Abschalten vom Fußball

Löw: Kein "Total-Umbruch"

SID
Dienstag, 01.07.2008 | 16:35 Uhr
EM 2008, Fussball; Deutschland, Löw
© DPA
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München - Endlich Urlaub! Gleich nach dem Abpfiff der schwarz-rot-goldenen EM-Party mit 100.000 Fans am Brandenburger Tor entflohen die deutschen Vize-Europameister in alle Himmelsrichtungen und freuten sich auf drei erholsame Ferien-Wochen - ohne Fußball.

Abschalten, abreagieren und den Akku aufladen für neue Ziele im Verein sowie im Deutschland-Trikot, das die meisten der 23 EM-Fahrer wohl auch in Zukunft tragen werden.

Denn nach 43 gemeinsamen Tagen vom Trainingslager auf Mallorca bis zum Abschied in Berlin versprach Joachim Löw seinen EURO-Fightern ein rasches Wiedersehen und einen gemeinsamen Aufbruch Richtung Südafrika 2010: "Wir werden weiter neue Spieler einbauen, aber einen Total-Umbruch wird es nicht geben. Wir sind ein Team - und das macht uns stark."

Erst Analyse dann Urlaub

Im Gegensatz zu Michael Ballack und Co. wird der Bundestrainer selbst erst später seinen Urlaub antreten. Löw zog sich erst einmal in den Schwarzwald zurück und wird in aller Ruhe das Turnier mit seinem Trainerstab aufarbeiten und dann erste Maßnahmen ergreifen.

Eine zeitnahe Antwort wird bei der nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien offengebliebenen Frage nach der Zukunft von Jens Lehmann erwartet. "Jens Lehmann hat mir bisher nicht angedeutet, dass er zurücktreten wird", sagte Löw in einem "Bild"-Interview (Dienstag) und kündigte ein "persönliches Gespräch" mit seiner Nummer eins an.

Generationswechsel im Tor

Die Erwartungen gehen dahin, dass ein Generationswechsel vollzogen wird und der 38-jährige Lehmann seine Karriere nur beim VfB Stuttgart fortsetzt.

Neben dem 30-jährigen Robert Enke (Hannover 96) und Rene Adler (23/Bayer Leverkusen), die bei der EM als Ersatzkeeper dabei waren, stehen in Manuel Neuer (22/Schalke 04) und Kahn-Nachfolger Michael Rensing (24) beim FC Bayern München weitere Torleute mit Ambitionen in den Startlöchern.

Löw zuversichtlich

Sieben Wochen bleiben Löw bis zum Länderspiel am 20. August in Nürnberg gegen Belgien. Nur zwei Wochen später beginnt die WM- Qualifikation mit den Partien in Liechtenstein (6.9.) und Finnland (10.9.).

Trotz der Konkurrenz durch die starken Russen rechnet Löw fest mit dem Gruppensieg und damit der direkten Qualifikation für Südafrika: "Die WM-Qualifikation werden wir schon packen. Und dann wollen wir eine ähnliche Rolle spielen wie bei der EM."

Ballack weiter Kapitän 

Nach fünf großen Turnieren ohne Titelgewinn soll Ballack das Team auch weiterhin als Kapitän anführen. Auch mit dem ebenfalls 31 Jahre alten Bremer Torsten Frings sei bis 2010 weiter zu rechnen.

Bei beiden verspürt Löw "noch Hunger auf Erfolg". Ein Fan-Empfang in Berlin soll aber nicht mehr ohne Sieger-Trophäe stattfinden, wie Bastian Schweinsteiger am Montag betont hatte: "Wir werden alles dafür tun, dass wir hier bald mal mit einem Pokal aufkreuzen."

Wechselpoker beginnt

Für gefeierte EM-Asse wie die Bayern-Profis Schweinsteiger und Lukas Podolski, aber auch für den Stuttgarter EM-Verlierer Mario Gomez könnte der Urlaub unruhiger verlaufen. Bei allen steht weiterhin ein möglicher Vereinswechsel im Raum.

Beim dreifachen EM-Torschützen Podolski und dem weiterhin vom FC Bayern umworbenen Gomez hängt die Vereinszukunft sogar direkt miteinander zusammen. Auch Ballack steht ein besonderer Sommer bevor: Nach einer Woche Urlaub wird er Mitte Juli seine Lebensgefährtin Simone (30) heiraten.

Systemwechsel dauerhaft?

Löw wird in der Sommerpause auch überdenken, welches System und welche Spielphilosophie er seiner "Agenda 2010" verpasst. Der im EM-Turnier vorgenommene Systemwechsel von zwei Stürmern hin zu einer Spitze und fünf Akteuren im Mittelfeld steht auf dem Prüfstand. Im Nachhinein, gestand der Cheftrainer in der "Bild", hätte er schon im Halbfinale gegen die Türkei lieber wieder auf das gewohnte 4-4-2 umgestellt.

Kein Umdenken plant er dagegen bei seiner persönlichen Zukunftsplanung. Eine vorzeitige Verlängerung des noch zwei Jahre laufenden Vertrages ist für ihn aktuell kein Thema: "Darüber will ich auch nicht mit dem DFB reden. Das können wir tun, wenn wir die Qualifikation für 2010 geschafft haben."

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