Fussball

Frauen-WM: "Spygate" zwischen England und USA? Phil Neville sauer auf Halbfinal-Gegner

Von SPOX
Phil Neville ist Trainer der englischen Frauen-Nationalmannschaft.

Hat das US-Team Englands Frauen-Nationalmannschaft vor dem WM-Halbfinale am heutigen Dienstagabend (21 Uhr live auf DAZN) ausspioniert? Diese Vermutung zieht im englischen Team Kreise: Vor allem Trainer Phil Neville ist wegen des Verhaltens der Amerikaner verärgert.

Zwei Delegierte der US-Mannschaft hatten sich Zutritt zum Privatbereich des Fourviere Hotels, der Unterkunft der Engländerinnen, verschafft, während diese beim Training waren.

"Ich dachte: Was machen die da? So etwas tut man eigentlich nicht", sagte Neville und stellte klar: "Ich hoffe, ihnen hat das Hotel gefallen. Aber das ist nichts, was wir machen würden - jemanden zum Hotel des anderen Teams schicken. Aber das ist ihr Problem."

Weil am Montag darüber hinaus ein Mann gesichtet wurde, wie er das Training der Engländerinnen beobachtete und Erkenntnisse darüber direkt per Telefon weitergab, macht der Begriff "Spygate" die Runde.

Offen ist allerdings, ob der besagte Mann vom amerikanischen Team beauftragt wurde. Das Hotel habe man zudem nur besucht, um Informationen über das Quartier für ein mögliches Finale zu erhalten, beschwichtigte US-Trainerin Jill Ellis: "Das hat nichts mit Arroganz zu tun. Wir bereiten uns einfach nur ganz normal vor." Wie das Halbfinale findet auch das Endspiel in Lyon statt.

So oder so erwartet die Fans in der französischen Großstadt im Halbfinale ein Spiel, in dem die wohl beiden besten Mannschaften des Turniers aufeinandertreffen. Mit entsprechend viel Lust geht auch Neville in die Partie: "Ich will kein Spiel, in dem sich beide Teams neutralisieren. Wir werden es mit beiden Händen, beiden Füßen und dem ganzen Körper anpacken."

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