Platz nach Besichtigung gesperrt

Uefa zwingt Turbine Potsdam zum Umzug

SID
Dienstag, 17.04.2012 | 12:34 Uhr
Wie schon 2011 muss Turbine Potsdam in der Champions League gegen Olympique Lyon antreten
© spox
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Meister Turbine Potsdam droht nach der Sperre des eigenen Rasenplatzes in der Champions League am Wochenende ein "Auswärtsspiel". Weil die UEFA den Platz im Karl-Liebknecht-Stadion für nicht spieltauglich erklärt und ihn für das Halbfinal-Rückspiel am Sonntag gegen Lyon (14.00 Uhr) gesperrt hat, denkt der Verein über einen Umzug nach Ludwigsfelde oder ins Stadion an der Alten Försterei in Berlin nach.

"Wir müssen klären, was möglich ist und das so schnell wie möglich, also heute", sagte Vereinsvertreter Stephan Schmidt der Nachrichtenagentur dapd am Dienstag. Möglich sei aber auch die Verlegung eines neuen Rasens, sagte Turbine-Geschäftsführer Mathias Morack. "Die Firma zur Verlegung des Rollrasens steht Gewehr bei Fuß."

Kostenübernahme für neuen Rasen ungeklärt

Die Kosten in Höhe von etwa 110.000 bis 130.000 Euro aber wollen weder Turbine noch die Stadt Potsdam tragen. Zuständig sei als Pächter Babelsberg 03, heißt es aus der Pressestelle der Verwaltung. "Wir versuchen, schnellstmöglich noch Weichen zu stellen", so Stadtsprecher Jan Brunzlow. Am Dienstagnachmittag soll eine Lösung präsentiert werden.

7.500 Plätze im Stadion in Ludwigsfelde würden als Kapazität ausreichen, allerdings gibt es nur 368 Sitzplätze. Turbine hat aber bereits 1.000 Karten für Sitzplätze verkauft. Hinzu kommt der logistische Aufwand für die Einrichtung von VIP- und Pressebereichen. Zum Imageschaden gesellt sich somit auch ein erheblicher finanzieller Schaden.

Am Montag hatte ein eigens aus England eingeflogener Greenkeeper festgestellt, dass der Rasen nicht bespielbar sei. Gewarnt hatte die UEFA den Verein bereits vor Wochen. Schon in der Runde zuvor gegen den russischen Vertreter Rossijanka hätten die UEFA-Inspektoren das Geläuf als grenzwertig eingestuft und in einem Schreiben mitgeteilt, der Zustand dürfe sich nicht verschlechtern, hieß es von Vereinsseite.

Nun hat sich die Situation aber verschlechtert. "Die toten Stellen wachsen nicht nach. Tot ist tot", referiert Schmidt den Eindruck des Experten aus England.

Sportlich ist für Potsdam der Einzug ins Endspiel kaum mehr zu schaffen. Nach dem 1:5 aus dem Hinspiel braucht der Vorjahresfinalist ein Fußballwunder - auf welchem Rasen auch immer.

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