Fussball

Tag der Traumtore bei der WM

Von SPOX
Mexikos Monica Ocampo erzielte das bisher schönste Tor des Turniers
© Getty

Mexiko sorgt mit dem 1:1 gegen England für die erste Überraschung der WM - und für das schönste Tor. Zuvor besiegte Japan dank eines schönen Freistoßtreffers von Aya Miyama die Neuseeländerinnen mit 2:1.

Mexiko - England 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Williams (21.), 1:1 Ocampo (33.)

England: Weltranglisten-10. Mexiko: Weltranglisten-22. Das Resultat jedoch: 1:1. Heißt: Die Mittelamerikanerinnen haben für die erste Überraschung der WM gesorgt.

Anfangs hatte England mehr Spielanteile und konnte mühelos das Mittelfeld überbrücken. Doch die mexikanische Vierer-Abwehrkette stand sicher und verhinderte den letzten Pass der Three Lionesse.

In der 21. Minute war es jedoch so weit: Ecke von rechts durch Karen Carney, aus dem Hinterhalt kam Fran Williams angesprungen, die den Ball ins kurze Eck einköpfte. Doch die Reaktion folgte bereits zwölf Minuten später - und aus dem Nichts. Mexikos Linksaußen Monica Ocampo fasste sich ein Herz und zog aus 30 Metern ab. Der Strahl schlug im linken Kreuzeck ein - Traumtor!

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie. England wurde nervöser, Mexiko war offensiver, aber erspielte sich ebenfalls nur wenige Gelegenheiten. Ocampo hatte kurz vor dem Abpfiff mit einem Freistoß (89.) noch die beste Chance der zweiten Halbzeit.

Der Star des Spiels: Fara Williams. Baute wie die gesamte restliche englische Mannschaft nach der Pause stark ab, war in der ersten Halbzeit jedoch die herausragende Figur. Übernahm in der Doppel-Sechs den offensiveren Part, gestaltete das Spiel und erzielte auch noch den Führungstreffer. Superstar Kelly Smith, Englands Nummer zehn, hingegen enttäuschte auf ganzer Linie.

Japan - Neuseeland 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Nagasato (6.), 1:1 Hearn (12.), 2:1 Miyama (68.)

Auftakt geglückt: Japan, Weltranglisten-Vierter und einer der Medaillen-Kandidaten, hat trotz einer durchwachsenen Leistung Außenseiter Neuseeland mit 2:1 besiegt.

Bei sommerlichen Temperaturen in Bochum lieferten sich beide Teams eine temporeiche Partie, die jedoch von einigen Unkonzentriertheiten geprägt war.

Japan wie auch Neuseeland operierten hauptsächlich mit hohen Bällen - dies aber aus unterschiedlichen Gründen. Japan wollte mit langen Pässen die flinken Offensivspielerinnen einsetzen und die Schnelligkeitsvorteile ausnutzen. Neuseeland hingegen zeigte weniger Spielkultur und versuchte es mit dem klassischen Kick'N'Rush auf die großgewachsene Mittelstürmerin Amber Hearn. Überraschend: Japan war vor allem gefährlich, wenn es zu Standard-Situationen kam.

Das Führungstor der Asiatinnen fiel jedoch nach einem feinen Spielzug. Shinobu Ohno spielte einen wohl getimten Pass in den Lauf von Yuki Nagasato (Potsdam), die gekonnt mit einem Heber vollendete. Kurz darauf jedoch der überraschende Ausgleich: Ria Percival erlief auf der rechten Seite einen langen Ball und flankte auf den Kopf von Hearn. Die nickte locker zum Ausgleich ein, Japans Keeperin Ayumi Kaihori sah zuvor richtig schlecht aus.

Für die Entscheidung sorgte Aya Miyama, die nach einem Foul an Mana Iwabuchi den folgenden Freistoß ausführte: 18 Meter, zentrale Position, in den rechten Winkel, Traumtor!

Der Star des Spiels: Mana Iwabuchi. Wurde in der 55. Minute für Shinobu Ohno eingewechselt und sorgte für den nötigen Impuls im Spiel der Japanerinnen. Sehr wuselig, dribbelstark und kaum zu halten. Holte mit einem feinen Solo den Freistoß heraus, der zum 2:1-Siegtreffer führte.

Frauen-WM: Die Gruppe B im Überblick

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