HSV: Jenseits des Wahrnehmbaren

Von Oliver Wittenburg / Stefan Moser
Freitag, 23.04.2010 | 11:08 Uhr
Weder Trainer Labbadia noch gutgemeinte Transparente vermochten den HSV aufzuwecken
© Getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Bundesliga
SoJetzt
Schau dir jetzt die Nordderby-Highlights an!
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Der Hamburger SV läuft Gefahr, sein großes Ziel, das Europa-League-Endspiel am 12. Mai im eigenen Stadion, zu verfehlen. Bei der enttäuschenden Nullnummer im Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Fulham versagten vor allem die Spieler, was freilich den angeschlagenen Trainer Bruno Labbadia nicht aus der Schusslinie nimmt.

Es waren nur wenige Momente, die erahnen ließen, dass da eine Fußball-Mannschaft auf dem Platz stand, die dem Vernehmen nach alles in die Waagschale werfen wollte, um ihren großen Traum zu verwirklichen.

Von Zusammenraufen war die Rede gewesen und davon, dass jeder wisse, wie dicht man vor dem ganz großen Erfolg stünde. Und dass man all die Zwistigkeiten und Diskrepanzen, die die Schlagzeilen beherrschen, ausblenden wolle, um die Kräfte zu bündeln.

Wertet man ganz nüchtern die 90 Minuten des HSV im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Fulham aus, muss man festhalten: Die Mission ist grandios gescheitert.

Frappierende Labilität

Analysiert man ganz nüchtern, dann hat man einen HSV gesehen, der seinen Heimvorteil nicht nutzen konnte, weil der Mannschaft gegen einen gut organisierten und schmucklos arbeitenden Gegner nichts einfiel.

Doch das ist nur die oberflächliche Sichtweise auf ein Spiel, das gemessen an seiner historischen Bedeutung für einen Klub, der verzweifelt um mehr Geltung kämpft, eine einzige Enttäuschung war.

Die Feindiagnose enthüllt freilich noch viel mehr. Erstellt man anhand der 90 Minuten von Hamburg ein Psychogramm der Mannschaft, kann man entweder zur vernichtenden Rundumkritik ausholen oder einfach nur mitleidig mit dem Kopf schütteln.

Förmlich körperlich spürbar war die Labilität der Elf von Bruno Labbadia. Kleinste Stimmungsschwankungen auf dem Platz oder im Stadion übertrugen sich sofort auf die gesamte Mannschaft.

Zwei Strohfeuer, sonst nichts

Eine gelungene Aktion in der Anfangsphase, als ein Engländer über den Ball haute und Ruud van Nistelrooy mit einem Alleingang für die Führung hätte sorgen können, sorgte sofort für Bewegung auf den Rängen und großen Aktionismus auf dem Rasen. Piotr Trochowski versuchte sich kurz darauf übermütig in seiner Paradedisziplin, dem Schuss aus der zweiten Reihe.

Für kurze Zeit waren ein Gemeinschaftsgefühl und eine gewisse Gruppendynamik spürbar, die aber genauso schnell verflogen, als sich herausstellte, dass Fulham weder geschockt reagierte, noch sich aus seiner zementierten Ordnung bringen ließ.

Der Anfangseuphorie folgte das Zaudern, dem Zaudern der Stillstand, der mit zunehmender Spielzeit fast in eine Art Lähmung überging.

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Ein gelungenes Dribbling von Jonathan Pitroipa und ein gefährlicher Schuss sorgten für Wiederbelebung, entfachten für Minuten eine Euphorie, die weitere Torchancen einbrachte, sich aber erneut verflüchtigte.

Führungsspieler verstecken sich

Das Frappierendste an diesem Abend war, dass es offenbar niemanden gibt, der dieser HSV-Mannschaft Impulse geben und den Weg weisen kann.

Labbadia konnte es gegen Fulham nicht, und die vermeintlichen Führungsspieler versteckten sich nach Kräften. Während Kapitän David Jarolim sich immer noch das Prädikat "stets bemüht" erwerben konnte, operierte etwa ein Ze Roberto außerhalb des fürs menschliche Auge Wahrnehmbaren.

Der Rest fügte sich. Es ist beinahe schon grotesk, wenn man Fliegengewicht Jonathan Pitroipa noch das breiteste Kreuz attestieren muss.

Charakterschwache Spieler

Labbadia warf seiner Mannschaft schon im Vorfeld eher resignierend als anklagend Charakterlosigkeit vor: "Leider machen wir uns die Probleme im Moment auch selbst. Jeder hat seine eigenen Interessen. Das war vorher nicht so. Mittlerweile ist es ja so, dass sich der Trainer für jede Auswechslung rechtfertigen muss. Das merken auch die Spieler und nutzen das dann aus."

Nachher stellte er sich nur noch halbherzig vor seine Spieler, indem er auf die solide Leistung des unbequemen Gegners und die angespannte Personalsituation hinwies: "Der eine oder andere Spieler geht schon auf dem Zahnfleisch. Deswegen müssen wir zusehen, dass wir uns für Hoffenheim schnell regenerieren."

Doch Hoffenheim ist sicherlich nicht die allererste HSV-Prio, selbst wenn Platz sechs in der Bundesliga noch nicht endgültig verloren ist.

Leicht entflammbar müsst Ihr sein!

Das Finale der Europa League bleibt das Ziel und dafür gilt es sich zusammen zu reißen. Immerhin gibt es aller negativen Implikationen zum Trotz schlechtere Resultate als ein 0.0 zuhause.

So wollte denn Klub-Chef Bernd Hoffmann auch kein Fass aufmachen: "Wir müssen damit zufrieden sein. Es war klar, dass es schwer wird. Wir können auswärts immer ein Tor schießen und haben noch alle Chancen auf das Finale."

Wenn man der explosiven Gemengelage in Hamburg etwas Positives bescheinigen will, kann man sagen: So leicht die Mannschaft auch zu verunsichern ist, so leicht lässt sie sich auch in Euphorie versetzen und kann dann über sich hinauswachsen.

Und das dürfte gefragt sein in einer Woche im altehrwürdigen Craven Cottage in London. Noch einmal alle Kräfte bündeln. Hoffentlich nicht zum letzten Mal.

Das Spiel in der Analyse: Harmloser SV!

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung