Donnerstag, 05.05.2016
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Europa League, Halbfinale

Liverpool siegt - und trifft auf Sevilla

Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat der FC Liverpool gegen den FC Villarreal das 0:1 aus dem Hinspiel gedreht. Von Beginn an waren die Reds dominant, zehn Minuten vor Schluss fiel dann die Entscheidung. Auch der FC Sevilla gab sich keine Blöße und zeigte Schachtjor Donezk die Grenzen auf.

Das Rückspiel zwischen Liverpool und Villarreal war eine klare Sache
© getty
Das Rückspiel zwischen Liverpool und Villarreal war eine klare Sache

FC Liverpool - FC Villarreal 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Bruno Soriano (7., ET), 2:0 Sturridge (63.), 3:0 Lallana (81.)

Gelb-Rote Karte: Victor Ruiz (Villarreal, 71.)

Villarreal hatte durch Mario (4.) und Jonathan dos Santos (5.) zwar die ersten Gelegenheiten, allerdings war es der FC Liverpool, der früh in Führung ging: Eine flache Hereingabe von Clyne rutschte durch an den zweiten Pfosten, von wo aus Firmino erneut in die Mitte gab. Dort unterlief Bruno Soriano, bedrängt von Sturridge, aus kurzer Distanz ein bitteres Eigentor (7.).

Die Reds nahmen den Schwung des frühen Tores gut mit, kurz darauf hätte Lallana beinahe das 2:0 besorgt (13.). Die Gäste aus Spanien agierten derweil äußerst passiv und sahen sich einem Reds-Angriff nach dem anderen ausgesetzt. Dabei ergaben sich immer wieder Torgelegenheiten für die Hausherren, die allerdings bis zur Pause nichts Zählbares mehr einbrachten.

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Auch nach Wiederanpfiff war Liverpool sofort wieder das dominierende Team, Coutinho verpasste nach schöner Einzelleistung den zweiten Treffer gegen Gäste-Keeper Areola (48.). Das Geschehen spielte sich weiterhin vornehmlich in der Hälfte der Gäste ab, die nur sporadisch mal einen Hauch von Torgefahr versprühten.

Die Quittung für ihren farblosen Auftritt erhielten die Spanier nach rund einer Stunde: Firmino steckte von der Strafraumgrenze durch zu Sturridge, der allein vor Areola die Nerven behielt und zum 2:0 einschob (63.). Die Gelb-Rote Karte für Villarreals Victor Ruiz (71.) glich einer Vorentscheidung, spätestens mit Lallanas Tor zum 3:0-Endstand nach überragender Vorarbeit von Firmino war dann alles entschieden (81.). Liverpool steht damit im Endspiel von Basel, trifft dort am 18. Mai auf den FC Sevilla.

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Der Auftritt von Coach Klopp fiel nach dem Abpfiff entsprechend zufrieden aus: "Das war ein wundervoller Abend, ein brillantes Spiel meiner Mannschaft. Was für eine Leistung. In der ersten halben Stunde war es Emotion pur", sagte der Teammanager der Reds bei BT Sport.

Beim Finale rechnet Klopp mit einer riesigen Fan-Unterstützung. "Wir nehmen 50.000, 60.000, vielleicht 100.000 mit, wenn auch nicht ins Stadion. Basel ist aber eine schöne Stadt, ganz in der Nähe meiner Heimat", sagte Klopp.

FC Sevilla - Shaktar Donezk 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Gameiro (9.), 1:1 Eduardo (44.), 2:1 Gameiro (47.), 3:1 Mariano (59.)

Sevilla zeigte Donezk die Grenzen auf! Trotz des unerwarteten Ausgleichs vor der Halbzeitpause triumphierten die Spanier am Ende über erschreckend harmlose Ukrainer. Beide Teams begannen behäbig und wollten zu Beginn kein Risiko eingehen. Folgerichtig fiel das erste Tor für Sevilla unter freundlicher Mithilfe von Malyshev, dem als letzter Mann ein folgenschwerer Fehler unterlief. Gameiro (9.) hatte freie Bahn und überwand Pyatov im Tor der Ukrainer.

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In Folge machte Donezk auf, blieb offensiv aber ausgesprochen harmlos. Sevilla verteidigte clever, bekam die Räume, konnte sie aber wiederum nicht nutzen. Kurz vor der Halbzeitpause kam dann der Schock: Marlos bekam zu viel Platz und spielte einen wunderbaren Pass in die Schnittstelle auf Eduardo (44.), der überlegt einschob.

Sevilla kam trotz des späten Gegentreffers nicht verunsichert aus der Kabine - ganz im Gegenteil. Direkt nach Wiederanpfiff setzte Krychowiak Gameiro (47.) in Szene, der Pyatov umspielte und ins leere Tor traf. Die Spanier blieben gefährlich und konnten ihre Führung in Person von Mariano (59.) sogar wenig später ausbauen. Der Rechtsverteidiger fasste sich ein Herz und hämmerte die Kugel aus rund 25 Metern ins linke untere Eck.

In Folge gelang es Donezk, abgesehen von einer guten Kopfballchance durch Eduardo (72.), nicht nochmal gefährlich zu werden. Der Titelverteidiger brachte den Sieg sicher über die Zeit und kann sich so erneut über den Finaleinzug freuen.

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