DFB-Präsident Zwanziger im Interview

"Es ist auch Klinsmanns Finale"

SID
Donnerstag, 26.06.2008 | 19:46 Uhr
zwanziger, pk, em 2008
© Getty
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Tenero - Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, spricht über die Mühen der DFB-Auswahl im EM-Halbfinalspiel gegen die Türkei und äußert sich zudem zu seinen Erwartungen für das EM-Endspiel und die Rekord-Einnahmen für den DFB und die Spieler.

Frage: Sie waren nach dem glücklichen Sieg in der Kabine. Was haben Sie den feiernden Spielern noch gesagt?

Dr. Theo Zwanziger: Ich habe gesagt, dass sie stolz sein können. Sie haben Charakter gezeigt, als sie in Bedrängnis kamen. Sie hatten selbst das große Ziel, Europameister zu werden. Jetzt können sie es am Sonntag verwirklichen.

Frage: Wie sehr haben sie selbst gezittert?

Zwanziger: Auch bei den anderen Turnieren, bei denen wir ins Endspiel gekommen sind oder den Titel gewonnen haben, haben wir nicht nur glanzvolle Spiele abgeliefert. Das geht auch gar nicht. Dazu ist die Spitze in Europa und in der Welt zu eng. Aber Deutschland hat gezeigt, dass es noch eins drauf setzen kann mit starken Einzelleistungen. Das zeigt die Stärke.

Frage: Was erwarten Sie jetzt vom Finale in Wien?

Zwanziger: Wir werden spielerisch wieder eine andere Mannschaft sehen. Die Spieler wissen, worum es geht für sich selbst und für die Leute in Deutschland. Was diese fünf Spiele bei der EM schon jetzt wieder ausgelöst haben, was das Halbfinale für die deutsch-türkischen Beziehungen erreicht hat - das ist das wesentlich Bleibende. Da ist nicht nur die Mannschaft, da ist das ganze Umfeld, da sind 60 Leute, die das möglich machen."

Frage: Könnte Joachim Löw zu einer langfristigen Lösung als Bundestrainer werden, nachdem es zuletzt auf dieser Position immer einen Zwei- oder Vier-Jahres-Wechsel gab?

Zwanziger:  Erst einmal: Ich würde mich riesig freuen, wenn Jürgen Klinsmann zum Finale kommt. Es ist irgendwie auch sein Finale. Auch wenn ich ein Präsident bin mit für die kleinen Dinge, so sind wir doch auf diese Mannschaft fokussiert. Die Nationalmannschaft ist zusammen mit der Bundesliga sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich die Grundplattform des DFB. Dieses System wird sich unter meiner Führung nicht ändern. Den Weg werden wir nicht verlassen.

Frage: Und mit Löw über 2010 hinaus weitermachen?

Zwanziger: Dieses System muss nicht von einer Person abhängig sein. Aber mein Wunsch ist es schon. Joachim Löw verkörpert dieses System, er ist ein großartiger Trainer. Wir müssen die Bedingungen für seine Arbeit noch weiter optimieren. Es kommen neue Aufgaben, die schwere WM-Qualifikation mit Russland. Das wird nicht einfach.

Frage: Der Verband verdient bei dieser EM mit bisher 19 Millionen Euro so viel wie nie zuvor, die Spieler bekommen Rekord-Prämien. Wird das Zugpferd Nationalmannschaft noch wertvoller?

Zwanziger: Ja, mit der Bundesliga zusammen. Ein Kompliment auch an unsere Clubs, was sie mit für den Erfolg getan haben. Der Spitzenfußball stößt in immer neue Dimensionen vor. Es ist ganz normal, dass die davon partizipieren, die auf dem Platz stehen. Wenn ich sehe, dass die Kroaten für den Viertelfinal-Einzug 300 000 Euro pro Mann gezahlt haben, dann sind die 250 000 Euro Titelprämie maßvoll, auch wenn es für den kleinen Ehrenamtlichen unvorstellbar viel Geld ist. Aber es sind Unterhaltungskünstler, 80 Millionen Deutsche können das nicht. Was Jauch und Gottschalk können, kann auch nicht jeder.

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