FC Fulham: Zurück zu den Wurzeln

Ein bisschen Harrods und ganz viel Charme

Von Christian Bernhard
Donnerstag, 08.04.2010 | 12:49 Uhr
In der Premier League liegt der FC Fulham derzeit auf Rang 12
© Getty
Advertisement
Bundesliga
FrJetzt
S04-M05: Jetzt die Highlights anschauen!
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Der FC Fulham hat erstmals in seiner Vereinsgeschichte die Chance, in ein Europapokal-Endspiel einzuziehen. Den Grundstein dafür gelegt hat Mohamed Al-Fayed mit seinen Investitionen. Doch erst als der Multi-Milliardär den Geldhahn sukzessive zudrehte, stellte sich der Erfolg ein.

"Als mir das Leben Zitronen gab, habe ich Limonade daraus gemacht. Als es mir eine Chance gab, habe ich sie mir nicht entgehen lassen." Mohamed Al-Fayeds Motto auf der Homepage seines Imperiums erzählt viel über den Unternehmer aus Ägypten.

Der 77-Jährige schaffte den Aufstieg vom Verkäufer für Nähmaschinen zum Milliardär, sein Einkommen wird auf rund 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Ihm gehört das renommierte Kaufhaus Harrods in London, das Hotel Ritz in Paris - und der FC Fulham, der am Donnerstag im Europa-League-Viertelfinal-Rückspiel beim VfL Wolfsburg um den Einzug ins Halbfinale kämpft.

Al-Fayed legt Grundstein

Seit 1997 ist Al-Fayed im Besitz der Cottagers - er war der Türöffner für die Investorenschar, die sich seitdem englische Klubs unter den Nagel reißt. Seine Vision bei der Präsentation der Übernahme war gleichermaßen simpel wie ambitioniert: "Wir wollen nicht so gut wie Manchester United sein, sondern besser." Die Realität sprach eine andere Sprache: Fulham spielte damals in der dritten Liga und war hochverschuldet.

Al-Fayed ließ den Worten Taten folgen und verpflichtete im Rahmen eines ambitionierten Fünf-Jahres-Plans Kevin Keegan als Trainer, trug 36 Millionen Euro Schulden ab und pumpte allein in den ersten fünf Jahren seiner Regentschaft 125 Millionen Euro in den Verein.

Aufstiegsfeier bei Harrods

Das alles trug in der Saison 2000/2001 die ersten Früchte: Unter dem französischen Coach Jean Tigana gelang nach 33 Jahren der Wiederaufstieg in die Premier League, die Aufstiegsfeier fand standesgemäß bei Harrods statt.

Mit dabei: Karl-Heinz Riedle, der im Sommer 1999 von Liverpool nach Fulham gewechselt war. "Was hier jetzt in unserer familiären Atmosphäre losgeht, ist der blanke Wahnsinn", schwärmte "Air Riedle" damals und erzählte von einer "kaum zu überbietenden Euphorie".

Baresi und Pele engagiert

Diese wurde durch Al-Fayeds Kaufrausch noch größer. Edwin van der Sar, Steve Marlet und Junichi Inamoto waren nur einige Namen, die in den darauffolgenden Jahren in Fulham unterschrieben. Mit Franco Baresi (Sportdirektor) und Pele (Scout) standen zwischenzeitlich auch zwei Fußball-Legenden auf Al-Fayeds Lohnliste.

Doch die erhofften Ergebnisse blieben aus. Nur einmal seit dem Aufstieg klassierten sich die Cottagers in den Top Ten, in den letzten drei Spielzeiten entgingen sie zweimal nur haarscharf dem Abstieg.

Ein Hauptgrund dafür: Al-Fayed hat Schritt für Schritt den Geldhahn zugedreht. Vor dieser Saison gab der Verein nur noch sieben Millionen für Neuzugänge aus, zwei Spielzeiten davor waren es noch 50 gewesen. Al-Fayed hat gemerkt, dass er es nicht nach ganz oben schaffen kann - dafür wären ganz andere Summen fällig.

Zurück zur Tradition

Für die Whites hatte das aber nicht unbedingt negative Folgen. Der Klub besann sich auf seine alten Werte zurück und ließ wieder alte Traditionen aufleben.

Symbol dafür: Craven Cottage, das Stadion direkt an der Themse. "Die Atmosphäre hier war besser als in Manchester im Old Trafford", schwärmte Wolfsburgs Spielmacher Zvjezdan Misimovic nach dem Hinspiel.

Mit seinem Wellblechdach strahlt das Stadion einen besonderen Charme aus, zwischen der Gegentribüne und dem Fluss liegen keine fünf Meter.

Mit Hodgson erfolgreich

Für den nötigen Glanz auf der Trainerbank sorgt jetzt Roy Hodgson. Der 62-jährige Trainerfuchs, der unter anderem bereits Inter Mailand und die Schweizer Nationalmannschaft betreute, übernahm im Dezember 2007 die sportliche Leitung und führte den Verein wieder nach oben.

Platz sieben in der vergangenen Saison war das beste Resultat seit Al-Fayeds Einstieg - und gleichzeitig das Ticket für die Europa League. Nicht umsonst wurde Hodgson von SPOX-Kolumnist Raphael Honigstein in den Saison Awards zum "besten englischen Coach" auf der Insel gewählt.

Nachdem bereits Donezk, Juve und Wolfsburg ausgeschalten wurden, soll Hodgson die Cottagers jetzt zum Europa-League-Sieg und damit zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte führen. Wer weiß, wann sich so eine Möglichkeit zum nächsten Mal bietet. Diese Chance sollte sich der Klub nicht entgehen lassen - so wie damals Al Fayed.

Das EL-Viertelfinale im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung