Probleme bei der Anreise nach Pilsen

Schalke ruft Weiterkommen zur Pflicht aus

SID
Mittwoch, 15.02.2012 | 16:23 Uhr
Die Schalker wollen in Pilsen den Grundstein für das Weiterkommen legen
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Zwei Tage lang war Huub Stevens wieder der "Knurrer aus Kerkrade". Verärgert und missgelaunt hatte der 58-Jährige auf die 0:3-Abfuhr von Schalke 04 in Gladbach am Samstag reagiert. Am Mittwoch schaltete Stevens wieder auf den Soft-Modus. Die Zwischenrunden-Partie in der Europa League beim tschechischen Meister Viktoria Pilsen am Donnerstag (18.45 Uhr im LIVE-TICKER) soll für die Schalker nach zwei Rückschlägen in der Bundesliga zum Re-Start der Saison werden.

"Die Niederlage in Gladbach tat sehr weh. Wir sind kein absolutes Spitzenteam. Aber wir dürfen uns nicht am Selbstmitleid ergötzen", sagte Sportdirektor Horst Heldt. "In Pilsen erwarten wir von der Mannschaft ein gutes Ergebnis, um nächste Woche weiterzukommen."

Aber der Neuanfang begann erst einmal mit Schwierigkeiten. Als das Team mit dem AirBerlin-Charterflug von Düsseldorf starten wollte, schloss eine Türe des Airbusses nicht richtig.

Nach technischer Korrektur ging es mit 40 Minuten Verspätung nach Prag, wo wegen Schneefalls die Landebahn erst geräumt werden musste und 30 Minuten schlingernd Warteschlaufen über der Stadt geflogen wurden. Dann ging es per Bus ins 90 Kilometer entfernte Pilsen durch das verschneite Westböhmen.

Schalke womöglich vor Torwartwechsel

19 Spieler hatte Stevens nominiert, darunter Jefferson Farfan, der wegen einer schweren Erkältung die letzten Tage gar nicht trainieren konnte, und Jermaine Jones, der die lange Bundesliga-Sperre für die Europa Legaue unterbrechen darf.

"Ich habe immer gesagt, dass es uns noch bitter treffen wird, wenn Jermaine ausfällt", sagte Heldt. Der US-Nationalspieler, wegen seines üblen Tritts gegen Marco Reus seit dem Pokalspiel in Gladbach (1:3) national bis Anfang März gesperrt, soll der Elf in Pilsen Halt geben.

In Gladbach agierte das Team defensiv katastrophal. Vor allem Torwart Lars Unnerstall wurde danach massiv in Frage gestellt. Timo Hildebrand steht auf dem Sprung, ihn abzulösen, wie schon einmal in der Europa League gegen Haifa. "Lars hat sicherlich nicht gut gespielt, aber das Team hat von hinten nach vorne nicht funktioniert. In seinem Alter ist ein schlechtes Spiel immer einmal möglich", sagte Heldt über den 22-Jährigen, der vorher als Stellvertreter von Ralf Fährmann oft überzeugte.

Falls Unnerstall spielt, wäre dies eine Art Bewährungsprobe. Eine erneut schwache Leistung könnte dann am Sonntag im Heimspiel gegen Wolfsburg zu einem Torwartwechsel führen. In der Bundesliga soll wieder angegriffen werden. "Unser Ziel ist Platz drei", sagte Heldt. Vorher hat es immer geheißen, man sei mit einem Rang "unter den ersten Vier" zufrieden.

Lissabon dient als Vorbild

Aber zunächst wird der Schauplatz Pilsen mit seinem kleinen, völlig neu renovierten 11.500-Zuschauer-Stadion sein. "Letztes Jahr haben wir in der Champions League Benfica Lissabon geschlagen. Die sind dann in die Europa League abgestiegen und kamen ins Halbfinale. Das können wir auch schaffen", sagte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.

Pilsen, das 2011 im Jahr des 100-jährigen Vereinsjubiläums erstmals tschechischer Meister wurde und erstmals in der Champions League starten durfte, wäre ein Gegner "ohne großen Namen", sagte Huntelaar.

"Aber die Mannschaft hat beim 2:2 gegen den AC Mailand und anderen Champions-League-Spielen gezeigt, dass sie gefährlich ist." Auch Heldt warnte. "Bei der Auslosung habe ich mich ertappt, weil Pilsen kein großer Name ist, es könnte ein leichter Gegner sein. Inzwischen wissen wir, dass er es nicht ist."

Der Manager verglich, ziemlich konstruiert, Schalke mit Real Madrid. Dass die Mannschaft in der Bundesliga die direkten Duelle gegen die anderen Teams aus dem Spitzenquartett verliere, müsse man hinnehmen. Real schaffe es auch trotz Dauer-Niederlagen gegen den FC Barcelona sehr erfolgreich in der Liga zu sein.

Die Europa League im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung