Fussball

1. FFC Frankfurt feuert Trainer Kahlert

SID
Sven Kahlert war seit Oktober 2009 Trainer des 1. FFC Frankfurt
© Getty

Aus Angst vor einer zweiten Saison ohne Titel hat Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt seinen Cheftrainer Sven Kahlert entlassen. Der Champions-League-Finalist und Meisterschaftsfavorit ersetzte den Fußball-Lehrer nach schwachem Start mit einem Sieg und einer Niederlage durch den bisherigen Assistenztrainer Philipp Dahm, an dessen Seite bleibt Co-Trainer Kai Rennich. Das Duo gilt vorerst nur als Interimslösung.

Siegfried Dietrich, Manager beim Finanz-Krösus der Liga, erklärte in einer Pressemitteilung: "Mit der aus unserer Sicht schon zu diesem frühen Saison-Zeitpunkt notwendigen internen Sofortlösung wollen wir ein deutliches Zeichen setzen und gleichzeitig an die Mannschaft appellieren, dass es für uns in den nächsten Spielen gilt, mit frischem Elan und hundertprozentigem Engagement gemeinsam unsere sportlichen Ambitionen zu untermauern."

Der 41-jährige Kahlert selbst hatte von "einem Fehlstart" seines Starensembles gesprochen und moniert, dass nicht alle Spielerinnen mit dem Druck von innen und außen umgehen können. Nun soll es der 33-jährige Dahm richten, er gehört seit Juli 2010 als Co- und Athletik-Trainer zum Stab. Zuvor war der Diplom-Sportwissenschaftler und A-Lizenz-Inhaber im Juniorenbereich des SV Darmstadt 98 und des FSV Mainz 05 tätig gewesen.

"Zusammen mit dem FFC-Vorsitzenden Bodo Adler bin ich davon überzeugt, dass wir uns mit der neuen Konstellation auf den richtigen Weg begeben", sagte Dietrich. Das Duo würde die Mannschaft bestens kennen, habe das nötige Know-how und genieße im Team große Akzeptanz.

Dank hoher Investitionen zum Titel

Kahlert hatte bei den Hessinnen im Oktober 2009 die Verantwortung übernommen, den Verein 2011 zum DFB-Pokalsieg sowie mit der Vizemeisterschaft in die Champions League geführt. In der vorigen Saison verlor der 1. FFC aber das Finale im DFB-Pokal und im Europacup, verfehlte zudem als Bundesliga-Dritter die wirtschaftlich interessante Champions League.

Für diese Saison investierte der Klub, der über einen Etat von 1,7 Millionen Euro verfügt, mächtig in neue Akteure. Insgesamt gehören nun 15 Nationalspielerinnen zum Kader. Am ersten Spieltag gelang gegen Abstiegskandidat USV Jena ein 2:1-Zittersieg, es folgte eine 1:3-Pleite bei Außenseiter SGS Essen. Prompt zog die Vereinsspitze während der Länderspiel-Pause und noch vor dem dritten Spiel am 23. September gegen Bayer Leverkusen die Notbremse.

Der Spielplan der Frauen-Fußball-Bundesliga im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung