Lena Goeßling im Interview

"Mats Hummels schaue ich gerne zu"

Von Interview: Eugen Epp
Mittwoch, 29.02.2012 | 10:51 Uhr
Lena Goeßling (M.) lief bisher 32 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile

Lena Goeßling wechselte vor der Saison zum VfL Wolfsburg und macht mit ihrem Team den Spitzenklubs aus Frankfurt, Potsdam und Duisburg Dampf. Die 25-jährige Nationalspielerin über die Folgen der WM, Felix Magath, ihr Vorbild und die Ziele in der Bundesliga.

SPOX: Frau Goeßling, Sie haben bisher in Gütersloh, Bad Neuenahr und Wolfsburg gespielt - alles nicht gerade Metropolen. Mögen Sie keine großen Städte?

Lena Goeßling (lacht): Nein, das hat nichts damit zu tun, wo ich spiele. In Bad Neuenahr hatte ich Köln ganz in der Nähe und mochte das auch sehr gerne.

SPOX: Wie sind Sie eigentlich zum Fußball gekommen?

Goeßling: Über meinen Zwillingsbruder - der hat Fußball gespielt, ich bin mitgekommen und dort hängengeblieben. Es hat mir viel Spaß gemacht und irgendwann konnte ich mir ein Leben ohne Fußball gar nicht mehr vorstellen.

SPOX: Sie sind Sportsoldatin. Was genau bedeutet das?

Goeßling: Wir sind für den Sport freigestellt und können uns ganz darauf konzentrieren. Zwischendurch müssen wir Lehrgänge besuchen. Da trifft man sich mit den anderen aus der Sportfördergruppe Fußball und trainiert mit denen. Aber eigentlich wird dort auch nur Fußball gespielt. Für diese Unterstützung bin ich sehr dankbar. Es ermöglicht mir, professionell für den Fußball zu leben.

SPOX: Mit der Ausbildung bei der Bundeswehr scheint das nicht allzu viel zu tun zu haben.

Goeßling: Das stimmt. Man muss nur die Grundausbildung am Anfang machen. Es wird alles auf meine sportliche Karriere hin abgestimmt.

SPOX: Als Nationalspielerin haben Sie auch bei der WM für Deutschland gespielt. Wie schauen Sie mit einigen Monaten Abstand auf die WM zurück - als Höhepunkt Ihrer bisherigen Karriere oder am Ende doch als bittere Enttäuschung?

Goeßling: Es war beides. Es war mein Ziel und das größte, was ich erlebt habe - im eigenen Land eine WM zu spielen. Aber natürlich war auch die Enttäuschung, auch noch im Nachhinein, groß.

SPOX: Es gibt ein Foto, auf dem Sie DFB-Präsident Theo Zwanziger nach dem Ausscheiden gegen Japan in den Arm nimmt. Was hat er zu Ihnen gesagt?

Goeßling: Das weiß ich gar nicht mehr, ich war einfach zu traurig. Wahrscheinlich hat er gesagt, dass es weitergeht und dass man wieder neue Ziele hat. Aber zu dem Zeitpunkt haben ohnehin keine Worte geholfen, ich war zu sehr mit mir beschäftigt.

SPOX: Was hat sich im Jahr nach der WM getan, erhält auch die Bundesliga merklich mehr Zuspruch und Aufmerksamkeit?

Goeßling: Bei uns in Wolfsburg sind die Medien durchaus sehr interessiert und berichten regelmäßig über unsere Mannschaft. So gesehen hat sich das Medieninteresse schon gesteigert. Das Zuschauerinteresse in Wolfsburg ist gleichgeblieben, es gab leider keinen großen Sprung nach vorne. Bei einigen Vereinen hat es aber durchaus mehr Zuschauer seit der WM.

SPOX: Enttäuscht es Sie, dass nach Wolfsburg nicht mehr Zuschauer kommen?

Goeßling: Teils hätte man sich schon gewünscht, mehr Aufmerksamkeit von den Zuschauern zu bekommen. Aber man findet sich damit ab, dass es nicht so ist und muss halt weiter daran arbeiten, mehr Fans für unsere Sportart zu gewinnen.

SPOX: Sie sind eine sehr flexible Spielerin, die auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann. Wo sehen Sie sich am liebsten?

Goeßling: Ich spiele am liebsten in der Innenverteidigung oder vor der Abwehr.

SPOX: Wer sind Ihre Vorbilder? Schauen Sie sich auch bei den Männern etwas ab?

Goeßling: Borussia Dortmund spielt einen tollen Fußball. Vor allem Mats Hummels schaue ich gerne zu, weil der auch in der Innenverteidigung spielt. Da gucke ich schon, was er macht. Sein Zweikampfverhalten finde ich super.

SPOX: Nach fünf Jahren beim SC 07 Bad Neuenahr sind Sie im Sommer zum VfL Wolfsburg gewechselt. Fiel der Abschied nach fünf Jahren schwer?

Goeßling: Ich habe in Bad Neuenahr persönlich und fußballerisch einen großen Sprung gemacht. Als ich mich entschieden habe, nach Wolfsburg zu gehen, war ich schon sehr traurig, Bad Neuenahr verlassen zu müssen. Ich kann nichts Schlechtes über die Zeit dort sagen.

SPOX: Was hat sich mit dem Wechsel nach Wolfsburg verändert?

Goeßling: Es ist alles sehr viel professioneller in Wolfsburg. Der Anfang war für mich nicht einfach, weil ich wegen der WM erst später zur Mannschaft gestoßen bin. Wir mussten uns als Team erst finden, aber mittlerweile ergänzen wir uns gut. In der Rückrunde könnten wir für die eine oder andere Überraschung sorgen.

SPOX: Sind Sie eigentlich schon Felix Magath über den Weg gelaufen?

Goeßling: Nein, Felix Magath habe ich noch nie getroffen. Mit den Profis gibt es kaum Berührungspunkte, aber wir teilen uns ein Trainingsgelände mit den Amateuren.

SPOX: Hat sich Ihr Trainer Ralf Kellermann denn wenigstens einige Gemeinheiten fürs Training von Magath abgeguckt?

Goeßling (lacht): Davon habe ich noch nichts bemerkt.

SPOX: Der VfL hat ihre Nationalmannschaftskollegin Alexandra Popp undTalent Luisa Wensing verpflichtet. Die beiden sollen sich angeblich vor allem aus finanziellen Gründen für Wolfsburg entschieden haben. Das hat Kritik hervorgerufen. Verdient man in Wolfsburg tatsächlich mehr?

Goeßling: Das kann ich nicht bestätigen. Ich weiß nicht, wie viel die beiden verdienen, aber ich denke, dass sie vor allem aus sportlichen Gründen kommen, weil wir die Perspektive haben, oben anzugreifen.

SPOX: Welche Gründe waren für Ihren Wechsel vor der Saison ausschlaggebend?

Goeßling: Ich wollte etwas Neues machen und als klar war, dass unser damaliger Trainer Bad Neuenahr verlassen wird, habe ich mich auch entschieden, etwas Neues zu machen und die nächste Hürde zu nehmen. Ausschlaggebend war das Ziel, international und um die Meisterschaft zu spielen.

SPOX: Alexandra Popp kennen Sie von der Nationalmannschaft - haben Sie da auch Überzeugungsarbeit geleistet?

Goeßling: Nein, ich wusste davor gar nichts und habe erst davon erfahren, als es offiziell bekannt gegeben wurde. So etwas ist kein Thema bei der Nationalmannschaft.

SPOX: Gegen die Spitzenteams aus Potsdam (0:2) und Duisburg (0:3) setzte es recht deutliche Niederlagen. Was fehlt Wolfsburg noch zum Spitzenteam?

Goeßling: Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit, wir müssen die Torchancen besser nutzen, die wir in den Spielen haben. Die Niederlagen haben wir am Anfang der Saison kassiert, als wir noch nicht richtig eingespielt waren. Mittlerweile sind wir stärker.

SPOX: In Wolfsburg tut sich offensichtlich etwas. Was ist langfristig möglich?

Goeßling: Ganz klar: Wir haben langfristig das Ziel, Deutscher Meister zu werden.

SPOX: In der Bundesligatabelle liegt derzeit Potsdam vorn, dahinter folgen Duisburg und Frankfurt sowie Wolfsburg. Ihr Meistertipp?

Goeßling (lacht): Am schönsten wäre natürlich Wolfsburg. Aber Potsdam spielt sehr konstant - wäre schön, wenn wir oben mitmischen könnten, aber ich tendiere zu Potsdam.

Lena Goeßling im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung