Montag, 29.11.2010

Bundestrainerin Silvia Neid will den Hattrick

Neid: "Oberstes Ziel bleibt die Titelverteidigung"

Bundestrainerin Silvia Neid spricht nach der Auslosung der Gruppen für die Frauen-WM in Deutschland im Interview über die deutschen Gegner und die Ziele des Titelverteidigers.

Silvia Neid (l.) und Kanadas Nationaltrainerin Carolina Morace legen Hand an den WM-Pokal
© Getty
Silvia Neid (l.) und Kanadas Nationaltrainerin Carolina Morace legen Hand an den WM-Pokal

Nach der Gruppenauslosung zur Frauen-Fußball WM 2011 in Frankfurt ist Silvia Neid zufrieden mit den deutschen Gegnern, warnt aber gleichzeitig vor einer zu lockeren Einstellung.

Als Ziel gibt die Bundestrainerin die Titelverteidigung aus.

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Frage: Frau Neid, Sie spielen in der Gruppenphase der Frauenfußball-WM 2011 gegen Kanada, Nigeria und Frankreich. Wie bewerten Sie die Auslosung?

Silvia Neid: Wir sind sehr zufrieden mit der Gruppe. Aber man kann sicher nicht sagen, dass wir schon im Viertelfinale stehen. Wir werden die Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Wir haben großen Respekt, aber wir werden gut vorbereitet sein. Insgesamt können wir sehr gut mit der Auslosung leben.

Frage: Was sind nun Ihre nächsten Aufgaben?

Neid: Wir müssen jetzt rausfinden, wo und wann unsere Gegner spielen. Es ist wichtig, dass wir sie vor Ort beobachten. Wir kennen sie zwar, aber sie können ja auch ihr System ändern. Es ist wichtig, dass wir die Gegner gut kennen.

Frage: Ist die Erwartungshaltung Ihr schwerster Gegner?

Neid: Wir dürfen uns von der Erwartungshaltung nicht verrückt machen lassen. Wir setzen uns schon selbst genug unter Druck. Wir müssen Spaß haben. Und wenn unser Spiel - vor allem nach vorne - gut läuft, dann sind wir nur ganz schwer zu stoppen.

Frage: Wie weit kann die Reise für Ihr Team bei der Endrunde gehen?

Neid: Unser Ziel ist klar: Wir wollen erstmal die Vorrunde überstehen. Wir denken Schritt für Schritt. Das oberste Ziel bleibt die Titelverteidigung. Das wäre sehr schön, dafür werden wir alles tun.

Frage: Mittlerweile setzen viele Länder auf weibliche Trainerinnen. Ist das ein Trend?

Neid: Einige haben erkannt, dass es gut ist, wenn man ehemalige Nationalspielerinnen beim Fußball hält. Wenn einige unserer Spielerinnen aufhören, werden sie sicher auch sehr gute Trainerinnen.

Zum Spielplan der WM 2011


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