Montag, 28.05.2012

Lok Leipzig steigt ab

Turbine zum vierten Mal in Serie Meister

Die Fans sangen "So sehen Sieger aus", die Mannschaft tanzte mit Sektflaschen in der Hand auf dem Rasen: Die Fußballerinnen von Turbine Potsdam bleiben in der Bundesliga das Maß der Dinge.

Turbine Potsdam feierte am letzten Spieltag einen 8:0-Sieg gegen Lok Leipzig
© spox
Turbine Potsdam feierte am letzten Spieltag einen 8:0-Sieg gegen Lok Leipzig

Das Team von Trainer Bernd Schröder sicherte sich am Pfingstmontag zum vierten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft und den sechsten Titel insgesamt seit 2004. Die erfolgreiche Titelverteidigung gelang durch einen 8:0 (3:0)-Kantersieg gegen Lok Leipzig, der die Gäste gleichzeitig in die 2. Liga beförderte. Zudem steigen die Frauen des Hamburger SV aus wirtschaftlichen Gründen freiwillig ab.

Potsdams Rivale VfL Wolfsburg musste sich nach einem 1:1 (0:0) bei der SG Essen-Schönebeck mit Platz zwei begnügen. Nach 22 Spieltagen wies das ambitionierte Team mit 53 Punkten drei Zähler weniger auf. Champions-League-Finalist 1. FFC Frankfurt sicherte sich zum Abschluss einer titellosen Saison durch ein 5:3 (1:2) gegen den FCR Duisburg immerhin Platz drei.

"Zweifel an unserem Sieg oder der Meisterschaft gab es nicht. Wir waren klar die bessere Mannschaft und das haben wir von Anfang an gezeigt", sagte Nationalspielerin Viola Odebrecht, die Potsdam verlassen wird: "Deshalb bin ich auch ein bisschen traurig. Mein Herz lacht, und mein Herz weint."

Potsdam schon zur Halbzeit weit vorn

Im Karl-Liebknecht-Stadion war die Meisterschaft praktisch schon zur Halbzeit entschieden. Weltmeisterin Yuki Nagasato (19. Minute) brachte Turbine in Führung, Antonio Göransson (36.) und Genoveva Anonma (39.) erhöhten per Doppelschlag.

Die Gastgeberinnen wurden praktisch mit jedem Treffer stärker, Anonma (55.), die mit 22 Treffern Torschützenkönigin wurde, sowie die überragende Nagasato (64./68.) und Margret Lara Vidarsdottir zerstörten die letzten Hoffnungsfunken der Leipzigerinnen auf eine Sensation.

Doppelter Titelgewinn

Die große Überlegenheit nutzte Trainer Schröder zu einer besonderen Geste. Das eigenwillige Urgestein wechselte in der 74. Minute die Nationalspielerinnen Babett Peter, Bianca Schmidt und Odebrecht aus, die von den 6.416 Zuschauern mit großem Applaus verabschiedet wurden. Das Trio wird den Verein mit Ablauf der Saison verlassen.

Turbine feierte sogar einen doppelten Titelgewinn. In der Halbzeitpause zeichnete Steffi Jones die zweite Mannschaft als Meister der 2. Liga Nord aus. Da der Aufstieg dem Team jedoch verwehrt bleibt, spielt der FSV Gütersloh im kommenden Jahr in der Bundesliga. Aus der Süd-Staffel steigt der VfL Sindelfingen auf.

Die Tabelle der Bundesliga

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