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BVB-Kapitän Mats Hummels im Interview

"Ich dachte, wir holen das Ding"

Freitag, 15.04.2016 | 09:20 Uhr
Mats Hummels musste mit Borussia Dortmund das Aus gegen den FC Liverpool hinnehmen
© getty
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Borussia Dortmund ist nach einem unglaublich intensiven Spiel beim FC Liverpool in letzter Minute aus der Europa League ausgeschieden. Im Anschluss an die Partie sprach Mats Hummels zu den Journalisten. Der BVB-Kapitän über den Dortmunder Einbruch nach der 3:1-Führung, seine Ansprache auf dem Spielfeld und das Maß an Enttäuschung.

Frage: Herr Hummels, eine denkwürdige Partie ist beendet, der BVB ist in letzter Minute aus der Europa League ausgeschieden. Wie fällt Ihr Resümee aus?

Mats Hummels: Wir hätten das Spiel nach dem 3:1 so unter Kontrolle bringen müssen, dass einfach nichts mehr anbrennt. Das haben wir aber weder mit, noch gegen den Ball geschafft. Uns fehlte die nötige Konsequenz und Konzentration in Offensive wie Defensive. Liverpool hatte nicht alle zwei Minuten eine Torchance, sie haben aber gefühlt jeden Schuss auf das Tor reingemacht. Wir hatten defensiv überhaupt keinen Zugriff mehr. Das ist natürlich doof. Es war ein Spiel der Kategorie: Wir haben es verloren und nicht der Gegner gewonnen.

Frage: Wenn Sie sagen, die Konzentration habe gefehlt, heißt das dann, man fühlte sich nach der Führung zum 3:1 zu sicher?

Hummels: Das kann man wohl nicht ganz ausschließen. Wir haben mit dem 3:1 gedacht, dass das Ding durch ist. Nach dem 2:3 haben wir Schiss bekommen. Wir haben es hergeschenkt. Wir haben uns sicherlich von der Stimmung beeinflussen lassen.

Frage: Wäre es vielleicht besser gewesen, man hätte nach dem 3:1 einen Defensivspezialisten wie Sven Bender bringen und hinten noch mehr dicht machen müssen?

Hummels: Nein, das ist ein Denkfehler. Wir müssen einfach mit dem Ball das Spiel kontrollieren, uns auf jeder Position zeigen und hart in die Zweikämpfe gehen. Das haben wir leider eben nicht gemacht, wir waren nicht mehr aktiv genug.

Frage: Würden Sie es unterschreiben, dass Liverpool trotz der Rückstände einfach mental stärker war?

Hummels: Sie haben auf jeden Fall immer daran geglaubt. Es war auch eine unfassbare Kulisse. Als Liverpool-Fan muss das eine geile Angelegenheit gewesen sein. Da muss man dann dagegen halten, körperlich präsent sein und jeden Ball haben wollen. Das war bei uns gegen eine sehr gute Mannschaft mit hoher individueller Qualität nicht mehr der Fall.

Frage: Unmittelbar vor dem Gegentor zum 2:3 haben Sie im Strafraum mit Ihren Teamkollegen einen Kreis gebildet und eine kurze Ansprache gehalten. Worum ging es da?

Hummels: Ins Detail werde ich nicht gehen, aber es war etwas Taktisches und Systematisches. Wir haben uns da auf einen gemeinsamen Weg geeinigt, weil es zwischendurch ein kleines Missverständnis gab. Wir haben auf verschiedenen Positionen gedacht, wir würden unterschiedliche Systeme spielen. Das war nicht ganz optimal, aber am Ende nicht ausschlaggebend für das Ausscheiden. Die beiden letzten Gegentore hatten ja überhaupt nichts mit einem System zu tun.

Frage: Wenn Sie Hin- und Rückspiel zusammen betrachten, was waren dann letztlich die Gründe für dieses bittere Aus?

Hummels: Es war komplett selbstverschuldet. Das Hinspiel müssen wir auch schon anders gestalten. Danach wurde geschrieben, dass Liverpool überragend verteidigt hatte, dabei haben sie das gar nicht getan. Wir haben einfach nur viel zu wenig daraus gemacht. Es ist für uns alle und jeden Dortmunder eine riesige Enttäuschung. Es war der am meisten realistische Titel in dieser Saison. Ich muss zugeben: ich dachte, wir holen das Ding. Daher ist das jetzt auf jeden Fall ein herber Rückschlag.

Alles zur Partie zwischen Dortmund und Liverpool

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