Drama! Ajax wirft Schalke in Unterzahl raus

Donnerstag, 20.04.2017 | 23:40 Uhr
Nick Viergever erzielte das 1:3, das Ajax gegen Schalke ins Halbfinale brachte
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Der FC Schalke 04 ist als letztes deutsches Team aus dem Europapokal ausgeschieden. Die Königsblauen kämpften sich gegen Ajax Amsterdam zwar in die Verlängerung, scheiterten letztlich jedoch trotz eines 3:2 (2:0, 0:0)-Sieges.

Vor 53.701 Zuschauern in der Veltins Arena erzielte Leon Goretzka in der 53. Minute das 1:0-Führungstor für die Königsblauen.

Nur drei Minuten später erhöhte Guido Burgstaller auf 2:0. In seinem 20. Pflichtspiel für die Schalker traf der Österreicher bereits neunmal und ist damit der beste Torschütze der Königsblauen.

In der 80. Minute sah Ajax-Verteidiger Joel Veltman wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Daniel Caligiuri erzielte in der 101. Minute per Kopf das wichtige 3:0 und stieß das Tor zum Halbfinale weit auf.

Nick Viergever erzielte mit einem Ping-Pong-Tor in der 110. Minute den Treffer zum 1:3, das Ajax aufgrund der Auswärtstorregel ins Halbfinale brachte.

Amin Younes setzte in der 120. Minute den Schlusspunkt und traf zum 2:3.

Der Hamburger SV bleibt das einzige deutsche Team, das seit Gründung der Europa League den Einzug in die Runde der letzten Vier schaffte (2009/2010).

Ajax steht damit erstmals seit 1996/97 in einem Europapokal-Halbfinale. Vor 20 Jahren war im Champions-League-Halbfinale das Aus gegen Juventus Turin gekommen.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Weinzierl verändert seine erste Elf nach der 1:2-Niederlage in Darmstadt auf sechs Positionen: Bentaleb, Höwedes, Kolasinac, Nastasic, Riether und Stambouli spielen anstelle von Aogo, Avdijaj, Badstuber, Geis, Kehrer und Coke. Verglichen mit dem Hinspiel sind es drei Änderungen: Kolasinac, Riether und Stambouli ersetzen Aogo, Kehrer und Schöpf.

Bosz tauscht sein Personal nach dem 5:1 gegen Heerenveen zweimal: Kluivert und Traore stehen statt Dolberg und Nere auf dem Platz. Auch im Vergleich zum Hinspiel sind es zwei Änderungen: De Ligt und Schöne spielen anstelle von Sinkgraven und van de Beek.

1.: Nach wenigen Sekunden haben die Schalker ihre erste Großchance. Meyer schickt Kolasinac auf den linken Flügel. Der flankt an den Elfmeterpunkt. Dort nimmt Goretzka den Ball aus vollem Lauf halbhoch volley und setzt ihn einen Meter neben das Tor.

3.: Burgstaller legt am Sechzehner für Meyer ab. Der schlenzt mit rechts aufs Tor - das Leder prallt gegen den rechten Außenpfosten.

24.: Eine Ajax-Ecke von links landet am langen Pfosten bei Viergever, der artistisch zum Fallrückzieher ansetzt. Zwar trifft er den Ball gut, doch er kann ihn nicht richtig platzieren und trifft Fährmann.

47.: Aus 21 Metern halblinker Position zirkelt Schöne einen Freistoß über die Mauer in Richtung linkes Eck. Fährmann ist blitzschnell unten und wehrt ab.

53., 1:0, Goretzka: Am eigenen Sechzehner gewinnt Goretzka den Ball und zieht das Tempo an. In der gegnerischen Hälfte angekommen, bedient er Burgstaller. Dieser geht zwei Schritte und spielt Goretzka das Ding wieder in den Lauf, der rechts in den Sechzehner geht und aufs lange Eck abzieht. Onana ist noch dran, kann den Einschlag aber nicht verhindern.

56., 2:0, Burgstaller: Der Doppelschlag! Meyer schickt Kolasinac auf den linken Flügel. Der zieht zur Grundlinie und passt aus vollem Lauf zurück an den Elfmeterpunkt. Dort täuscht der mitgelaufene Höwedes einen Schuss an, lässt aber durch und Burgstaller zieht direkt mit links ab. Keine Chance für Onana, rechts unten zappelt der Ball im Netz.

57.: Auf der Gegenseite hat Ajax die große Chance. Ziyech zieht von der Sechzehnerlinie aus zentraler Position ab, doch Fährmann reagiert glänzend und schafft es, das Leder zur Ecke abzuwehren.

63.: Aus dem rechten Halbfeld schlägt Meyer einen Freistoß auf den Elfmeterpunkt, wo Höwedes völlig unbedrängt zum Kopfball kommt, die Kugel aber nur um einige Zentimeter neben den linken Pfosten drückt.

80., Gelb-Rote Karte, Veltman: Bentaleb nimmt an der rechten Seitenlinie Tempo auf, legt den Ball an Veltman vorbei und will ihn umkurven. Der Ajax-Verteidiger stellt den Körper rein. Klare Sache, berechtigter Platzverweis.

90.+4: Caligiuri nimmt einen weiten Ball noch vor der Grundlinie herunter und passt flach in den Rückraum. Höwedes zieht direkt ab, doch Onana ist unten und macht das Leder im Nachfassen fest.

101., 3:0, Caligiuri: Mit dem Rücken zum Tor behauptet Burgstaller den Ball und schickt Kolasinac auf die Grundlinie. Dieser chippt das Leder aus vollem Lauf an den Fünfer. Caligiuri setzt sich im Kopfballduell gegen einen miserabel verteidigenden Viergever durch und köpft neben den rechten Pfosten ins Netz.

110.: Sanchez zieht aus der zweiten Reihe aufs linke untere Eck ab. Wieder reagiert Fährmann weltklasse und wehrt den Schuss noch ab.

110., 3:1, Viergever: Unfassbar! Tete löffelt den Ball an den Fünfer. Nastasiv versucht, ihn wegzudreschen, doch er schießt Viergever an und der Ball schlägt unter der Latte ein.

120., 3:2, Younes: Beim Zuspiel auf Younes hebt Nastasic das Abseits auf. Der ehemalige Gladbacher nimmt den Ball an, umkurvt seinen Bewacher und schließt aus 14 Metern ins kurze Eck ab. Keine Chance für Fährmann.

Fazit: Schalke kämpfte sich mit einer leidenschaftlichen Leistung in die Verlängerung, in der jedoch das Quäntchen Glück fehlte. Ajax verdiente sich mit einem mutigen Auftritt in Unterzahl unter dem Strich aber das Weiterkommen.

Der Star des Spiels: Guido Burgstaller. Bereitete den ersten Treffer mit einem perfekt getimten Pass vor, erzielte den zweiten selbst und leitete den dritten mit dem Pass auf Kolasinac ein. Gab die meisten Torschüsse der Schalke und legte die meisten auf, setzt darüber hinaus seinen Körper immer wieder gewinnbringend ein.

Der Flop des Spiels: Matija Nastasic. Gewann als Innenverteidiger nur 42 Prozent seiner Zweikämpfe und zeigte immer wieder Probleme beim Stellungsspiel. Sein missglückter Klärungsversuch beim 1:3 war unter dem Strich der spielentscheidende Aussetzer. Später hob er beim 2:3 auch noch das Abseits auf.

Der Schiedsrichter: Ovidiu Hategan. Fehlerfreie Partie des Unparteiischen. Ließ im ersten Durchgang angenehm viele Situationen laufen, lag in der Folge mit seinen persönlichen Strafen richtig. Einzig bei Viergevers übermotivierter Grätsche in 90. Minute hätte man auch über Rot diskutieren können.

Das fiel auf:

  • Schalke hatte sich sichtlich etwas vorgenommen, begann sehr engagiert und mit hohem Aufwand. Die Königsblauen störten den Spielaufbau der Gäste durch hohes Pressing und schalteten schnell um. So kamen sie bereits in den ersten Minuten zu zwei guten Gelegenheiten.
  • Ajax schaffte es nach den wilden Anfangsminuten, die Partie etwas zu beruhigen. Immer wenn es gelang, die Schalker Pressinglinie zu überspielen, wurde es gefährlich. Im 4-3-3 agierten Klaassen und Schöne meist als Doppelsechs vor der Abwehr, während Ziyech weiter nach vorne schob. So entstand ein 4-2-3-1.
  • Im Laufe der ersten Halbzeit verlor Schalke die Passsicherheit und spielte zahlreiche Fehlpässe. Infolgedessen übernahm Ajax die Initiative, ohne jedoch zwingend aufs Tor zu spielen und sich dabei defensiv zu entblößen.
  • Der Doppelschlag der Hausherren weckte auch das Publikum auf und verwandelte die Arena in einen Hexenkessel. In den Folgeminuten wirkte die junge Gästemannschaft zunächst beeindruckt. Schalke war fortan die tonangebende Mannschaft und drückte auf den dritten Treffer.
  • Nach dem 3:0 probierte Ajax trotz Unterzahl noch einmal alles, zunächst hielt Fährmann in Weltklasse-Manier gegen Sanchez, dann wurden die Niederländer allerdings doch noch belohnt.

Schalke - Ajax: Die Daten zum Spiel

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