Hintergrund

Klinsi auf die Insel?

Von Stefan Rommel
Freitag, 21.09.2007 | 10:01 Uhr
klinsmann, chelsea
© Getty
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München - Es war in tiefster Nacht und am Ende ging alles ganz schnell. Doch was genau passiert ist in den Stunden von Mittwoch auf Donnerstag im Londoner Stadtteil Fulham, weiß niemand so genau.

Wilde Gerüchte ranken sich um die Trennung von Jose Mourinho und den Blues. Die "Sun" will erfahren haben, dass die Klub-Bosse Mourinho ins Gewissen geredet und ihn um seinen Rücktritt gebeten hatten. Der zornige Portugiese lehnte ab.

Also blieb den beiden Geschäftsführenr Eugene Tenenbaum und Peter Kenyon nichts anderes übrig, als Mourinho zu feuern. Von "beiderseitigem Einvernehmen", wie es auf Chelseas Homepage hieß, konnte also keine Rede sein. "Das solltet Ihr mal im Wörterbuch nachschlagen", war Mourinhos Kommentar.

Während Mourinho entlassen wurde, hatten seine Spieler zusammen mit seinem Nachfolger Avram Grant in der Bar "Old Plough" in der Nähe des Trainingzentrums offenbar jede Menge Spaß. Rund 700 Euro ließen John Terry, Frank Lampard und Ashley Cole für das ein oder andere Pint liegen.

"Sie hatten ganz offensichtlich reichlich Grund zur Freude", sagt ein Angestellter des Pubs. "Nur Lampard schaute böse drein."

Fürstliche Abfindung 

Auf die Win-Win-Situation für beide Partien hatte dies keinen Einfluss. Mourinho streicht 23 Millionen Gehalt für die noch ausstehenden drei Jahre Vertrag ein, plus ein nicht zu verachtendes Schweigegeld von rund 14 Millionen Euro, wie der "Express" wissen will.

Und der FC Chelsea hat endlich diesen Quälgeist von der Backe, der immer nur teure Weltstars will, am Ende aber doch nicht schön spielt und schon gar nicht die Champions League gewinnt.

Jetzt übernimmt also Grant, ein Israeli, der international zwar völlig unbekannt ist, aber ein dicker Kumpel von Roman Abramowitsch. Das sollte genügen. Doch eine Dauerlösung ist Grant auf keinen Fall.

Die potenzielle Nachfolgerliste ist lang 

Also schaut sich Chelsea schon nach einem geeigneten Nachfolger um. Von Fabio Capello ist da die Rede. Der sonnt sich aber gerade auf Pantelleria und reist allenfalls zu Länderspielen aufs Festland, um für das italienische Fernsehen ein paar wichtige Informationen preis zu geben.

Oder Marcello Lippi, der Weltmeister-Trainer. Der hat aber jüngst einen Vertrag bei Sky Italia unterschrieben, geht in seiner Heimatstadt Viareggio viel Angeln und raucht noch mehr Zigarre. Eher unwahrscheinlich, dass er sein süßes Leben aufgeben wird.

Didier Deschamps, Ex-Spieler der Blues und zuletzt Trainer bei Juventus Turin, wird ebenfalls gehandelt. Der Franzose hat sich in seine Heimat verzogen und gilt nach dem schwachen Saisonstart von Olympique Marseille dort als erste Option auf den Trainerposten. Allerdings signalisierte er wenig Lust auf ein Engagement bei den Südfranzosen.

Abramowitsch-Kumpel Hiddink nach London? 

Bliebe noch Guus Hiddink. Ein heißer Kandidat. Ist zwar russischer Nationaltrainer mit durchaus veritablen Chancen, die EM-Endrunde noch zu erreichen. Aber, siehe Grant, ein Kumpel Abramowitschs und überdies ein ausgewiesener Fachmann. Nicht ganz billig zwar, aber was ist schon der schnöde Mammon?

Außerdem hat Hiddink als Vereinstrainer in Eindhoven und Nationalcoach Australiens schon bewiesen, mit Doppelbelastungen locker und vor allem erfolgreich umgehen zu können.

Als harter Konkurrent Hiddinks gilt auf der Insel aber Jürgen Klinsmann, unser Klinsi. Schon im April waren die Londoner an ihm dran, als sich Chelsea mal wieder frühzeitig aus der Champions League verabschiedet hatte. Klinsi sagte "thank you" und lehnte ab.

"Mirror"-Leser wählen Klinsi auf Rang drei 

Vor ein paar Wochen schon sagte er: "Ich bin wieder bereit für einen neuen Job, wenn es mit der Familie passt." Jetzt fragte die Bild-Zeitung nach, bekam aber keinen Kommentar. In einer Umfrage des "Mirror" wurde Klinsmann als Mourinho-Nachfolger immerhin schon auf Platz drei gewählt, hinter Grant und Hiddink.

Klinsmann würde passen. Er kennt Abramowitsch, er kennt Kenyon, kennt den englischen Fußball, kennt London. Und er kennt Michael Ballack. Für den ist der Mourinho-Abgang ein gutes Signal. Ballack gilt als Abramowitsch-Einkauf, Mourinho wollte ihn nicht haben, schickte ihm zum Abschied auch keine SMS.

Und Mourinho? Um den ranken sich jetzt schon wieder die Gerüchte. Bei den Buchmachern gilt er als Favorit auf den Posten als Nationaltrainer Portugals, die "Sun" will ihn als englischen Nationalcoach.

Einen gewichtigen Fürsprecher hat er bereits. Englands Premierminister Gordon Brown schickte ein kurzes Memo: "Jose Mourinho hatte in seiner kurzen Zeit hier enormen Einfluss auf den englischen Fußball und ist einer seiner größten Charaktere."

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