischen Superleague aktuell auf dem fünften Tabellenplatz. Im UEFA-Cup wurden die Griechen zuletzt vom FC Bayern mit 6:0 aus der Gruppenphase gekickt.

Auch in der Liga stehen nach 14 Saisonspielen lediglich zwölf Treffer für die Elf von Trainer Dusan Bajevic zu Buche. Der brasilianische Zauberer ist den Griechen ein willkommener Gast, der mit Erfolgen zur Sesshaftigkeit bewegt werden soll.

Kraushaarige Willenlosigkeit: Ronaldo

Mit Ronaldo zieht ein weiteres brasilianisches Idol die Aufmerksamkeit immer weiter auf sich. 2002 berappten die Königlichen aus Madrid 45 Millionen Euro für den Topstar. Für sieben Millionen Euro verscherbelte Real Ronaldo 2007 an den AC Mailand.

"Er fühlt sich der Mannschaft nicht mehr zugehörig", hatte Kaka über seinen Landsmann gesagt. Trainer Carlo Ancelotti stellte sich den Gerüchten um Ronaldo zuletzt mit aller Vehemenz entgegen: "Ronnie will uns nicht verlassen."

Fakt ist, dass Ronaldo in der laufenden Saison nur ein einziges Spiel für die Rossoneri absolvierte. Er hat Gewichtsprobleme und muss sich bezüglich seiner Kraushaarfrisur Spott von Silvio Berlusconi gefallen lassen. "Jetzt ist er hässlicher als vorher. Ich werde ihm empfehlen, meinen Friseur zu besuchen", so der Klub-Präsident gegenüber "Tuttosport".

Sein erklärter Lieblingsverein, der brasilianische Klub CR Flamengo, hat seine Fühler bereits nach dem 31-Jährigen ausgestreckt. Die Karriere des zweifachen Weltmeisters steht auf der Kippe. In Anbetracht seiner Willenlosigkeit wird der AC Milan ihn wohl bald ziehen lassen.

Robinho: Mehr Geld oder ich bin weg 

Zaubermaus Robinho ist am Zenit seiner Karriere angekommen. Jetzt will der 23-Jährige die Früchte seiner Arbeit ernten und stellt die königliche Führung vor die Wahl: "Mehr Geld oder ich bin weg."

Robinho verdient in Madrid rund zwei Millionen Euro pro Jahr. Im Gegensatz dazu streicht Raul jährlich das Dreifache ein. Die Verhandlungen zwischen Robinhos Manager, Vagner Ribeiro, und Real Madrid haben bislang keine Einigung gebracht. Aber die Gespräche werden fortgesetzt und Ribeiro will die Offerten anderer Klubs als Verhandlungsgrundlagen mit einbeziehen.

Sieben Millionen für Saviola 

Javier Saviola ist der von Reals Coach Bernd Schuster am viertwenigsten berücksichtigte Spieler überhaupt. Dennoch bekräftigte der Argentinier kürzlich seine Zugehörigkeit zum königlichen Kader. Allerdings hatte Saviola das geäußert, bevor er in der Copa del Rey gegen Alicante wieder auf der Bank Platz nehmen musste.

Boltons Trainer Gary Megson dürfte das mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben. Falls Stürmer Nicolas Anelka zu Chelsea abwandern sollte, würde Megson Saviola mit offenen Armen in Bolton empfangen. Klubbesitzer Phil Gartside hat die Geldkoffer schon bereitgestellt. Sieben Millionen Euro wäre Saviola dem Iren wert.

Red Devils liebäugeln mit Deco

Auch bei Reals Erzfeind, dem FC Barcelona, brodelt es. Von der Klubführung als "unverkäuflich" eingestuft, setzt sich Mittelfeldspieler Deco nun selbst quasi auf den Transfermarkt.

Nach seiner Verletzung war der Portugiese vor Weihnachten in den Kader der Azulgranas zurückgekehrt. Seine Leistung beeindruckte Frank Rijkaard jedoch herzlich wenig und der Trainer verbannte den 30-Jährigen zuletzt immer wieder auf die Ersatzbank.

Deco bekundete öffentlich seinen Ärger und sprach sich zudem wiederholt für Jose Mourinho als Trainer aus. An Angeboten dürfte es Deco nicht mangeln. Seit längerem liebäugelt Manchester United mit dem Portugiesen. Der für die Red Devils spielende Cristiano Ronaldo hatte sich zudem für die Verpflichtung seines Landsmannes ausgesprochen.

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