Samstag, 07.06.2008

Schweden

Schweden-Star Ibrahimovic: 90 Minuten fraglich

Lugano - Drei Tage vor der ersten EM-Gruppenpartie der Schweden gegen Europameister Griechenland ist fraglich, ob Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic durchspielen kann.

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© DPA

"Es ist schwer zu sagen, ob er für 90 Minuten voll fit ist. Aber ich denke, er macht gute Fortschritte", sagte Nationaltrainer Lars Lagerbäck nach der Trainingseinheit der Tre Kroner in Lugano.

Vielleicht könne Ibrahimovic nicht die ganze Begegnung bestreiten. Der Torjäger des italienischen Meisters Inter Mailand stand nicht auf dem Platz, sondern arbeitete im Kraftraum. Er war vor einigen Monaten am Knie operiert worden.

Ibra verärgert Lagerbäck

Zuvor hatte Ibrahimovic seinen Trainer verärgert, weil er vor Medienvertretern den Einsatz der beiden relativ unerfahrenen Spieler Sebastian Larsson und Fredrik Stoor beim Auftaktmatch am 10. Juni in Salzburg gefordert hatte. "Es hängt davon ab, welche Taktik wir wählen", sagte der 26-Jährige. "Sie sind hungrig und neu im Team. Ich hoffe, sie können spielen."

Auf Ibrahimovic's Ratschlag angesprochen, reagierte Lagerbäck leicht verstimmt. Die Auswahl der Startformation sei "das Einzige, was wir mit den Spielern nicht diskutieren", sagte der 59 Jahre alte Coach. Sebastian Larsson und Stoor kämpften um einen Platz wie alle anderen auch.

Larsson als Alternative

Erstmals trainierten die Skandinavier unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dennoch sickerte durch, dass Standardsituationen mit ruhenden Bällen im Vordergrund standen.

Offensichtlich soll das Team von Otto Rehhagel mittels Freistößen und Eckbällen bezwungen werden. Dies ließen Lagerbäck und sein Trainerstab besonders intensiv üben.

"Wir haben eine ganze Reihe von Optionen, die wir sie nicht wissen lassen wollen", sagte Lagerbäck. Abwehrchef Olof Mellberg ließ jedoch durchblicken, dass die hart schießenden Ibrahimovic und Kim Kallstrom für die Distanz sowie die eher präzisen Anders Svensson und Sebastian Larsson für die Nähe infrage kämen.

Eine Alternative ist Henrik Larsson. Der 36 Jahre alte Routinier befürwortete geheime Trainingseinheiten: "So können Situationen intensiver trainiert werden als vor laufender Kamera. Zudem beobachten wahrscheinlich immer ein, zwei Spione, wie wir trainieren. Deshalb sind geschlossene Sessions sehr wichtig."


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