Regenschlacht in Bogota

Immerhin ist keiner ertrunken

SID
Montag, 15.10.2007 | 12:12 Uhr
ronaldinho
© Getty
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Bogota - Zeitlupenfußball statt Sambazauber, Rückpässe statt Traumkombinationen: Die brasilianische Nationalmannschaft ist zum Auftakt der WM-Qualifikation in Südamerika nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. In Kolumbien zitterte sich die Selecao zu einem 0:0.

Die Brasilianer glänzten nur mit Ausreden nach dem Schlusspfiff: "Die Höhe von Bogota hat doch gestört. Wir konnten die gewohnten Spielzüge nicht durchführen, weil sich die Geschwindigkeit des Balles verändert", meinte AC Mailand-Goalgetter Kaka. Die kolumbianische Hauptstadt liegt 2640 Meter über dem Meeresspiegel.

Zudem kritisierten die Brasilianer den Zustand des Rasens. Das Spiel war wegen starken Regens mit 45-minütiger Verspätung angepfiffen worden, nachdem sogar der Kabinengang knietief unter Wasser stand. Mehr Realitätssinn bewiesen dagegen die Medien im Land des fünffachen Weltmeisters.

"Das war eine sehr schlechte Leistung, die Kolumbianer waren von der ersten bis zur 90. Minute überlegen", klagte die Onlineausgabe der brasilianischen Tageszeitung "Folha de Sao Paulo". Der angesehene brasilianische Sportjournalist Juca Kfouri sprach von "Zeitlupenfußball".

(Die "Highlights" der Wasserschlacht gibt's als Video bei SPOX-TV!)

Cesar verhindert die Blamage 

Dass der Auftakt in die Qualifikation für die WM in Südafrika 2010 nicht komplett daneben ging, hatten die Brasilianer einzig ihrem Torhüter Julio Cesar zu verdanken. Der Torwart von Inter Mailand verhinderte mit zahlreichen Glanzparaden eine völlige Blamage für das Team von Trainer Carlos Dunga.

Von den Weltstars Kaká (AC Mailand), Ronaldinho (FC Barcelona) und Robinho (Real Madrid) war dagegen vor 60.000 Zuschauern im Stadion El Campin ebenso wenig zu sehen wie von den Bundesliga-Legionären Mineiro, Gilberto (beide Hertha BSC) und Lucio (Bayern München).

Brasilianischer Verband berichtet von einem Sieg

Statt Zauberfußball des großen Favoriten bekamen die Zuschauer einen starken Auftritt ihres letztmals 1998 für eine WM qualifizierten kolumbianischen Teams zu sehen. "Wenn die immer so spielen, dann sind sie bei der nächsten WM bestimmt dabei", lobte Brasiliens Coach Dunga. Auch die heimischen Medien waren zufrieden. "Das macht Hoffnung für die Zukunft", schrieb die Zeitung "El Tiempo".

Aufatmen konnte Kolumbiens Nationalcoach Jorge Pinto. Wegen Meinungsverschiedenheiten hatte er vor der Begegnung einige Routiniers wie die Abwehrspieler Ivan Cordoba und Mario Yepes ausgeschlossen und so ein riskantes Manöver gewagt. Seine Mannschaft dankte es ihm mit einer bravourösen Leistung.

Für den brasilianischen Nationalverband CBF war unterdessen der Wunsch Vater des Gedankens. Auf seiner Internetseite berichtete der CBF noch lange nach dem Abpfiff von einem 2:1-Sieg Brasiliens.

Brasilien empfängt Ecuador

Der zweite Spieltag der Südamerikagruppe findet am 16. und 17. Oktober statt. Brasilien empfängt in Rio de Janeiro Ecuador. Es wird das erste Länderspiel im legendären Maracana-Stadion seit dem Jahr 2000 sein.

In Südamerika qualifizieren sich die ersten Vier direkt, der Fünftplatzierte bekommt noch eine Chance im Relegations-Duell mit dem Viertplatzierten der Ausscheidung des Verbandes von Mittel- und Nordamerika sowie der Karibik.

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