Donnerstag, 26.02.2015
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Europa League, Zwischenrunde: Rückspiele

Skandalspiel in Rotterdam!

Zwischen Rotterdam und Rom passierte erneut Skandalöses: Rote Karten, Unterbrechungen und ein rassistischer Vorfall. Am Ende setzte sich die Roma dank des verunglimpften Gervinho durch. Florenz siegte, Mario Gomez traf gegen Tottenham. Der FC Liverpool muss im Elfmeterschießen gegen Besiktas die Segel streichen. Salzburg zahlt gegen Villarreal Lehrgeld und ist ebenso ausgeschieden wie Celtic Glasgow, das in Unterzahl bei Inter Mailand verlor.

Die Roma gewann unter mehr als widrigen Bedingungen in Rotterdam und ist weiter
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Die Roma gewann unter mehr als widrigen Bedingungen in Rotterdam und ist weiter

Feyenoord Rotterdam - AS Rom 1:2 (0:1), Hinspiel 1:1

Tore: 0:1 Ljajic (45.+1.), 1:1 Manu (57.), 1:2 Gervinho (60.)

Rote Karten: te Vrede (54., Tätlichkeit /Rotterdam), Mulder (59., unsportliches Verhalten auf der Bank/Rotterdam)

Skandalspiel in Rotterdam! Eine Woche nach den Ausschreitungen im Hinspiel kam es auch im Vorfeld des Rückspiels zu Randalen in niederländischen Hafenstadt. Nach ersten Informationen sind vier italienische Fans festgenommen worden, von 83 weiteren wurden die Personalien aufgenommen. Sie wurden einige Stunden bei der Polizei verhört und dann von den Ordnungskräften ins Stadion eskortiert.

Das hässliche Bild setzte sich im Stadion fort. Im Laufe der ersten Halbzeit bewarfen Feyenoord-Chaoten den Römer Gervinho mit einer aufblasbaren Banane.

Die Römer ließen sich von den Nebengeräuschen allerdings nicht beeinflussen, legten im Stadion de Kuip munter los und waren von Beginn an das bessere Team. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten die Italiener ihre Überlegenheit dann auch in etwas Zählbares ummünzen: Der erste Versuch einer Flanke wurde zunächst von Rotterdam geblockt, doch im zweiten Anlauf schnibbelte Vasilis Torosidis die Kugel auf den langen Pfosten, wo Adem Ljaijc mit Tempo einlief und den Ball mit links volley ins Tor schob.

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Doch nachdem Rotterdams Mitchell te Vrede den Platz wegen einer Tätlichkeit verlassen musste, kochten die Emotionen im Stadion wieder hoch. Der Schiedsrichter schickte beide Teams in die Kabine, es kam zu einer knapp 18-minütigen Unterbrechung.

Danach wurde es vogelwild: Es schien, als hätten sich die Italiener durch die unfreiwillige Pause verunsichern lassen, quasi nach Wiederbeginn kassierten sie den Ausgleich durch Elvis Manu (57.).

Allerdings hielt die Freude der Heimfans nicht lange: Der unsäglich verspottete Gervinho gab fast postwendend die sportliche Antwort durch die erneute Führung der Gäste (60.). Feyenoord versuchte in der Schlussphase nochmal alles, doch die Roma verteidigte das Ergebnis aufopferungsvoll.

Besiktas - FC Liverpool 6:4 n.E. (1:0, 0:0), Hinspiel: 0:1

Tor: 1:0 Arslan (72.)

Elfmeterschießen: 2:0 Ba, 2:1 Lambert, 3:1 Töre, 3:2 Lallana, 4:2 Kavlak, 4:3 Can, 5:3 Hutchinson, 5:4 Allen, 6:4 Arslan, Lovren verschießt

Zwei unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer in Istanbul. Im ersten Abschnitt war Liverpool das aktivere Team und brachte offensiv mehr zustande. Allerdings vergaben Sterling, Sturridge und Moreno die besten Einschussmöglichkeiten für die Reds. Von Besiktas kam nur wenig, einzig Ex-Bundesligaspieler Sahan versuchte sich mit einem Schuss aus der Distanz.

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FEYENOORD ROTTERDAM - AS ROM 1:2: Wie schon beim Hinspiel kam es im Vorfeld zu Ausschreitungen
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Die Römer gingen durch Ljajic mit 1:0 in Führung
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Nach der Pause wurden die Hausherren dann aber deutlich stärker und drängten auf die Führung. Der Truppe von Slaven Bilic fehlte zunächst jedoch die Präzision beim letzten Ball, so dass die Offensivaktionen trotz des Mehr an Ballbesitz nicht in Zählbares gemünzt werden konnten.

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Das gelang in der 72. Minute: Töre zog am linken Flügel an und Richtung Mitte, Ba legte per Absatzkick an die Strafraumkante zu Arslan und der traf sehenswert mit einem Linksschuss ins linke Eck. Von den Gästen kam rein gar nichts mehr, vielmehr hatte Liverpool Glück, dass Ba in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz nur die Querlatte traf.

In der Verlängerung blieb Besiktas die überlegene Mannschaft, die Engländer verteidigten nur noch. Letztlich ging es im Olympiastadion ins Elfmeterschießen - neun Jahre nach dem CL-Finale 2005, das Liverpool an selber Stelle gewann. Dort verwandelten alle Akteure souverän, bis Liverpools Lovren seinen Versuch deutlich über die Latte setzte.

AC Florenz - Tottenham Hotspur 2:0 (0:0), Hinspiel: 1:1

Tore: 1:0 Gomez (54.), 2:0 Salah (71.)

Die zweite Halbzeit war keine zehn Minuten alt, da machte sich Mario Gomez auf, zum Helden des Abends zu werden. Florenz konterte im heimischen Stadio Artemio Franchi, Milan Badelj spielte einen herrlichen Pass in den Lauf des deutschen Stürmers, der aus zwölf Metern Hugo Lloris keine Chance ließ und eiskalt verwandelte.

Dabei war Tottenham in den ersten 45 Minuten die etwas bessere Mannschaft, ohne aber ganz dicke Möglichkeiten herauszuspielen. Florenz verteidigte geschickt. Den Italienern war natürlich klar: Selbst ein 0:0 würde nach dem auswärts erzielten Tor reichen.

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Nach dem Treffer von Gomez warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne. Doch die Angriffsbemühungen der Londoner waren ideenlos. Florenz stand sicher, lauerte auf weitere Konter - und entschied die Partie. Mohamed Salah nutzte nach schönem Doppelpass mit Gomez einen dicken Patzer von Tottenhams Abwehr und sorgte für die Entscheidung.

Red Bull Salzburg - FC Villarreal 1:3 (1:1), Hinspiel: 1:2

Tore: 1:0 Djuricin (18.), 1:1 Vietto (33.), 1:2 Vietto (76.), 1:3 G. Dos Santos (79.)

Salzburg musste nach der Niederlage im Hinspiel kommen. Das Team von Adi Hütter bemühte sich direkt um Spielkontrolle und versuchte, die tief stehenden Spanier bei jeder Gelegenheit zu attackieren. Bereits in der 18. Minute wurde diese Aggressivität belohnt: Ein zunächst abgeblockter Schuss landete bei Marko Djuricin, der den Ball von der Strafraumgrenze aus überlegt im Eck platzierte - Villarreal-Keeper Asenjo sah den Ball erst spät und war machtlos.

RB versuchte sofort nachzulegen, doch es waren die Gäste, die mit einer ihrer ersten Offensivaktionen überhaupt den nächsten Treffer erzielten. Jonathan Dos Santos zirkelte einen mustergültigen Freistoß aus dem Halbfeld Richtung Luciano Vietto, der kaum gedeckt wurde und per Kopf seinen 5. Saisontreffer erzielte. Der Ausgleich spielte den Spaniern natürlich in die Karten, da RB jetzt am Zug war. Villarreal zog sich prompt wieder zurück, ließ den Gegner kommen und konzentrierte sich darauf, gelegentliche Nadelstiche zu setzen.

Die Taktik sollte aufgehen - denn das Anrennen der Salzburger führte zu nichts, während Villarreal wesentlich besser mit seinen Chancen umging. In der 76. Minute schüttelte Gio Dos Santos an der Mittellinie den letzten Verteidiger ab und musste vor Keeper nur Gulacsi nur noch auf Vietto querlegen. Nur drei Minuten später sorgte der erst in der 69. Minute eingewechselte Stürmer dann selbst in ähnlicher Situation für die Entscheidung.

Inter Mailand - Celtic Glasgow 1:0 (0:0), Hinspiel 3:3

Tor: 1:0 Guarin (88.)

Gelb-Rote Karte: van Dijk (36., grobes Foulspiel/Celtic)

Nach dem spektakulären 3:3-Showdown im Hinspiel bekamen die Tifosi im San Siro ein weniger aufregendes Match zu sehen. Die Gäste aus Schottland begannen zwar in gewohnt kämpferischer Manier, zwei zu harte Tacklings von Virgil van Dijk in der ersten Hälfte brachen dem Team von Coach Ronny Deila jedoch das Genick.

In der 37. Minute erwischte der bereits verwarnte Niederländer Mauro Icardi nach einer Gelben Karte, woraufhin dieser das Geschenk dankend annahm und Schiedsrichter Ivan Kruzliak mit einer kleinen schauspielerischen Einlage überhaupt keine Wahl mehr ließ - van Dijk sah die Gelb-Rote Karte, die Mission "Auswärtstor" verkam zur Mission Impossible.

Dabei hatten die Gäste durchaus stark begonnen. In der neunten Minute vergab Gary Mackay-Steven die erste große Chance des Spiels, sechs Minuten später hatten die Mailänder etwas Glück, dass ein Tackling von Davide Santon an Stuart Armstrong im Sechzehner keinen Elfmeter nach sich zog.

In Unterzahl konnte Celtic den anfänglichen Druck jedoch nicht aufrecht erhalten. Zunächst verhinderte Craig Gordon mit einigen Glanzparaden zwar noch den Rückstand, in der 88. Minute sorgte Fredy Guarin per Sonntagsschuss in den linken oberen Knick jedoch für die Entscheidung.

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