Samstag, 12.05.2012

Hagen und Rudelic treffen zum 2:0 gegen Frankfurt

Bayern München gewinnt erstmals DFB-Pokal

Die Frauen des FC Bayern München haben erstmals den DFB-Pokal gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle besiegte im Finale in Köln den Rekordpokalsieger 1. FFC Frankfurt 2:0 (0:0) und holte erstmals seit der Meisterschaft 1976 wieder einen Titel nach München.

Grenzenloser Jubel bei den Frauen von Bayern München
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Grenzenloser Jubel bei den Frauen von Bayern München

Die Frankfurterinnen verpatzten dagegen die Generalprobe für das Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon am Donnerstag und drohen die Saison ohne Titel abzuschließen.

Sarah Hagen leitete vor 15.678 Zuschauern im Kölner Stadion mit ihrem Kopfballtreffer in der 63. Minute den Sieg für die Münchnerinnen ein, Ivana Rudelic (90.) sorgte für die endgültige Entscheidung.

Bayern-Damen von Beginn an gut im Spiel

Bayern-Trainer Wörle hatte seine Mannschaft vor der Partie als "klaren Außenseiter" bezeichnet. "Wir wussten, dass wir heute über uns hinauswachsen müssen, um das zu schaffen", sagte Wörle überglücklich nach dem Erfolg. "Es ist eine Sensation." Dagegen kritisierte die Frankfurter Nationalspielerin Saskia Bartusiak: "Wir haben alles vermissen lassen, was man in so einem Finale braucht. Wir sind gar nicht in die Zweikämpfe gekommen.

Birgit Prinz - eine Karriere in Bildern
Bereits als 16-Jährige feierte die gebürtige Frankfurterin im Jahr 1994 ihr Debüt im DFB Team. 17 Minuten brauchte sie, um ihr erstes Länderspieltor zu erzielen
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Seit dieser Zeit hat die gelernte Physiotherapeutin 127 Tore draufgepackt. Seit 2006 darf sie sich zudem als Rekordnationalspielerin bezeichnen
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Mit kurzer Unterbrechung geht sie seit 1998 für den 1. FFC Frankfurt in der Frauenfußball-Bundesliga auf Torejagd. 2002 spielte sie kurzzeitig in den USA bei Carolina Courage
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Früher noch gemeinsam für Deutschland, heute in unterschiedlichen Funktionen: WM-OK-Chefin Steffi Jones (hinten 3.v.l.) und Birgit Prinz (hinten r.)
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Die zurückhaltende und medienscheue Hessin ist aber nicht nur im Fußball erfolgreich. 2010 schloss sie ihr Psychologie-Studium erfolgreich ab
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Am Boden liegend findet man Birgit Prinz nur selten. Ihre herausragende Karriere ist voller Titel und Triumphe
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2003 wurde sie das erste Mal Weltfußballerin des Jahres. Gemeinsam mit ihrem männlichen Pendant Zinedine Zidane nahm sie die Ehrung entgegen
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Im selben Jahr holte sie auch ihren ersten Weltmeistertitel - und feierte anschließend gebührend auf dem Römer
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Noch dazu durfte sie sagenhafte fünfmal den Europameister-Titel in die Höhe recken
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Trotzdem blieb der Fußball für sie immer nur eine Nebensache. Ihr Credo: "Wenn man sich zu stark auf den Fußball fokussiert, verliert man den Spaß"
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Mit Volldampf Richtung WM 2011! Birgit Prinz will bei der Heim-WM zum dritten Mal Weltmeisterin werden. Highlight: Das Finale findet in ihrer Heimatstadt Frankfurt statt
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Auf dem Rasen war von Bayerns Außenseiterrolle von Anfang an nicht viel zu sehen. Vielmehr waren es die Münchnerinnen, die couragiert nach vorne spielten und auch den besseren Start erwischten. Schon in der Anfangsphase kamen sie zu guten Chancen. Erst klärte Bartusiak in höchster Not gegen Isabell Bachor (2.), dann setzte Hagen einen Kopfball knapp neben das Tor (3.).

Die Frankfurterinnen fanden erst Mitte der ersten Halbzeit besser zu ihrem Spiel. Dabei hatte Kerstin Garefrekes die erste größere Gelegenheit, als sie nach einem Freistoß von Dzsenifer Marozsan knapp verzog (23.).

Drei Minuten später fehlten dann nur Zentimeter zum Tor für den erfolgsverwöhnten Klub vom Main. Ein Freistoß von Melanie Behringer konnte Bayern-Torfrau Kathrin Längert gerade noch an die Latte lenken. Die Drangphase war aber nur von kurzer Dauer. Der 19-Punkte-Rückstand der Münchnerinnen in der Liga auf Frankfurt war im Spiel kaum zu sehen. "Wir waren uns sicher, dass wir für ein Spiel die bessere Mannschaft sein können", jubelte Längert nach dem Schlusspfiff.

Bajramaj kurz vor der Pause verletzt vom Feld

Allerdings ging der FFC auch ersatzgeschwächt ins Spiel. Die Langzeitverletzten Nadine Angerer und Alexandra Krieger fehlten ebenso wie Nationalspielerin Kim Kulig wegen einer Reizung im rechten Knie. Und für Offensivspielerin Fatmire Bajramaj war bereits nach 40 Minuten Schluss. Die Nationalspielerin litt offenbar immer noch an den Folgen des Muskelfaserrisses im Oberschenkel und wurde in der 40. Minute für Ana-Maria Crnogorcevic ausgewechselt.

Im zweiten Durchgang verflachte die Partie zunächst - bis zur Ecke in der 63. Minute. Die Hereingabe von Katharina Baunach landete auf dem Kopf von Hagen, die sich die Chance nicht nehmen ließ. Kurz darauf stürmte Laura Feiersinger in den Strafraum, doch im letzten Moment klärte noch eine Frankfurterin zur Ecke. Endgültig entschieden war die Partie, als Rudelic unmittelbar vor dem Ende einen Konter der Bayern mustergültig mit dem zweiten Tor abschloss.

Der Zuschauerzuspruch war dagegen diesmal bescheiden, wurde doch bei der dritten Auflage des DFB-Pokal-Endspiels in Köln der Rekord aus dem Jahr 2010 deutlich verpasst. Bei der ersten Auflage des Endspiels in der Domstadt waren 26.282 Zuschauer gekommen. Köln hat jüngst den Zuschlag für die Austragung des Frauen-Endspiels bis mindestens 2015 erhalten.

 


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