EM 2008

Zurawski vor DFB-Spiel: Keine Revanche

SID
Dienstag, 03.06.2008 | 13:35 Uhr
em 2008, polen, zurawski
© Getty
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Hamburg - Die Rückkehr von "Sorgenkind" Jakub Blaszczykowski hat Deutschlands Auftaktgegner Polen Mut gemacht. Der Flügelflitzer von Borussia Dortmund nahm nach knapp zweiwöchiger Verletzungspause am ersten Training im österreichischen EM-Quartier in Bad Waltersdorf teil.

Nach der Einheit vor etwa 100 Journalisten wähnte Polens Fußball-Nationalcoach Leo Beenhakker sein Team fünf Tage vor dem Turnier-Debüt gegen Deutschland an diesem Sonntag in Klagenfurt auf einem guten Weg.

"Es wird jedes Mal besser. Wir kommen dem, was ich mir vorstelle, jeden Tag einen Schritt näher", sagte der Niederländer.

Insgesamt nahmen 16 Akteure an den ersten Übungen teil, sieben Akteuren - darunter der Ex-Dortmunder Ebi Smolarek und der Wolfsburger Jacek Krzynowek - gönnte Beenhakker zwei Tage nach dem 1:1 gegen Dänemark eine Pause.

"Ich kenne die Probleme"

Der 65-Jährige ließ seine Spieler zunächst Sprintübungen absolvieren und feuerte sie dabei mit "More aggressive, move, move"-Rufen an, ehe er ein Trainingsspiel ansetzte.

Es sei wichtiger, sich mit der eigenen Mannschaft, als sich mit den Schwierigkeiten von DFB-Trainer Joachim Löw auseinanderzusetzen, sagte Beenhakker. "Ich kenne die Probleme, aber das sind die meines Kollegen. Ich habe meine eigenen", meinte der Trainer-Routinier.

Kapitän Maciej Zurawski wollte vor dem EM-Auftakt gegen die DFB- Auswahl angesichts der 0:1-Niederlage bei der WM 2006 in Dortmund nichts von einer Revanche wissen.

Krzynowek hat Rechnung offen

"Ich bin mir bewusst, dass es keine Revanche für die WM ist", sagte der Angreifer vom griechischen Erstligisten AE Larissa. "Damals war es ein Spiel um alles, jetzt ist es das Eröffnungsspiel."

Krzynowek hat angesichts der dürftigen polnischen Bilanz von 4 Unentschieden und 11 Niederlagen in 15 Partien mit der deutschen Nationalmannschaft aber noch eine Rechnung offen.

"Wir wollen sie erstmals in der Geschichte bezwingen", sagte er der Zeitung "Rzeczpospolita" (Dienstag-Ausgabe). Obwohl die Polen ihr EM-Debüt feiern, sei die Partie gegen die DFB-Auswahl aber "ein Spiel wie jedes andere".

Für den 32-jährigen Krzynowek kann in der Gruppe B mit den weiteren Kontrahenten Österreich und Kroatien nur das Erreichen des Viertelfinales das Minimalziel sein: "Es macht aber keinen Sinn, schon jetzt vom Finale zu träumen."

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