Hintergrund

Die Nachteule plant den Abgang

Von Thomas Gaber
Montag, 24.09.2007 | 21:46 Uhr
ronaldinho
© Getty
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München - In Castelldefels leben etwa 57.000 Menschen. Kleine, große, junge und alte. Wie überall an der Costa del Garraf in Katalonien. Doch Castelldefels ist allen anderen Orten an der Costa del Garraf wie Vilanova i la Geltrú oder Sitges haushoch überlegen.

Castelldefels darf nämlich von sich behaupten, einen weltberühmten Fußballer, wenn nicht sogar den weltberühmtesten, zu beherbergen.

Ronaldinho hat sich auf der Suche nach einer hübschen Bleibe für Castelldefels entschieden, als er sich 2003 dem FC Barcelona anschloss.

Die Leute in Castelldefels sind stolz auf ihren Mann von Welt. Und zwar alle - die kleinen, die großen, die jungen und die alten. Viele sind Mitglied vom FC Barcelona. Seit geraumer Zeit machen sie sich aber Sorgen um Ronaldinho.

Nur das Beste für Ronnie 

Der Brasilianer hat sich ihrer Meinung nach zu oft in den Nachtclubs von Barcelona ausgetobt oder zu viele wilde Partys in seinen eigenen vier Wänden gefeiert.

Und weil die Catelldefelser nur das Beste für Ronaldinho wollen, haben sie ihn bei der Vereinsführung von Barca verpetzt.

Stress mit Rijkaard 

Wie immer hat natürlich auch die Presse Wind bekommen und die Angelegenheit der breiten Öffentlichkeit kundgetan. Die Real-Madrid-Blätter "Marca" und "AS" lieferten eifrig Gehässigkeiten.

Am letzten Wochenende saß Ronaldinho bei Barcas 2:1 gegen den FC Sevilla nur auf der Tribüne. Offiziell wegen einer Verletzung, inoffiziell als Strafe für seine nächtlichen Ausschreitungen. Es soll mächtig gescheppert haben zwischen Ronaldinho und Trainer Frank Rijkaard.

Das alles geht Ronaldinho und seinem Bruder und Berater Roberto de Assis allmählich auf den Zeiger.

"Vieles ist ferngesteuert" 

"Ich habe einige absurde Geschichten über Ronaldinhos Nachtleben gehört. Die Presse hätte sich einige Dinge sparen können. Vieles, was in den Medien verbreitet wird, ist ferngesteuert", sagte de Assis am Montag.

Sein Bruder habe kein Problem mit konstruktiver Kritik, so de Assis. "Aber er glaubt, dass bewusst Meinung gegen ihn gemacht wird. Dieser Meinung bin ich übrigens auch."

Treffen zwischen de Assis und Abramowitsch 

Und weil derzeit scheinbar alle gegen Ronaldinho sind, soll der Weltmeister von 2002 de Assis beauftragt haben, einen Wechsel zum FC Chelsea voranzutreiben.

Wie die englische Zeitung "The Sun" herausgefunden haben will, fand bereits ein Treffen zwischen de Assis und Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch statt.

Abramowitsch soll bereit sein, 50 Millionen Euro für Ronnie aus der Hüfte zu schütteln. Peanuts für den Öl-Milliardär, den Jose Mourinho um 35 Millionen Euro Entlassungsgeld anbettelt und diese wohl auch bekommen wird.

Kontaktaufnahme im August 

Abramowitsch soll Ronaldinho Ende August bereits in sein Flugzeug eingeladen, sich dabei aber eine klare Absage abgeholt haben.

Doch Chelseas Chancen sind gestiegen. Ronaldinho ist beleidigt. Seine Mitspieler aber auch. Weil Rijkaard seinem besten Pferd im Stall viele Extras einräumt. Ronaldinho fehlte auffällig oft beim Training, angeblich um seinen durch WM- und Copa-America-Turniere verbrauchten Körper aufzupeppeln.

Ronaldinho häufig ausgewechselt 

Doch mittlerweile sind Ronaldinhos Aktien auch bei Rijkaard im Keller. Der Trainer holte ihn wegen Formschwäche zuletzt häufig vorzeitig vom Platz. Und in den Zeitungen muss Ronaldinho lesen, dass Barcelona ohne ihn sowieso stärker sei.

Gut möglich, dass sich die großen, kleinen, jungen und alten Leute aus Castelldefels bald einen neuen Helden suchen müssen.

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