DFB-Frauen nehmen Kurs auf Schweden

SID
Samstag, 17.09.2011 | 13:17 Uhr
Nadine Angerer ist die neue Spielführerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft
© Getty
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Nach der verpatzten Heim-WM setzen sich die DFB-Frauen ein neues Ziel: Die Qualifikation für die EM 2013 in Schweden. Angeführt werden die Titelverteidigerinnen von der neuen Kapitänin Nadine Angerer.

Nach dem Tränenmeer bei der Heim-WM nehmen die deutschen Fußballerinnen mit einer neuen Kapitänin Kurs auf Schweden.

Mit dem Auftakt der EM-Qualifikation am Samstag gegen die Schweiz bricht 70 Tage nach dem Viertelfinal-Aus gegen Japan (0:1 n.V.) eine neue Zeitrechnung an: Nach dem Rücktritt der Galionsfigur Birgit Prinz übernimmt Nadine Angerer das Ruder.

Angerer: "War überrascht von der Entscheidung"

"Ich war überrascht von der Entscheidung, aber ich freue mich natürlich sehr. Für mich ist es eine ganz große Ehre, Nachfolgerin von einer namhaften Spielerin wie Birgit zu werden", sagte die Torfrau des 1. FFC Frankfurt bei ihrer offiziellen Vorstellung auf der Pressekonferenz rund 24 Stunden vor dem Anpfiff in Augsburg.

Die 32-Jährige war eine logische Wahl für die Nachfolge von Prinz, mit der Bundestrainerin Silvia Neid mittlerweile "ein Abschiedsspiel im November" verabredet hat. Denn mit 102 Länderspielen ist Angerer, die beim WM-Triumph 2007 ohne Gegentreffer geblieben war, die erfahrenste Spielerin im Kader.

Doch auch als Typ ist Angerer laut Neid wie gemacht für die neue Rolle. "Sie ist einfach die Richtige, hat Ausstrahlung, ist eine große Persönlichkeit, loyal und ein verlängerter Arm. Sie hat einen guten Draht zu allen Spielerinnen", sagte Neid, die ihrer Schlussfrau bereits am Dienstag den Vorschlag unterbreitet hatte.

Angerer selbst sieht sich als Krisenmanagerin: "Meine Philosophie ist, Brandherde vorher zu klären, dass es gar nicht erst zum Knall kommt, und wenn nötig, innerhalb der Mannschaft auf den Tisch zu hauen."

WM-Aus hat Spuren hinterlassen

Die WM-Tränen sind bei Angerer und Co. getrocknet, der Liga-Alltag ist seit Wochen wieder eingekehrt - doch das jähe Aus gegen den späteren Weltmeister Japan hat Spuren hinterlassen. "Die WM kann man nicht abhaken, das ist nicht möglich. Es würde aber gut tun, wenn wir gegen die Schweiz ein gutes Spiel machen", sagte Neid.

Die Mannschaft setzt auf eine Art Gruppentherapie mit Ball. "Nach jedem Ende kommt ein Anfang, das ist jetzt eben auch so", sagte Linda Bresonik: "Die EM-Qualifikation ist unser nächstes Ziel. Und neue Ziele sind ganz wichtig, damit man auch motiviert ist."

Geringes Zuschauerinteresse

Für Unmut indes sorgte die unglückliche Terminierung des Spiels parallel zur Männer-Bundesliga. Nach ausverkauften Stadien und TV-Rekordquoten bei der WM wird der Frauenfußball nun wieder stiefkindlich behandelt, erst 5500 Tickets waren am Freitag verkauft.

"Wir hatten versucht, den Anpfiff in den Abend zu legen. Das wollte die 'ARD' nicht aus Angst vor einer schlechten Quote. Statt Frauenfußball gibt es jetzt Musikantenstadl", klagte Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen in der "Bild".

Viele neue Gesichter

Nach der verpassten Olympia-Qualifikation hat die Bundestrainerin fast zwei Jahre Zeit, ein Team für die EM 2013 zu formen. Aufgrund der Rücktritte von Prinz, Ariane Hingst, Kerstin Garefrekes und Ursula Holl sowie den Verletzungen von Kim Kulig, Celia Okoyino da Mbabi sowie Dzsenifer Marozsan tummelten sich einige neue Gesichter bei der Vorbereitung in Augsburg.

Neben Luisa Wensing, Torfrau Kathrin Längert und U20-Weltmeisterin Svenja Huth sollte sich auch Julia Simic bewähren, doch die 22-Jährige vom FC Bayern zog sich einen Kreuzbandriss zu. Die neue Mischung der Mannschaft, in der noch neun Akteurinnen vom WM-Triumph 2007 stehen, stellt aber keinen Umbruch dar.

Noch vier Spiele 2011

"Wir brauchen keine Abrissbirne, wir müssen nicht alles komplett umbauen. Weil die Basis und die Mischung im Team stimmt. Wir müssen nur einen natürlichen Übergang moderieren", sagte Fitschen dem "Münchner Merkur".

Nach dem Auftakt folgen die Begegnungen in Rumänien (22. Oktober), gegen Kasachstan (19. November in Wiesbaden) und in Spanien (24. November), nach der Winterpause wird die Hinrunde mit der Reise in die Türkei abgeschlossen.

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