Niersbach und Zwanziger für eigenständige Klubs

Frauen-Fußball: Königsweg noch nicht gefunden

SID
Freitag, 31.08.2012 | 15:06 Uhr
Wolfgang Niersbach (l.) und Theo Zwanziger wollen den Frauen-Fußball stärken
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gibt der Frauen-Fußball-Bundesliga vor dem Start der 40. Saison verbalen und moralischen Rückhalt, das Schattendasein in der öffentlichen Aufmerksamkeit wird er auch im Jahr nach der WM im eigenen Land nicht verhindern können.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und sein Vorgänger Theo Zwanziger plädieren für eigenständige Frauenfußball-Klubs, um einen weiteren Aufschwung zu erreichen. Dem widersprechen einige Vereinsvertreter.

"Es gibt Anlass zu Optimismus", stellte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei einer opulenten Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend zunächst einmal fest.

Der Stellenwert im wirtschaftlichen Bereich steige, die Zuschauerzahlen würden sich ebenfalls positiv entwickeln. Die Steigerung der durchschnittlichen Besucherzahlen im Vorjahr um 34 Prozent auf 1.130 Besucher pro Spiel nannte Niersbach "nicht gewaltig, aber beachtlich."

Verärgerung über HSV-Rückzug

Niersbach bezeichnete sich als "Anhänger der Eigenständigkeit" der Vereine. Diese helfe dabei, "eine unabhängige Identität aufzubauen." Man müsse aber immer den Einzelfall betrachten. Zwanziger sprach sich weit weniger diplomatisch für eigenständige Klubs aus.

Der 67-Jährige redete sich als Ehrengast bei einer Pressekonferenz des Champions-League-Finalisten 1. FFC Frankfurt am gleichen Tag in Rage, ihn ärgerte der Rückzug des Hamburger SV aus der höchsten Spielklasse der Frauen maßlos.

Diesen nannte er einen Skandal. "Ein Männerklub verbrät Millionen und die Frauen müssen dafür büßen", schimpfte Zwanziger.

Die Klubs sollten nach Zwanzigers Meinung "Mut zur Eigenständigkeit" entwickeln, dem Beispiel der Frankfurter oder auch des 1. FFC Turbine Potsdam folgen und eigene Vereine gründen. Die Chance dazu sei größer denn je. "Themen wie Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit sind für die Wirtschaft immer wichtiger geworden", begründete Zwanziger.

Wörle stolz auf Bayern-Familie

Thomas Wörle, Cheftrainer bei Bundesligist FC Bayern München, sieht das freilich ganz anders. Der Coach des Überraschungssiegers im DFB-Pokal der vergangenen Saison betont den Nutzen, der sich aus der Angliederung der Frauenabteilung an eine erfolgreiche Männer-Abteilung ergibt.

"Unser gesamter Etat wird von der Fußball-AG bereitgestellt und wir können die professionellen Strukturen des Vereins nutzen", sagte der ehemalige Zweitliga-Fußballer der Nachrichtenagentur "dapd". Auch die Frage nach fehlender eigener Identität stelle sich für ihn nicht: "Wir sind einfach nur stolz, Teil des größten Fußballvereins in Deutschland zu sein."

Diese Meinung teilt Nadine Kessler, Nationalspielerin und Kapitänin des Vizemeisters VfL Wolfsburg, einer der Titelaspiranten in der am Sonntag beginnenden Saison.

Neid pragmatisch

"Wir erhalten große Unterstützung, sowohl bei der Organisation als auch beim Sponsoring und Marketing", sagt die 24-Jährige. Auch in Freiburg genießen die Frauen die Unterstützung des anderen Geschlechts.

Bundestrainerin Silvia Neid sieht die Sache pragmatisch. "Mir ist wichtig, dass sich die Spielerinnen wohl fühlen und gut trainieren," sagte Neid gegenüber "dapd". Wenn die Frauenabteilungen die Strukturen der Männervereine nutzen könnten, umso besser. Einen Königsweg sieht sieht in gemeinsamen Klubs aber auch nicht, denn sie weiß: "Es gibt immer noch Männervereine, die Frauenabteilungen gar nicht haben wollen."

Frauen-Fußball: Die Bundesliga im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung