Chelsea-Stürmer forciert seinen Abschied

Drogba greift zum Dynamit

Von Florian Bogner
Freitag, 19.10.2007 | 12:34 Uhr
© Getty
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München - Didier Drogbas Ankündigung, den FC Chelsea so schnell wie möglich verlassen zu wollen, hat schonungslos offen gelegt, welch große Risse seit Mourinhos Entlassung durch den Londoner Klub gehen.

Dass Drogba seit der Entlassung seines Mentors und Freundes nicht mehr glücklich war, ist kein Geheimnis.

Die Schärfe seiner Ankündigung gegenüber "France Football" ("Ich will weg, nichts kann mich mehr aufhalten") hat jedoch sogar den englischen Boulevard überrascht.

"Drogba greift zum Dynamit" schrieb "The Mirror" am Freitag und implizierte damit, dass der Stürmer von der Elfenbeinküste mit seinem Interview eine Lawine losgetreten hat.

Maßlos enttäuscht von Mitspielern

Drogba hatte im Gespräch mit der französischen Zeitung nämlich nicht nur seine Abschiedsgelüste preisgegeben, sondern auch das Verhalten einiger Mitspieler kritisiert.

So habe er immer noch an den Umständen zu knabbern, die zu Mourinhos Entlassung geführt hatten. Vor allem ein Teil seiner Teamkameraden hätten ihn maßlos enttäuscht. "Es wurden Dinge gesagt und getan, die einfach nicht zur Mentalität des Teams passten. Einige Spieler haben mich wirklich unangenehm überrascht", meinte der 29-Jährige.

Er habe an den Tagen nach der Trainer-Entlassung Schwierigkeiten gehabt, einige Spieler anzusehen, ohne wütend zu werden.

Drogbas Wink an Schewtschenko

Nach Mourinhos unfreiwilligem Rücktritt am 20. September wurde publik, dass sich vor allem Kapitän John Terry und Stürmerstar Andrej Schewtschenko bei Klubbesitzer Roman Abramowitsch gegen den Trainer ausgesprochen hatten, was Mourinho letztendlich den Todesstoß gab.

Drogba dazu: "Der Schaden, den das im Team angerichtet hat, ist sehr groß. Wir wissen, was passiert ist und wessen Schuld es ist, dass Mourinho gehen musste." 

Zu den Beweggründen der internen Mourinho-Kritiker meinte er: "Ich denke, einige Spieler wollten Mourinho nicht mehr, weil sie dachten, sie würden bei einem neuen Coach vielleicht mehr Einsatzzeiten bekommen. Aber das ging zu weit." Ein Wink an Schewtschenko, der unter dem neuen Coach Avram Grant zwar öfter spielt, aber dennoch kaum Tore schießt.

Malouda: "Gefühlt wie ein Waisenjunge"

Im Nachhinein könne er nun verstehen, warum Mourinho bei seinem Abschied sagte: "Ihr sollt wissen, dass ich sehr froh bin zu gehen. Viel Glück euch allen und euren Familien und vielen Dank an alle. Auch an die, die mich betrogen haben." 

Die Szene als Mourinho zum letzten Mal in der Kabine war, beschrieb der Stürmer so: "Er hat uns alle umarmt, einer nach dem anderen - mit einigen Ausnahmen. Er ist nicht lange geblieben, sonst wäre er wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen."

Welchen besonderen Kontakt Mourinho zu den Spielern pflegte, unterstrich auch Florent Malouda gegenüber "ESPNsoccernet". Nach dessen Entlassung habe er sich "wie ein Waisenjunge gefühlt. Sein Abschied hat mich sehr traurig gemacht. Sehr, sehr traurig."

"Wollte vom ersten Tag an weg"

Drogba habe bislang alles für den Verein getan, doch nun ginge es ihm um persönliche Interessen und darum, für sich das richtige zu tun. Er habe sich in London nie richtig heimisch gefühlt und schon vom ersten Tag an an seinen Abschied gedacht.

"Ich wollte vom ersten Tag an wieder weg und dann eigentlich jeden Sommer", so der 29-Jährige. 

Er habe sogar überlegt, in der Champions League nicht aufzulaufen, um in dieser Saison noch für ein neues Team in der Königsklasse spielen zu können.

Schuster signalisiert Interesse

Seine erste Wahl für einen neuen Verein wären laut eigener Aussage die beiden großen Mailänder Klubs, der FC Barcelona oder Real Madrid.

Bernd Schuster wäre zumindest nicht abgeneigt. "Es ist überhaupt keine Frage, dass Drogba ein Kandidat für Real Madrid ist. Er ist mit 29 im perfekten Fußballer-Alter und kann noch drei, vier Jahre auf höchstem Niveau spielen", meinte der Real-Coach gegenüber der "As".

Einziger Haken: Drogba hat noch drei Jahre Vertrag bei den Londonern und wäre bestimmt nicht gerade billig zu haben.

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