Fussball

DFB-Damen gelingt WM-Generalprobe: Spielerischer Sieg beim "Prolog"

SID
Dominanz pur gegen Chile: Die DFB-Damen um Alexandra Popp scheinen für die WM gerüstet zu sein.

Spielerischer Sieg beim "Prolog" - die "Tour de France" kann beginnen: Neun Tage vor ihrem WM-Auftakt gegen China haben die deutschen Fußballerinnen große Hoffnungen auf eine erfolgreiche Endrunde in Frankreich (vom 7. Juni bis 7. Juli live auf DAZN) geweckt. Der zweimalige Weltmeister feierte beim 2:0 (2:0) gegen Chile eine gelungene Generalprobe.

Spielführerin Alexandra Popp (29.) und Carolin Simon (45.+2) trafen in Regensburg für die überzeugende Auswahl des DFB, die den WM-Neuling aus Südamerika trotz der bekannten Mängel bei der Chancenverwertung klar beherrschte.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte ihre Schützlinge zuletzt sechs Tage zum Trainingslager in Grassau um sich geschart. Dabei stieg die WM-Vorfreude. "Es macht einfach Spaß, weil wir alle diese positive Energie spüren", hatte "MVT" vor der Partie gesagt.

Sorgen bereitete nur Almuth Schult. Die Torhüterin des Double-Gewinners VfL Wolfsburg kämpft aufgrund einer Schulterverletzung um ihre Turnier-Teilnahme. Gegen Chile stand Schult zwischen den Pfosten. Es sieht also gut aus für die 28-Jährige. Sollte Schult dennoch ausfallen, würde Merle Frohms (SC Freiburg) zur Nummer eins aufsteigen.

DFB-Damen von Beginn an dominangt gegen Chile

Die 10.135 Zuschauer, darunter DFB-Interimspräsident Rainer Koch, sahen zu Beginn ein Spiel auf ein Tor. Die deutsche Spielmacherin Dzsenifer Marozsan vom Champions-League-Gewinner Olympique Lyon zog die Fäden, Popp (12.) und Svenja Huth (13.) vergaben die ersten guten Chancen.

In der 27. Minute war es erneut Huth, die gefährlich vor dem Tor Chiles auftauchte. Kurz darauf schlug Popp nach einer Ecke von Simon zu. Es war das 46. Tor der Angreiferin im 96. Länderspiel. Auch nach dem Rückstand blieb Chile bei seiner defensiven Ausrichtung, die Partie spielte sich im ersten Durchgang fast ausschließlich in der Hälfte der Gäste ab. Dass die Flanke Simons in der Nachspielzeit im Netz landete, war das Glück der Tüchtigen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts am Geschehen. Die Deutschen versprühten viel Spielfreude und erarbeiteten sich Chancen - obwohl Chile fast nur im und am eigenen Strafraum verteidigte. Auch Ex-Coach Horst Hrubesch hatte neben Sami Khedira auf der Tribüne viel Spaß.

DFB-Damen mit klarem WM-Ziel: Top drei in Europa

Nach einer Stunde hatte Voss-Tecklenburg bereits viermal gewechselt, das sorgte in dieser Phase für ein wenig Leerlauf im deutschen Spiel. Gegen Ende der Partie vergaben die Gastgeberinnen dann noch ein paar Möglichkeiten.

Schon nach den zurückliegenden Testspiel-Siegen beim WM-Gastgeber Frankreich (1:0) und in Schweden (2:1) sowie einem Remis gegen Japan (2:2) wurde das WM-Ziel klar formuliert: Der Olympiasieger will die Qualifikation für die Sommerspiele 2020 in Tokio schaffen. Dafür muss es die DFB-Auswahl unter die drei besten Teams aus Europa schaffen.

Der Aufbruch zu dieser schwierigen Mission steht am Montag an, wenn die Deutschen nach einem letzten freien Wochenende von Frankfurt/Main aus per Charterflieger in den ersten Spielort Rennes reisen. Die weiteren Gruppengegner bei der auch logistisch anspruchsvollen Tour durch Frankreich sind Spanien (12. Juni/Valenciennes) und Südafrika (17. Juni/Montpellier).

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