Donnerstag, 27.11.2014

FC Everton: Im Schatten der Investorenklubs

Zwischen Pie-Shops & Kirchenglocken

Der FC Everton galt einst als Pionierverein und feierte frühe Erfolge, was ihn zu einem der größten Klubs in England macht. Der göttliche Beistand hat den ursprünglichen Kirchenklub aber schon lange verlassen - neben einem angehäuften Schuldenberg kam man in England zuletzt nicht über den Best-of-the-Rest-Status hinaus. Der Trend ist vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (19 Uhr im LIVE-TICKER) allerdings positiv.

Die Goodison Road in Liverpool: "Home of the Blues" - Heimat des Everton FC
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Die Goodison Road in Liverpool: "Home of the Blues" - Heimat des Everton FC

Frühe Meisterschaften, ein innovatives Stadion und Wegbereiter für den heutigen Vereinsfußball - während Klubs wie der FC Liverpool, Chelsea oder Manchester United noch gar nicht geboren waren, jubelte man bei Everton schon über den ersten englischen Meistertitel im Jahr 1891.

Dabei begann alles mehr oder weniger als Notlösung. Um in der St. Domingo Church zu Liverpool die Cricket-freie Zeit im Winter 1878 zu überbrücken, rief der damalige Pastor Ben Swift Chambers kurzerhand einen Fußballklub ins Leben. Von dort an war der rasante Aufstieg nicht mehr aufzuhalten.

Über den Umweg Anfield ging es nach der ersten Meisterschaft in den Goodison Park, der mit der ersten umfassenden Doppeldecker-Tribüne und 70 Jahre später mit der ersten Rasenheizung im Mutterland des Fußballs neue Maßstäbe setzte.

Der damalige Schatz an Reichtümern ist dem Klub mittlerweile aber auch zum Verhängnis geworden, die letzte von neun Meisterschaften datiert aus dem Jahr 1987 - die goldenen Zeiten der 30er-, 60er- und 80er-Jahre sind schon lange passé.

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Platz zwei in der ewigen Tabelle

Die Entwicklung stagnierte und obwohl der Verein in der ewigen englischen Tabelle noch heute weit vor Arsenal, United oder Chelsea liegt und die meisten Partien in der höchsten Spielklasse bestritten hat, kam man in den letzten Jahren an den Big Four - wobei Liverpool bisweilen von Manchester City abgelöst wurde - nicht mehr vorbei.

Es wirkt so, als hätten die Toffees die besten Zeiten lange hinter sich, ihre Seele dafür aber behalten. Denn während die Klubs aus London oder Manchester mit Investorengeldern vollgepumpt werden und sich wie die Marionetten ihrer Gönner auf der Spielwiese Premier League um das dickste Stück vom Kuchen streiten, arbeitet man bei Everton beharrlich seinen angehäuften Schuldenberg ab und kommt am Ende der Saison lediglich zu den übrig gebliebenen Krümeln.

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Präsident Bill Kenwright und Ex-Trainer David Moyes haben den Klub in den letzten zehn Jahren vom Abstiegskandidaten zum Top-8-Klub geführt - rein sportlich stimmt es also, doch für ganz oben fehlt nunmehr einfach das nötige Kleingeld. Die Suche nach einem Investor läuft, gestaltet sich aber aus mehreren Gründen als schwierig.

Zur Tradition gezwungen

Der Goodison Park gilt als veraltet und ist nur wenig attraktiv für Corporate-Projekte, wobei er aufgrund der dichten Wohnlage und der angrenzenden Kirche auch nur schwer ausgebaut oder modernisiert werden kann.

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Tradition und Idylle bremsen den finanziellen Fortschritt - das beweisen alleine die Einnahmen von circa 950.000 Euro pro Heimspiel, womit im Vergleich zu den großen Kontrahenten über die Saison gesehen 20 bis 55 Millionen Euro alleine an Zuschauergeldern fehlen.

Da ist es auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, dass dieser Wert in der vergangenen Saison um gute zwei Millionen Euro gesteigert werden konnte. Ein neues und modernes Stadion muss her, und zwar dringend. Die Pläne für einen Neubau in Walton Hall Park sind in der heißen Phase, noch ist aber keine Entscheidung gefallen.

Nachhaltigkeit statt schnellem Erfolg

Für einen möglichen Investor gilt es somit vor allem dem in die Jahre gekommenen Grundgerüst neues Leben einzuhauchen und die noch vorhandenen Schulden von 35 Millionen Euro zu tilgen, ehe die großen Stars verpflichtet werden können. Der Durchschnittsscheich ist allerdings nicht dafür bekannt, Unmengen an Kapital in einen Verein zu stecken, um zunächst zwischen Pie-Shops und Kirchenglockengebimmel sitzend zuzusehen, wie am Ende doch wieder die anderen gewinnen.

Zumal da die stolzen Toffeemen auch gewisse Ansprüche haben und sich nicht zum Spielball der Großen und Reichen machen lassen wollen. Das Beispiel Leeds United zeigt, wie schnell der Abstieg nach einem zugedrehten Geldhahn vom Halbfinale der Champions League in die Drittklassigkeit erfolgen kann.

Eine gewisse Identifikation mit dem Verein ist die Grundvoraussetzung, der Klub muss nachhaltig ganz nach oben geführt werden. In Anbetracht der Schnelllebigkeit und des ungemeinen Wettbewerbs im Fußball der heutigen Zeit aber fast ein unmögliches Unterfangen.

Jugend forscht - die Mischung stimmt

Immerhin schlossen die Blues das abgelaufene Geschäftsjahr dank eines neuen TV-Deals mit einem Rekordgewinn von über 35 Millionen Euro ab. Da kann man sich nebenbei schon mal einen Romelu Lukaku für eine Rekordablöse gönnen. Auf der anderen Seite müssen dafür auch immer wieder Stars wie Marouane Fellaini, Jack Rodwell oder Mikel Arteta gehen, um die Bilanz aufrecht zu erhalten.

Der Klub wirtschaftet mittlerweile weitestgehend solide, wobei der Jugendarbeit eine umso größere Bedeutung zukommt. Und diese kann sich mit Spielern wie Joey Barton, Richard Dunne oder Wayne Rooney in den letzten Jahren durchaus sehen lassen.

Trainer Roberto Martinez führt das familiäre Miteinander seines Vorgängers Moyes weiter, wobei das Mannschaftsgefüge mit Altstars wie Samuel Eto'o, Gareth Barry oder Leon Osman und Nachwuchsleuten wie John Stones, Ross Barkley oder eben Lukaku in sich stimmig ist.

FC Everton: Ein Porträt in Bildern
Die Everton-Legende schlechthin! Dixie Dean (l.) erzielte zwischen 1925-1938 383 Treffer in 433 Partien für die Toffees
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Die Everton-Legende schlechthin! Dixie Dean (l.) erzielte zwischen 1925-1938 383 Treffer in 433 Partien für die Toffees
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Einer der Besten Englands im Duell gegen die Liverpooler Blues: Manchster Uniteds George Best (r.) im Jahr 1968
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Einer der Besten Englands im Duell gegen die Liverpooler Blues: Manchster Uniteds George Best (r.) im Jahr 1968
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Howard Kendall, in den 60ern als Spieler aktiv, feierte als Trainer mit den Toffees unter anderem zwei englische Meisterschaften und den Europapokal der Pokalsieger
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Howard Kendall, in den 60ern als Spieler aktiv, feierte als Trainer mit den Toffees unter anderem zwei englische Meisterschaften und den Europapokal der Pokalsieger
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Das Merseyside-Derby zwischen Liverpool und Everton war auch schon in den 70ern ein hitziges Duell
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Das Merseyside-Derby zwischen Liverpool und Everton war auch schon in den 70ern ein hitziges Duell
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Liverpools David Fairclough wird im Derby weggegräscht
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Liverpools David Fairclough wird im Derby weggegräscht
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Peter Reid war einer der besten Evertonians in den glorreichen 80er Jahren
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Der erste von acht Titeln Ende der 80er: Die Toffees beim FA-Cup-Erfolg 1984
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Der erste von acht Titeln Ende der 80er: Die Toffees beim FA-Cup-Erfolg 1984
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Gute Laune auf dem Platz nach dem Final-Erfolg gegen den FC Watford
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Gute Laune auf dem Platz nach dem Final-Erfolg gegen den FC Watford
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John Bailey feiert den Titelgewinn auf seine eigene schräge Art und Weise
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John Bailey feiert den Titelgewinn auf seine eigene schräge Art und Weise
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Ein weiterer Höhepunkt der Vereinsgeschichte: Das Finale im Pokal der Pokalsieger 1985 gegen Rapid Wien. Kevin Ratcliffe (r.) und Hannes Krankl beim Wimpelaustausch
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Ein weiterer Höhepunkt der Vereinsgeschichte: Das Finale im Pokal der Pokalsieger 1985 gegen Rapid Wien. Kevin Ratcliffe (r.) und Hannes Krankl beim Wimpelaustausch
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Andy Gray beim Torjubel: Everton gewinnt gegen die Österreicher am Ende mit 3:1
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Andy Gray beim Torjubel: Everton gewinnt gegen die Österreicher am Ende mit 3:1
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Die Kicker lassen sich nach dem Sieg gegen Rapid von den Fotografen ablichten
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Die Kicker lassen sich nach dem Sieg gegen Rapid von den Fotografen ablichten
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1989 zogen die Toffees in einem legendären Match gegen im FA-Cup-Finale gegen den FC Liverpool im Wembley-Stadion mit 2:3 den Kürzeren
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1989 zogen die Toffees in einem legendären Match gegen im FA-Cup-Finale gegen den FC Liverpool im Wembley-Stadion mit 2:3 den Kürzeren
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In den 90ern waren solche Bilder seltener zu bestaunen: Exzessiver Jubel bei den Toffees nach einem Treffer gegen Wimbledon
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In den 90ern waren solche Bilder seltener zu bestaunen: Exzessiver Jubel bei den Toffees nach einem Treffer gegen Wimbledon
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Szene aus dem FA-Cup-Sieg 1995 gegen Manchester United: Die Toffees schlagen die Red Devils mit 1:0
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Szene aus dem FA-Cup-Sieg 1995 gegen Manchester United: Die Toffees schlagen die Red Devils mit 1:0
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Es war der letzte große Erfolg bis dato: Paul Rideout stemmt die FA-Cup-Trophäe in die Höhe
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Es war der letzte große Erfolg bis dato: Paul Rideout stemmt die FA-Cup-Trophäe in die Höhe
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Großer Jubel bei den Akteuren nach dem Triumph gegen die Red Devils
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Großer Jubel bei den Akteuren nach dem Triumph gegen die Red Devils
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Großer Name ohne die großen Erfolge: Walter Smith coachte die Liverpooler zwischen 1998 und 2002 - und blieb ohne Titel
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Ein weitere bekannter Name, dieses Mal im Trikot des FC Everton: Olivier Dacourt (r.)
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Ein weitere bekannter Name, dieses Mal im Trikot des FC Everton: Olivier Dacourt (r.)
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Eine der Kultkicker der Toffees: Thomas Gravesen. Der Däne war unter anderem auch für den Hamburger SV und Real Madrid aktiv
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Eine der Kultkicker der Toffees: Thomas Gravesen. Der Däne war unter anderem auch für den Hamburger SV und Real Madrid aktiv
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In Liverpool nahm eine große Karriere seinen Anfang: Wayne Rooney kam aus der Jugend des FC Everton und wechselte 2004 zu ManUnited. Links ein Foto von Legende Dixie Dean
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In Liverpool nahm eine große Karriere seinen Anfang: Wayne Rooney kam aus der Jugend des FC Everton und wechselte 2004 zu ManUnited. Links ein Foto von Legende Dixie Dean
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Der torgefährliche Australier Tim Cahill (l.) spielte von 2004 bis 2012 bei den Toffees
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Der torgefährliche Australier Tim Cahill (l.) spielte von 2004 bis 2012 bei den Toffees
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Der Ex-Dortmunder Steven Pienaar kehrte im Februar 2012 nach einer Leihe an Tottenham wieder zu Everton zurück
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Der Ex-Dortmunder Steven Pienaar kehrte im Februar 2012 nach einer Leihe an Tottenham wieder zu Everton zurück
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Tony Hibbert verbrachte bisher seine gesamte Karriere beim FC Everton, ein Tor ist ihm aber bislang in über 300 Pflichtspielen verwehrt geblieben
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Tony Hibbert verbrachte bisher seine gesamte Karriere beim FC Everton, ein Tor ist ihm aber bislang in über 300 Pflichtspielen verwehrt geblieben
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Mikel Arteta absolvierte zwischen 2005 bis 2011 insgesamt 174 Premier-League-Spiele für die Toffees, bevor er zum FC Arsenal wechselte
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Mikel Arteta absolvierte zwischen 2005 bis 2011 insgesamt 174 Premier-League-Spiele für die Toffees, bevor er zum FC Arsenal wechselte
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Außenverteidger Leighton Baines (r.) begeistert die Everton-Fans seit 2007 und hat sich zu einem ihrer wertvollsten Spieler entwickelt
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Außenverteidger Leighton Baines (r.) begeistert die Everton-Fans seit 2007 und hat sich zu einem ihrer wertvollsten Spieler entwickelt
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Publikumsliebling Marouane Fellaini kam 2008 aus Lüttich zu Everton und verließ die Toffees im Sommer 2013 für 32,4 Mio. Euro Richtung Manchester United
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Publikumsliebling Marouane Fellaini kam 2008 aus Lüttich zu Everton und verließ die Toffees im Sommer 2013 für 32,4 Mio. Euro Richtung Manchester United
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David Moyes stand über eine Dekade an der Seitenlinie im Goodison Park, im Sommer 2013 trat er die Nachfolge von Sir Alex Ferguson als ManUnited-Trainer an
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David Moyes stand über eine Dekade an der Seitenlinie im Goodison Park, im Sommer 2013 trat er die Nachfolge von Sir Alex Ferguson als ManUnited-Trainer an
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Der ehemalige Wigan-Coach Roberto Martinez soll die erfolgreiche Arbeit von Vorgänger Moyes beim "Peoples Club" fortsetzen
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Der ehemalige Wigan-Coach Roberto Martinez soll die erfolgreiche Arbeit von Vorgänger Moyes beim "Peoples Club" fortsetzen
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Der Goodison Park in Liverpool: Von den Fans geliebt, doch finanziell eine Bürde. Ein Stadionum- oder neubau ist seit längerem in Planung
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Der Goodison Park in Liverpool: Von den Fans geliebt, doch finanziell eine Bürde. Ein Stadionum- oder neubau ist seit längerem in Planung
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"Ich würde eher noch auf Brendan Galloway und Matthew Pennington aus der U 21 setzen, bevor wir auf dem Transfermarkt aktiv werden. Ich will den Kader so groß halten, wie im Moment und auf die Stimmung setzen, die bei uns in der Kabine herrscht", so Martinez, angesprochen auf mögliche Neuverpflichtungen im Winter aufgrund der aktuell langen Verletztenliste im Defensivverbund.

Ein steiniger Weg

Mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Leidenschaft und Charakter ist das Team seit mittlerweile sieben Pflichtspielen ungeschlagen, in der Europa League reicht ein Unentschieden gegen Wolfsburg zum Einzug in die nächste Runde. In einem europäischen Achtelfinale stand man zuletzt in der Saison 2007/08 - umso wichtiger wäre aus finanziellen Gesichtspunkten auch der sportliche Erfolg in den UEFA-Wettbewerben.

Die Toffees sind auf einem steinigen Weg. Den Spagat zwischen Tradition und Moderne, der Wahrung der Identität und Werte und der Kommerzialisierung der eigenen Marke zu bewerkstelligen, ist schwer genug. Dabei noch eine gute Figur im sportlichen Wettbewerb abzugeben, nötigt großen Respekt ab. Ein Revival großer alter Zeiten mit Titeln in England und Europa klingt ein wenig nach Märchen. Daran zu glauben, ist zumindest nicht verboten.

Alle Infos zu Everton

Andreas Königl

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