Hintergrund

Leidenschaftlich ist gar kein Ausdruck

Von Christian Bernhard
Montag, 17.09.2007 | 13:14 Uhr
Napoli, Stadion, San Paolo, Kurve, Fans, Neapel
© Imago
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

München - 5. Juli 1984. Das San Paolo Stadion in Neapel ist voll. Bis auf den letzten Platz gefüllt. 80.000 Menschen. Auf dem Rasen wird aber gar nicht gekickt, der Papst hält auch nicht Stippvisite. Es wird ein neuer Spieler vorgestellt. Sein Name: Diego Armando Maradona.

Es war der Beginn einer der heißesten Liebesgeschichten der Fußballhistorie. Sechs Jahre später hatte der SSC Napoli zwei Meistertitel und einen Uefa-Cup mehr in der Vitrine.

Fußball in Neapel. Mehr als eine Religion. An kaum einem anderen europäischen Ort wird Fußball so gelebt wie in der Hauptstadt Kampaniens. An den Hauswänden in den kleinen verwinkelten Gassen ist Maradona auch heute noch omnipräsent. 23 Jahre später.

50.000 Zuschauer in der dritten Liga

Dementsprechend hart waren die letzten sechs Jahre für die Tifosi. Seit der Saison 2000/2001 gab es keinen Serie A-Fußball mehr in Neapel. Eine sehr lange Zeit für die Fans. Ein Albtraum.

Der ging im Juni mit dem Aufstieg zu Ende. Endlich wieder Serie A, endlich wieder die großen Duelle mit Juve und Milan. Nicht dass die Fans der Mannschaft in den dunklen Jahren nicht die Treue gehalten hätten. Gegen Vereine wie Cittadella oder Fermana pilgerten auch in der Serie C 50.000 Mann ins Stadion. Bedingungslose Liebe eben.

Doch diese Zeit ist jetzt vergessen. Napoli träumt wieder. Präsident Aurelio de Laurentiis hat Großes vor. "Wir setzen uns kein bestimmtes Ziel. Wir wollen überall mitmischen." Solche Ansagen wollen die Menschen in Neapel hören.

Der Beginn kann sich sehen lassen. Auf die 0:2-Heimniederlage zum Auftakt gegen Cagliari folgten zwei Siege mit 7:0-Toren. So lieben es die Neapolitaner. Und auch der Trainer Edy Reja ist mehr als zufrieden: "Von dieser Mannschaft habe ich geträumt."

Wieder ein Südamerika-Block

Wie schon zu Maradonas Zeiten haben auf dem Rasen Südamerikaner das Zepter in der Hand. Im Mittelfeld zieht der Uruguayaner Walter Gargano die Fäden, im Sturm netzen sein Landsmann Marcelo Zalayeta und der Argentinier Ezequiel Lavezzi ein.

Zalayeta wechselte kurz vor Transferschluss von Juventus Turin an den Vesuv. Der Transfer wurde von vielen belächelt. Er sei nicht mehr als ein Auswechselspieler, langsam und ungelenk. In drei Spielen hat er dreimal getroffen.

Sein Sturmpartner Lavezzi hat gegen Udinese einmal getroffen, zwei Vorlagen geliefert und ordentlich gewirbelt. Er hat lange Haare und den Körper voll mit Tattoos. Elf an der Zahl. Und das zwölfte soll bald folgen: Das Wappen des SSC Napoli. Die Parallelen mit Maradona waren schnell gezogen. So sind die Neapolitaner.

Auf der Bank sitzen noch der dritte Uru Mariano Bogliacino, der Argentinier Roberto Sosa und Ruben Maldonado aus Paraguay. Die südamerikanische Herkunft verpflichtet in Neapel eben. Und die Latinos lieben die Stadt und den Verein.

Auch Cannavaro zieht es wieder an den Vesuv

Auch die Fußballprofis, die aus Neapel stammen, aber ihr Geld irgendwo anders in Italien verdienen, lieben den Klub. Pasquale Foggia ist einer von ihnen. Am ersten Spieltag traf der gerade eben zum Nationalspieler aufgestiegene für Cagliari im San-Paolo-Stadion. Er jubelte nicht. Aus Respekt. Und aus Liebe zum hellblauen Trikot.

Fabio Cannavaro ist auch ein waschechter Neapolitaner. Er ist Weltmeister, spielt bei Real Madrid im Bernabeu und verdient viel Geld. Oft genug hat er aber betont, dass er seine Karriere dort beenden wird, wo er sie begonnen hat. In Neapel. Vor seinen Fans. In seinem Stadion.

Übrigens: Als Maradona, Sekunden nach dem Meistertitel in der Saison 1986/1987, auf dem Feld verkündete, dass Neapel sein Zuhause sei, war Fabio Cannavaro Balljunge im San Paolo. Kein Wunder, dass er dort noch mal spielen will. Vielleicht sogar zusammen mit seinem kleinen Bruder Paolo. Der spielt jetzt schon bei den Hellblauen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung