Montag, 23.06.2008

EM 2008

Türkei-Spiel: Ballack plädiert für das neue System

Tenero - Kapitän Michael Ballack hat vor dem Halbfinale gegen die Türkei für ein Festhalten an dem neuen taktischen System plädiert, das beim 3:2-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal auf Anhieb vorzüglich funktioniert hatte.

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© Getty

"Im Moment ist es für uns das Beste, weiter so zu spielen. Ich denke, wir bleiben bei diesem System", sagte Ballack im Fachmagazin "kicker". Nicht nur er, auch seine Teamkollegen seien angetan von der neuen Aufteilung: "Die Mannschaft hat das gebraucht."

Im Spiel gegen Portugal hatte Bundestrainer Joachim Löw das Team taktisch mit zwei defensiven Mittelfeldspielern und nur noch einem Stürmer neu ausgerichtet.

Insbesondere Ballack konnte in dem 4-2-3-1-System abgesichert durch die neue "Doppel-Sechs" (Thomas Hitzlsperger/Simon Rolfes) zwischen den Außen Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger offensiver agieren.

Löw hat noch nicht entschieden

"Natürlich fühle ich mich wohl, wenn ich mehr vorn reingehen kann", sagte der 31-Jährige. Auch Miroslav Klose, der im Zentrum als einziger Angreifer agieren musste, hatte betont, dass das Team sich im neuen System "wohlgefühlt" habe.

Löw hatte sich unmittelbar nach dem Portugal-Spiel noch nicht festgelegt, ob er bei der Abkehr vom klassischen 4-4-2-System auch im Halbfinale bleiben werde.

"Es ist wichtig, dass eine Mannschaft mal eine Umstellung machen kann", hatte der Bundestrainer betont. "Man muss Korrekturen vornehmen, wenn sie nötig sind."


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