"Die Nervosität eines Debütanten"

Von dpa
Montag, 24.09.2007 | 13:34 Uhr
© Getty
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München - Der Anfang ist gemacht. Der deutsche Nationaltorhüter Timo Hildebrand feierte mit einem 2:1-Sieg seines neuen Clubs FC Valencia bei Betis Sevilla seinen Einstand in der Primera Division. Der Ex-Stuttgarter lieferte ein Debüt mit Licht und Schatten.

Er hatte mehrere gute Szenen, machte aber beim Gegentor der Sevillaner eine unglückliche Figur. Der Konkurrenzkampf des 28-Jährigen mit dem bisherigen Stammkeeper Santiago Canizares um den Platz zwischen den Pfosten scheint offener zu sein als je zuvor.

Mit dem Auswärtssieg im gefürchteten Ruiz-de-Lopera-Stadion rückte das Hildebrand-Team als Tabellendritter bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter Real Madrid heran. Die Elf von Bernd Schuster kam beim Aufsteiger Real Valladolid nur zu einem 1:1 und erlitt nach drei Siegen nacheinander den ersten Punktverlust.

Der Rekordmeister, ohne den verletzten Ex-Dortmunder Christoph Metzelder, war den Platzherren in jeder Hinsicht unterlegen und hatte Glück, dass der eingewechselte Javier Saviola kurz vor dem Abpfiff der Ausgleich gelang. "Wir können mit dem Remis zufrieden sein", räumte Schuster ein.

"Rätselhafte Verletzung"

Für Hildebrand sind im Torwart-Duell mit Canizares die Karten neu gemischt. Bisher war der Deutsche eindeutig die Nummer zwei hinter dem 37-jährigen Spanier. Canizares hatte sich in den letzten Spielen aber eine Reihe von schweren Schnitzern geleistet. Trainer Quique Sanchez Flores sah die Stunde einer Bewährungsprobe für Hildebrand gekommen.

Vielleicht, so wird in Spanien spekuliert, hätte er den Deutschen auch dann aufgestellt, wenn Canizares sich im Champions- League-Spiel beim FC Schalke 04 nicht verletzt hätte. Dies behauptet jedenfalls die Zeitung "ABC". Die Ärzte hätten bei Canizares keine Zerrung festgestellt. Der Routinier habe seine "rätselhafte Verletzung" wohl nur vorgetäuscht, um sich die Schmach einer Zurückstufung ins zweite Glied zu ersparen.

Hauptschuld für das Gegentor

Gegen Sevilla habe Hildebrand seine Sache insgesamt gut gemacht, befand "Levante". Die in Valencia erscheinende Zeitung gab dem Ex-Stuttgarter aber die Hauptschuld für das Gegentor.

"Trotz seiner Erfahrungen als Nationalkeeper bewies Hildebrand die Nervosität eines Debütanten", schrieb das Blatt. Der Konkurrenzkampf um den Posten des Stammtorwarts sei offen: "Erst in den nächsten Spielen wird sich zeigen, ob Hildebrand so gut ist, dass er Canizares aus der Stammelf verdrängen kann."

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