EM 2008

Polen vermisst Einzelkönner

SID
Montag, 09.06.2008 | 12:37 Uhr
em 2008, deutschland, polen, krzynowek, lahm
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Klagenfurt - Einen Matchwinner wie Lukas Podolski hätte Leo Beenhakker auch liebend gerne in seinen Reihen gehabt. Doch trotz des bitteren EM-Auftakts glaubt der 65-Jährige nicht an ein rasches Ende von Polens Debütantenball.

"Das Turnier ist für uns noch offen. Wir haben es weiter in der eigenen Hand", sagte der Niederländer. Dass ausgerechnet der im polnischen Gleiwitz geborene Podolski mit seinem Doppelpack (20./72.) die EM-Premiere der Osteuropäer vermieste, machte die Niederlage nicht unbedingt erträglicher.

"Das ist schade, aber er hat sich für Deutschland entschieden. Das muss man akzeptieren", bemerkte der Wolfsburger Jacek Krzynowek nach dem 0:2 (0:1) gegen die deutsche Nationalmannschaft.

"Podolski hat Polen niedergestreckt", titelte die "Gazeta Wyborcza" am Montag martialisch. "Der deutsche Alptraum geht weiter", schrieb nach der verpassten WM-Revanche die Zeitung "Rzeczpospolita".

Internationale Klasseleute fehlen

Gerade in der Personalie Podolski zeigte sich im Klagenfurter Wörthersee-Stadion, was der "Kadra" fehlt. Während Bundestrainer Joachim Löw in Michael Ballack, Jens Lehmann oder Podolski internationale Klasseleute zur Verfügung stehen, muss sein Kollege Beenhakker aus einem Reservoir der relativ Namenlosen schöpfen.

Für den Niederländer war es der entscheidende Faktor. "Unser Team kann gut spielen als Team, aber wir haben nicht so viele Spieler, die den Unterschied machen können wie Italien oder Deutschland", sagte er.

Dies wird umso eklatanter, wenn - wie gegen die DFB-Auswahl - die Bundesliga-erprobten Qualifikationshelden Krzynowek und Ebi Smolarek schwächeln. "Wir sind alle sehr enttäuscht, aber wir müssen dieses Spiel jetzt schnell vergessen", forderte der Ex-Dortmunder Smolarek.

Viertelfinale noch möglich

Beenhakker verschwendet trotz des verpatzten Starts keinen Gedanken daran, dass das Ende von Polens erstem EM-Abenteuer bereits am Donnerstag besiegelt sein könnte. "Jeder war enttäuscht, aber die Reaktion in der Kabine war: Wir sind weiter im Turnier. Ich bin sicher, dass wir gegen Österreich wieder bereit sein werden", sagte der von den Fans mit "Leo, Leo"-Sprechchören gefeierte Taktik-Fuchs.

Ohnehin wurde nicht unbedingt erwartet, dass ausgerechnet gegen Angstgegner Deutschland im 16. Anlauf der erste Sieg gelingen und die Weichen Richtung Viertelfinale gestellt werden könnten.

Mut macht auch, dass sich im anderen Gruppenspiel weder Österreich noch die mit 1:0 siegreichen Kroaten mit Ruhm bekleckerten. Und so sehen sich die Osteuropäer, die dank zahlreicher angereister Fans auch gegen den Co-Gastgeber wieder auf ein Heimspiel hoffen, in dem "Sechs-Punkte-Spiel" (Krzynowek) keinesfalls in der Außenseiterrolle.

"Wir sind enttäuscht, aber auch voll motiviert für das nächste Spiel", sagte der gebürtige Brasilianer Roger Guerreiro, der nach seiner Einwechslung für die meisten Offensiv-Akzente sorgte.

Krzynowek trauert Chance nach

Kollektiv verfluchten die Debütanten die 36. Sekunde. Nach einer Unsicherheit von DFB-Keeper Jens Lehmann kam Krzynowek im Strafraum frei zum Schuss, doch der 32-Jährige wusste mit der unverhofften Gelegenheit nichts anzufangen.

"Wenn Jacek in der ersten Minute trifft, ist es ein anderes Spiel. Dann hätten wir mit einer Kontertaktik spielen können", trauerte Mittelfeldabräumer Mariusz Lewandowski der vergebenen Chance nach.

Krzynowek ging mit sich hart ins Gericht: "Ich habe den Ball schlecht getroffen, normalerweise ist er drin." Zur Einstimmung auf die Partie gegen Österreich zitierte das Boulevardblatt "Super Express" auf der Titelseite aus der polnischen Nationalhymne: "Noch ist Polen nicht verloren".

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung