Hamburg muss um EL-Finale bangen

HSV: Jenseits des Wahrnehmbaren

Von Oliver Wittenburg / Stefan Moser
Freitag, 23.04.2010 | 11:08 Uhr
Weder Trainer Labbadia noch gutgemeinte Transparente vermochten den HSV aufzuwecken
© Getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol v
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
Deportivo

Der Hamburger SV läuft Gefahr, sein großes Ziel, das Europa-League-Endspiel am 12. Mai im eigenen Stadion, zu verfehlen. Bei der enttäuschenden Nullnummer im Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Fulham versagten vor allem die Spieler, was freilich den angeschlagenen Trainer Bruno Labbadia nicht aus der Schusslinie nimmt.

Es waren nur wenige Momente, die erahnen ließen, dass da eine Fußball-Mannschaft auf dem Platz stand, die dem Vernehmen nach alles in die Waagschale werfen wollte, um ihren großen Traum zu verwirklichen.

Von Zusammenraufen war die Rede gewesen und davon, dass jeder wisse, wie dicht man vor dem ganz großen Erfolg stünde. Und dass man all die Zwistigkeiten und Diskrepanzen, die die Schlagzeilen beherrschen, ausblenden wolle, um die Kräfte zu bündeln.

Wertet man ganz nüchtern die 90 Minuten des HSV im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Fulham aus, muss man festhalten: Die Mission ist grandios gescheitert.

Frappierende Labilität

Analysiert man ganz nüchtern, dann hat man einen HSV gesehen, der seinen Heimvorteil nicht nutzen konnte, weil der Mannschaft gegen einen gut organisierten und schmucklos arbeitenden Gegner nichts einfiel.

Doch das ist nur die oberflächliche Sichtweise auf ein Spiel, das gemessen an seiner historischen Bedeutung für einen Klub, der verzweifelt um mehr Geltung kämpft, eine einzige Enttäuschung war.

Die Feindiagnose enthüllt freilich noch viel mehr. Erstellt man anhand der 90 Minuten von Hamburg ein Psychogramm der Mannschaft, kann man entweder zur vernichtenden Rundumkritik ausholen oder einfach nur mitleidig mit dem Kopf schütteln.

Förmlich körperlich spürbar war die Labilität der Elf von Bruno Labbadia. Kleinste Stimmungsschwankungen auf dem Platz oder im Stadion übertrugen sich sofort auf die gesamte Mannschaft.

Zwei Strohfeuer, sonst nichts

Eine gelungene Aktion in der Anfangsphase, als ein Engländer über den Ball haute und Ruud van Nistelrooy mit einem Alleingang für die Führung hätte sorgen können, sorgte sofort für Bewegung auf den Rängen und großen Aktionismus auf dem Rasen. Piotr Trochowski versuchte sich kurz darauf übermütig in seiner Paradedisziplin, dem Schuss aus der zweiten Reihe.

Für kurze Zeit waren ein Gemeinschaftsgefühl und eine gewisse Gruppendynamik spürbar, die aber genauso schnell verflogen, als sich herausstellte, dass Fulham weder geschockt reagierte, noch sich aus seiner zementierten Ordnung bringen ließ.

Der Anfangseuphorie folgte das Zaudern, dem Zaudern der Stillstand, der mit zunehmender Spielzeit fast in eine Art Lähmung überging.

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Ein gelungenes Dribbling von Jonathan Pitroipa und ein gefährlicher Schuss sorgten für Wiederbelebung, entfachten für Minuten eine Euphorie, die weitere Torchancen einbrachte, sich aber erneut verflüchtigte.

Führungsspieler verstecken sich

Das Frappierendste an diesem Abend war, dass es offenbar niemanden gibt, der dieser HSV-Mannschaft Impulse geben und den Weg weisen kann.

Labbadia konnte es gegen Fulham nicht, und die vermeintlichen Führungsspieler versteckten sich nach Kräften. Während Kapitän David Jarolim sich immer noch das Prädikat "stets bemüht" erwerben konnte, operierte etwa ein Ze Roberto außerhalb des fürs menschliche Auge Wahrnehmbaren.

Der Rest fügte sich. Es ist beinahe schon grotesk, wenn man Fliegengewicht Jonathan Pitroipa noch das breiteste Kreuz attestieren muss.

Charakterschwache Spieler

Labbadia warf seiner Mannschaft schon im Vorfeld eher resignierend als anklagend Charakterlosigkeit vor: "Leider machen wir uns die Probleme im Moment auch selbst. Jeder hat seine eigenen Interessen. Das war vorher nicht so. Mittlerweile ist es ja so, dass sich der Trainer für jede Auswechslung rechtfertigen muss. Das merken auch die Spieler und nutzen das dann aus."

Nachher stellte er sich nur noch halbherzig vor seine Spieler, indem er auf die solide Leistung des unbequemen Gegners und die angespannte Personalsituation hinwies: "Der eine oder andere Spieler geht schon auf dem Zahnfleisch. Deswegen müssen wir zusehen, dass wir uns für Hoffenheim schnell regenerieren."

Doch Hoffenheim ist sicherlich nicht die allererste HSV-Prio, selbst wenn Platz sechs in der Bundesliga noch nicht endgültig verloren ist.

Leicht entflammbar müsst Ihr sein!

Das Finale der Europa League bleibt das Ziel und dafür gilt es sich zusammen zu reißen. Immerhin gibt es aller negativen Implikationen zum Trotz schlechtere Resultate als ein 0.0 zuhause.

So wollte denn Klub-Chef Bernd Hoffmann auch kein Fass aufmachen: "Wir müssen damit zufrieden sein. Es war klar, dass es schwer wird. Wir können auswärts immer ein Tor schießen und haben noch alle Chancen auf das Finale."

Wenn man der explosiven Gemengelage in Hamburg etwas Positives bescheinigen will, kann man sagen: So leicht die Mannschaft auch zu verunsichern ist, so leicht lässt sie sich auch in Euphorie versetzen und kann dann über sich hinauswachsen.

Und das dürfte gefragt sein in einer Woche im altehrwürdigen Craven Cottage in London. Noch einmal alle Kräfte bündeln. Hoffentlich nicht zum letzten Mal.

Das Spiel in der Analyse: Harmloser SV!

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung