Japans Fußballerinnen nach dem Super-GAU

"Geeint durch die Katastrophe"

SID
Freitag, 09.03.2012 | 10:24 Uhr
Japans Fußballerinnen gewannen bei der WM 2011 in Deutschland den Titel
© Getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol v
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
Deportivo

Die Szenen am Flughafen von Tokio wird Norio Sasaki nie vergessen. Tausende Menschen empfingen den Trainer und seine japanischen Fußballfrauen im Juli vergangenen Jahres nach der siegreichen WM. Japanische Fähnchen flatterten, fröhliche Menschen waren da, die für einen Moment das Erdbeben und die Fukushima-Katastrophe vergessen konnten.

Der erste WM-Sieg der japanischen Fußballfrauen hat dem geschundenen Land und seinen Einwohnern Hoffnung gegeben. Danach hat sich das Leben von Spielerinnen und Trainer verändert. Geblieben ist eine besondere Motivation aus dem erlebten Zusammengehörigkeitsgefühl.

"Es wird noch eine Weile dauern, bis das Erdbeben-Gebiet Tohoku wieder aufgebaut ist. Uns ist es wichtig, für die Betroffenen zu spielen. Wir fühlen, dass unsere Mannschaft von diesen Menschen unterstützt wird, und wir wollen gern etwas zurückgeben bei den Olympischen Spielen", sagt Norio Sasaki. Nach dem WM-Titel zählt die "Nadeshiko", wie das Team sich nennt, nun auch zu den Favoriten für den Olympiasieg in London.

Bilder aus dem Katastrophengebiet liefen vor den Spielen

Vor den WM-Spielen im Sommer 2011 in Deutschland hatte Sasaki seiner Mannschaft immer wieder die bedrückenden Bilder aus dem Katastrophengebiet gezeigt. "Die Spielerinnen waren geeint durch die Katastrophe und bereit, hart zu kämpfen", sagte der frühere Generalsekretär des japanischen Fußball-Verbandes, Takeo Hirata, jüngst in einem Interview mit der "Japan Times".

Auf dem Spielfeld habe seine Mannschaft immer die Unterstützung der Nation im Rücken gespürt, hatte Sasaki damals am Flughafen von Tokio betont. Das ist noch immer so, wenn die "Nadeshiko" ein Länderspiel bestreitet.

"Nach der WM hat der Frauenfußball in Japan an Aufmerksamkeit gewonnen, und seine Beliebtheit ist enorm gestiegen", weiß der 53-Jährige. Im Januar wurde er vom Weltverband FIFA zum Trainer des Jahres gekürt, Spielführerin Homare Sawa zur Fußballerin des Jahres.

Ihr WM-Titel hat nach dem 11. März 2011 eine ganze Nation inspiriert. Mehr Sponsoren interessieren sich für die Fußballerinnen, sie drehen TV-Spots und finden sich auf den Titelseiten großer Modemagazine wieder. Sawas japanischer Verein Inac Kobe Leonessa war jüngst beim FC Barcelona zu Gast, die Spielerinnen trafen Superstar Messi. All das wäre vor der WM und der Katastrophe undenkbar gewesen.

Spielerin von Tepco wurde zur Identifikationsfigur

Als die Welt noch heil war in Japan, da spielten sie unweit des Atomkraftwerks Fußball. Nationalspielerin Aya Sameshima war Teil von "Tepco Mareeze", dem Erstligaklub des Kraftwerkbetreibers. Die fast zerbrechlich wirkende Verteidigerin arbeitete als Sekretärin direkt im Kraftwerk. Sie gilt heute als besondere Identifikationsfigur innerhalb der Fußballmannschaft.

"Sie wird eine der Schlüsselspielerinnen bei Olympia werden. Es würde für die Menschen in den zerstörten Gebieten so viel bedeuten, wenn sie gut spielt, weil sie in Fukushima 1 gearbeitet hat", sagt Takeo Hirata.

Gegenseitige Unterstützung

Zur Unglückszeit war sie selbst im Süden des Landes unterwegs, doch einige ihrer Freunde traf die Katastrophe. Ihr Verein ist längst vom Spielbetrieb abgemeldet, die verbliebenen Fußballerinnen werden an einem anderen Ort in ein neu formiertes Team eingegliedert. Sameshima aber ist nicht mehr da. Sie nahm eines der vielen Angebote an und spielt für den französischen Erstligisten Montpellier.

Wenn sie im Sommer mit der Auswahl nach London reist, wird Fukushima in ihren Gedanken wieder ganz nah sein. "Die Spielerinnen nehmen immer noch an vielen Charity-Projekten teil. Am ersten April haben wir ein Freundschaftsspiel gegen die USA in Sendai in der zerstörten Region. Ich hoffe, dass wir da sehr viele Menschen treffen im Stadion", sagt Sasaki.

Die gegenseitige Unterstützung wird den Japanerinnen bei Olympia wieder eine besondere Kraft verleihen.

Die Ergebnisse der Frauen-WM

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung