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BVB in Porto ohne Probleme

Donnerstag, 25.02.2016 | 22:55 Uhr
Der BVB ist gegen den FC Porto in die nächste Runde eingezogen
© getty
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Borussia Dortmund hat das Rückspiel des Sechzehntelfinals der Europa League gegen den FC Porto dank eines Eigentors von Iker Casillas mit 1:0 (1:0) gewonnen. Damit steht der BVB im Achtelfinale.

Vor 32.000 Zuschauern im Estadio do Dragao unterlief Iker Casillas im ersten Durchgang ein Eigentor (23.). Allerdings stand Pierre-Emerick Aubameyang bei seinem Schuss im Abseits.

Da der BVB das Hinspiel mit 2:0 gewonnen hat, ziehen die Dortmunder in die nächste Runde ein.

Die Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund): "Wir sind mit unserer Leistung nicht zufrieden. Passspiel und Raumaufteilung waren mangelhaft. Wir haben nicht mit der Präzision gespielt, um unsere Möglichkeiten klarer herauszuspielen und zu Torchancen zu kommen. Es ist unheimlich viel Luft nach oben, deshalb bin ich mit der Leistung heute gar nicht zufrieden."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Nach dem 1:0-Erfolg in Leverkusen nimmt Thomas Tuchel fünf Änderungen vor: Ilkay Gündogan, Marco Reus, Shinji Kagawa, Marcel Schmelzer und Julian Weigl spielen für Moritz Leitner, Erik Durm (beide Bank), Lukasz Piszczek, Christian Pulisisc (beide nicht im Kader) und Sokratis (verletzt).

Sein Gegenüber Jose Peseiro wechselt im Vergleich zum 3:2-Heimsieg gegen Moreirense in der Liga sechs Mal: Ruben Neves, Silvestre Varela, Vincent Aboubakar, Moussa Marega, Jose Angel und Evandro spielen für Chidozie Awaziem (nicht im Kader), Yacine Brahimi, Hector Herrera, Jesus Corona, Andre Andre und Hyun Jun Suk (alle Bank).

23., 0:1, Casillas (ET): Gündogan hat im Zentrum viel Platz und spielt den Ball rechts auf Mkhitaryan, der sofort Reus bedient. Dessen Direktabnahme kann Casillas abwehren und auch an Aubameyangs Nachschuss ist er dran, der Ball trudelt aber über die Linie. Allerdings stand der Gabuner im Abseits.

40.: Evandro wird in zentraler Position nicht entscheidend attackiert und zieht in den Strafraum. Der Flachschuss zischt aber Zentimeter am Pfosten vorbei.

42.: Nochmal Porto! Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke segelt die nächste Hereingabe in den Dortmunder Strafraum, wo Varela locker Weigl überspringt und Bürki per Kopf zur Glanztat zwingt.

55.: Wieder eine gute Chance für den Gastgeber: Marega hat auf der rechten Seite viel Platz und bedient Aboubakar flach am Fünfer. Der Angreifer nimmt die Hereingabe mit der Hacke, aber Bürki ist auf dem Posten.

63.: Der Ball zappelt im Netz - das Tor zählt aber nicht! Mkhitaryan steckt von der Strafraumgrenze auf Aubameyang durch und der Angreifer trifft ins lange Eck, stand beim Zuspiel des Armeniers allerdings deutlich im Abseits.

79.: Mkhitaryan wird im Strafraum frei gespielt und will Kagawa bedienen. Layun fälscht den Ball gefährlich ab, aber Casillas pariert mit dem Fuß.

87.: Lattentreffer für Porto! Brahimi kommt am Stafraum frei zum Abschluss und knallt den Ball an die Querlatte.

90.: Pfosten auf der anderen Seite! Nach einer schönen Kombination ist Mkhitaryan in Schussposition und trifft mit links den Pfosten.

Fazit: Mit der Führung im Rücken begnügte sich der BVB damit, den Ball weit weg vom eigenen Strafraum zu halten. Insgesamt ein verdienter Sieg.

Der Star des Spiels: Henrikh Mkhitaryan. Der Armenier wirkte in der Entstehung der Führung entscheidend mit und war an mehr als der Hälfte der Dortmunder Torschüsse direkt beteiligt. Kurz vor Schluss trennten ihn nur Zentimeter von einem Torerfolg. Außerdem führte er die zweitmeisten Zweikämpfe seines Teams, wovon er bärenstarke 92 Prozent gewann. Außerdem stark: Roman Bürki.

Der Flop des Spiels: Vincent Aboubakar. Der Kameruner hatte gegen die BVB-Abwehr einen schweren Stand und verlor 86 Prozent seiner Zweikämpfe. Aboubakar hatte zudem die wenigsten Ballkontakte seines Teams - die Auswechslung in der 56. Minute war die logische Konsequenz.

Der Schiedsrichter: Mark Clattenburg (England). Der 40-Jährige war selten gefordert, allerdings unterlief ihm früh eine folgenschwere Fehlentscheidung, denn Aubameyang stand bei Casillas' Eigentor im Abseits. Ließ in der 60. Minute Gnade walten, als er Sahin für dessen Einsteigen nur Gelb zeigte.

Das fiel auf:

  • Porto startete die Aufholjagd durchaus mutig und attackierte den BVB tief in dessen Hälfte. Phasenweise spielten die Portugiesen gegen Dortmunds Verteidiger sogar Mann gegen Mann. Da sich der Bundesligist - nach anfänglichen Schwierigkeiten - zumeist aus dieser Umklammerung befreite, ließ sich der Gastgeber tief fallen und verteidigte oft mit einer Fünferkette.
  • Im ersten Durchgang war Porto stets darum bemüht, die Räume eng zu machen. Zu diesem Zweck drängten sie das Dortmunder Spiel auf die Flügel, um dort mit möglichst vielen Akteuren nachzuschieben.
  • Tuchel schickte sein Team im altbekannten 4-2-3-1 auf den Rasen, wobei sich Schmelzer bei eigenem Ballbesitz weit nach vorne schob. Es ergab sich in der Defensive eine Dreierkette, die für die Spieleröffnung des BVB zuständig war. Nach der Führung agierten die Gäste geduldig und warteten auf Lücken in Portos Verbund. Ergab sich die Chance, wurden die schnellen Angreifer mit langen Bällen gesucht.
  • Bei gegnerischem Ballbesitz betrieb der BVB hohes Pressing und hielt das Geschehen so weit vom eigenen Strafraum weg.

FC Porto - Borussia Dortmund

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