DFB-Frauen erreichen vorzeitig Finale

SID
Freitag, 07.03.2014 | 19:07 Uhr
Anja Mittag (l.) erzielte den Treffer des Tages
© getty
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Die deutschen Fußballerinnen haben beim Algarve Cup in Portugal dank Anja Mittag vorzeitig das Final-Ticket gelöst. Die Europameisterinnen gewannen in Albufeira ihr zweites Gruppenspiel gegen China nach dem späten Treffer (84.) der zur zweiten Halbzeit eingewechselten Mittag mit 1:0 (0:0).

Nach dem 5:0-Auftakterfolg zwei Tage zuvor gegen Island ist der Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid der Sieg in der Gruppe A vor dem abschließenden Duell mit Vize-Europameister Norwegen am Montag (18.30 Uhr) nicht mehr zu nehmen.

Norwegen hatte zuvor überraschend gegen Island 1:2 verloren und damit bereits die zweite Niederlage beim prestigeträchtigen Turnier kassiert. Die Platzierungsspiele und das Endspiel finden am Mittwoch statt.

Neid in Experimentierlaune

Neid bewies ihre Experimentierlaune und veränderte ihre Startformation im Vergleich zum Auftaktspiel gleich auf fünf Positionen. Im Tor wurde Weltfußballerin Nadine Angerer wie geplant durch Almuth Schult abgelöst.

Josephine Henning ersetzte in der Innenverteidigung Luisa Wensing, auf der rechten Abwehrseite bekam Tabea Kemme den Vorzug vor Bianca Schmidt. In der Offensive begannen auf den Flügeln Fatmire Alushi und Alexandra Popp anstelle von Mittag und Simone Laudehr.

Popp bedankte sich vor 500 Zuschauern im Estadio Municipal beinahe schon nach drei Minuten für das Vertrauen. Die Wolfsburgerin sowie Kapitänin Celia Sasic (13.) ließen die guten ersten beiden Chancen aber ungenutzt.

Nach druckvollem Beginn der Deutschen erwies sich der Weltranglisten-18. China aber als größere Hürde als die überforderten Isländerinnen. Yang Li (20.) schoss nach einer Unaufmerksamkeit von Kemme nur knapp am deutschen Tor vorbei.

DFB-Elf mit Arbeitssieg

Gegen die wuseligen und defensiv disziplinierten Asiatinnen hatte die deutsche Elf Mühe, bei starkem Wind und stumpfem Rasen ihr gefährliches Kurzpassspiel aufzuziehen. Eine Doppelchance von Alushi (25.) aus dem Strafraumgewühl nach einer Ecke blieb vor der Pause die beste Gelegenheit zur Führung.

Nach dem Seitenwechsel blieb Deutschland mit drei frischen Kräften im Vorwärtsgang. Lena Goeßling (48.) scheiterte wenige Stunden vor ihrem 28. Geburtstag bei einem satten Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp an Chinas Torhüterin Zhang Yue. Auch die eingewechselte EM-Heldin Mittag (57.) hatte zunächst kein Glück.

Nach einem Konter und tollem Zuspiel von Alushi verfehlte die Wahlschwedin, die im EM-Finale den einzigen Treffer erzielt hatte, das Tor um wenige Zentimeter. Besser machte es Mittag in der 84. Minute, als sie die Vorarbeit von Sara Däbritz nutzte.

In Gruppe B kämpfen Schweden und Japan am Mittwoch im direkten Duell um den Finaleinzug. Die Schwedinnen verbuchten mit dem 1:0 (1:0) gegen Titelverteidiger USA bereits den zweiten Sieg, Weltmeister Japan hat nach dem 1:0 (1:0) gegen Dänemark zwei Punkte weniger auf dem Konto.

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