Fussball

FIFA: Infantino will neue Frauen-Wettbewerbe schaffen

SID
In den kommenden Jahren will die FIFA rund 500 Millionen Dollar in den Frauenfußball investieren.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat auch für den Frauenfußball neue Wettbewerbe angekündigt. Am Tag des Eröffnungsspiels der WM 2019 in Frankreich regte der Schweizer die Schaffung einer "Weltliga" für Nationalmannschaften und einer Klub-WM an. "Wir wollen viel mehr tun", sagte Infantino bei der "Women's Football Convention" am Freitag in Paris.

"Es ist für eine Organisation wie die FIFA an der Zeit, nicht mehr nur darüber nachzudenken, sondern auch etwas für den Frauenfußball zu tun", sagte der 49-Jährige, der beim FIFA-Kongress am Mittwoch für weitere vier Jahre im Amt bestätigt worden war.

Er habe schon vor vier Jahren eine Weltliga vorgeschlagen, "weil die Spiele der Nationalmannschaften wie ein Katalysator auf den Frauenfußball wirken", sagte Infantino: "Unglücklicherweise wurde dieses Projekt blockiert, aber ich kann nun ankündigen, dass wir es wieder auf den Tisch bringen - und zwar mit Nachdruck. Wir müssen den Frauenfußball promoten."

Infantino: Fußball ein "von Männern, von Machos dominierter" Sport

In einigen Ländern sei der Fußball ein "von Männern, von Machos dominierter" Sport. "Aber die Dinge ändern sich", sagte Infantino, dessen FIFA sich einer neuen Strategie zur Förderung des Frauenfußballs verschrieben habe: "Wir brauchen für den Frauenfußball eine eigene Identität."

In den kommenden vier Jahren werde die FIFA rund 500 Millionen US-Dollar in den Frauenfußball weltweit investieren. "Das ist nur der Anfang", sagte Infantino, der von einem "Prozess" sprach.

Infantino und die Exekutivdirektorin der Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen (UN Women), Phumzile Mlambo-Ngcuka, unterschrieben wenige Stunden vor dem WM-Eröffnungsspiel eine Grundsatzvereinbarung zwischen beiden Organisationen. Ziel sei es, "den Frauenfußball in den Blickpunkt zu rücken".

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