Stuttgart vs. Rijeka: Der Turnaround muss her

Von Martin Jahns / Martin Grabmann
Mittwoch, 28.08.2013 | 18:12 Uhr
Thomas Schneider hat in seinem ersten Spiel als VfB-Cheftrainer eine schwere Aufgabe vor sich
© getty

Schon im ersten Spiel geht es für Thomas Schneider, den neuen Trainer des VfB Stuttgart, um nicht weniger als die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase: In den Playoffs kommt am Donnerstag (18 Uhr im LIVE-TICKER) der kroatische Vertreter HNK Rijeka, der die Schwaben im Hinspiel mit 2:1 bezwang.

Am Ende ging alles ganz schnell: Nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg am vergangenen Sonntag verweigerte Sportdirektor Fredi Bobic bereits ein klares Bekenntnis zu Trainer Bruno Labbadia. Nur wenige Stunden später, am Montagmorgen, war es dann offiziell. Nach knapp drei Jahren fand die Ära Labbadia ihr Ende.

Nicht zuletzt, weil selbst die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League gegen den Außenseiter aus Kroatien in ernster Gefahr ist. Im Hinspiel zeigten sich die Schwaben einmal mehr auf europäischer Bühne von ihrer schlechten Seite. Vorne lief wenig zusammen, hinten offenbarte der VfB riesige Lücken. Einzig der späte Anschlusstreffer durch Vedad Ibisevic war ein Lichtblick.

"Eine Chance, den Turnaround zu schaffen"

Mit Schneider, dem bisherigen U-17-Trainer der Stuttgarter, soll nun das Ruder herumgerissen werden. Der 40-Jährige gab sich auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Rijeka kämpferisch: "Ich beschäftige mich nicht damit, dass es schiefgeht. Dieses Spiel ist schließlich eine Chance für uns, den Turnaround zu schaffen und dann den Schwung mit in die Partie gegen Hoffenheim zu nehmen."

Trotz der kurzen Vorbereitungszeit ist Schneider sicher, einen veränderten VfB präsentieren zu können. "Das Team hat eine gute Offensivpower und ich bin mir sicher, dass die Fans dies am Donnerstag mitbekommen werden", erklärte der ehemalige Abwehrspieler, der bis zum Spiel auch an der Einstellung seiner Mannschaft arbeiten will: "Dann soll und wird eine Mannschaft auftreten, bei der es keine Zweifel gibt, dass sie in die Gruppenphase einziehen will."

Rijeka seit 13 Spielen ungeschlagen

Verzichten muss Schneider allerdings weiter auf Georg Niedermeier, der wegen eines Innenbandrisses fehlt und den am Knie verletzten Kapitän Serdar Tasci. Dafür könnten unter dem neuen Trainer Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt keine Rolle mehr spielten oder bislang nur für die Nachwuchsmannschaften der Stuttgarter spielten.

Gegner Rijeka hat derweil seine Serie fortgesetzt: In der Liga stehen die Kroaten nach sieben Spieltagen noch immer ungeschlagen auf Rang zwei. Am vergangenen Wochenende gelang ein souveräner 2:0-Erfolg gegen Dragovoljac. Damit hat die Mannschaft von Trainer Matjaz Kek saison- und wettbewerbsübergreifend seit 13 Spielen keine Niederlage mehr kassiert.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Schwaab, Rüdiger, Rausch - Boka, Leitner, Gentner, Maxim - Ibisevic, Abdellaoue

HNK Rijeka: Vargic - Tomecak, Maric, Leskovic, Skarabot - Males, Zlomislic, Kvrizic, Alispahic, Sharbini - Benko

Daten und Fakten vom Hinspiel

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