Fussball

Peter Stöger nach BVB-Aus in der Europa League gegen Salzburg mit Brandrede

Von SPOX
Peter Stöger und Borussia Dortmund schieden gegen den FC Salzburg aus

BVB-Trainer Peter Stöger zeigte sich nach dem 0:0-Unentschieden im Rückspiel des Achtelfinals der Europa League gegen den FC Salzburg stocksauer. Er kritisierte nicht nur Mario Götze sondern nahm sich das gesamte Team zur Brust.

Torlos aber vor allem fast chancenlos schied der BVB am Donnerstagabend in Salzburg aus. Dementsprechend angefressen war im Anschluss Trainer Stöger: "Die erste Halbzeit war richtig schlecht. [...] Wir waren einfach zu behäbig, da braucht man sich nicht wundern, wenn man zu keiner Chance kommt. Salzburg ist nach zwei Spielen verdient weiter."

Schon in der Halbzeit wechselte der Österreicher deshalb doppelt. Marco Reus, angeschlagen, blieb ebenso in der Kabine wie Mario Götze. "Mit Mario war ich überhaupt nicht zufrieden", erklärte Stöger.

Dortmunds Götze konnte Vorgaben nicht umsetzen

Der Nationalspieler habe die taktischen Vorgaben nicht umsetzen können: "Positionen anzuspielen, Bälle in die Tiefe zu spielen, Laufwege zu machen hinter die Kette. Das ist ja tatsächlich überhaupt nicht passiert."

Der Trainer merkte an: "Wenn es eben nicht spielerisch geht, muss ein anderer Plan her. Den haben wir ausgepackt und dann hatte ich zumindest das Gefühl, da sind elf Spieler auf dem Platz, die versuchen das Spiel zu gewinnen. Das hatte ich so im ersten Durchgang gar nicht."

Letztlich war Stöger aber nicht nur mit Götze unzufrieden. Er bemängelte im Abschluss das Auftreten der gesamten Mannschaft: "Wenn du mit dem Selbstverständnis in so ein Spiel reingehst und glaubst, dass auf dieser Wiese Hacke und Spitze geht, und du nimmst den Kampf, die Arbeit nicht an. Dann kannst du nicht im Europapokal gewinnen."

BVB: Spieler nehmen den Kampf nicht an

Stöger machte deutlich, warum der BVB in dieser Saison den Ansprüchen nicht gerecht wird. "Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Erstens du spielst die vorhandene spielerische Qualität aus, dann muss aber die Pass-Sicherheit stimmen und die Situationen müssen zu Ende gespielt werden."

"Und wenn das nicht funktioniert, dann die zweite Möglichkeit: Über Fleiß, über Laufarbeit und Zweikämpfe das abzudecken. Der erste Bereich wurde heute nicht erfüllt, und der zweite nicht angenommen", schloss er seine Brandrede.

Europa League: Achtelfinal-Rückspiele

PaarungRückspielHinspiel
Lokomotive Moskau - Atletico Madrid1:5 0:3
Athletic Bilbao - Olympique Marseille1:21:3
Dynamo Kiew - Lazio Rom0:22:2
Viktoria Pilsen - Sporting CP2:1 n.V.0:2
Zenit - RB Leipzig1:11:2
FC Arsenal - Milan3:12:0
Olympique Lyon - ZSKA Moskau2:31:0
RB Salzburg - Borussia Dortmund0:02:1
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