Österreich ist wahrer Titel-Rekordhalter

SID
Freitag, 27.06.2008 | 11:12 Uhr
Advertisement
Fed Cup Women National Team
Sa21.04.
Halbfinale! Kerber, Görges und Co. gegen Tschechien
Ligue 1
Nantes -
Rennes
Championship
Millwall -
Fulham
Ligue 1
Dijon -
Lyon
Primera División
Leganes -
La Coruna
J1 League
Kobe -
Nagoya
Primera División
Eibar -
Getafe
Premiership
Hibernian -
Celtic
Premier League
West Bromwich -
Liverpool
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Serie A
SPAL -
AS Rom
Championship
Ipswich -
Aston Villa
Premier League
Watford -
Crystal Palace
Primera División
Celta Vigo -
Valencia
Ligue 1
Marseille -
Lille
Serie A
Sassuolo -
Florenz
Super Liga
Radnicki Nis -
Roter Stern
Ligue 1
Amiens -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Monaco
Ligue 1
Metz -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Angers
Championship
Cardiff -
Nottingham
Serie A
AC Mailand -
Benevento
Copa del Rey
FC Sevilla -
FC Barcelona
Primeira Liga
Estoril -
Benfica
Primera División
Girona -
Espanyol
Serie A
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
FK Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo

Wien - Deutschland und Spanien kämpfen am Sonntag in Wien um den Titel des Europameisters. Österreichs ureigenen Titel-Rekord werden sie - zur Freude von Frau Magister und Herrn Oberhofrat - damit aber nicht brechen könen.

Denn, was Titel jenseits sportlicher Leistungen angeht, bleibt Österreich Weltspitze. "Unser Titelwahn ist schon eine österreichische Besonderheit, in anderen Ländern wäre das gar nicht denkbar", sagt der Autor und Mitarbeiter im Wissenschaftsministerium, Heinz Kasparovsky.

Er hat das gerade erschienene Sachbuch "Titel in Österreich - Der Leitfaden für die Praxis" geschrieben und gilt als Experte für die korrekte Anrede im Alpenland.

Der Titel macht's

Denn 90 Jahre nach Abschaffung der Monarchie heben ein paar Buchstaben vor dem Namen den Österreicher immer noch vom gemeinen Volk ab. Jeder schnöde Uni-Abschluss nach 20 Semestern wir sofort im Pass vermerkt und der Besitzer fortan mit Herr oder Frau Magister angesprochen.

Selbst bei einem österreichischen Zahnarzt erntet ein Patient, der schlicht mit seinem Namen aufgerufen wird, abfällige Blicke. Auf den anderen weißen Plastikstühlen hält sich schließlich ein Herr Hofrat die Backe oder ein Herr Generaldirektor muss gleich zur Zahnreinigung.

Auf der Homepage des altehrwürdigen Burgtheaters in Wien kann der Kartenbesteller beispielsweise zwischen schätzungsweise 80 Anreden auswählen - vom Herrn Kammersänger bis zum Präsidenten-Generaldirektor-Doktor.

Rund 900 Anreden

Kasparovsky - oder vielmehr Dr. jur. Ministerialrat Abteilungsleiter Kasparovsky - hat für sein Buch rund 900 Anreden zusammengetragen. "Ich musste mich auf die gängigsten beschränken", sagt er.

Die Variationsbreite reicht dabei von einem militärischen Oberleutnantapotheker bis zum kirchlichen Ehrenkonsistorialrat. "In jedem Land gibt es bestimmte Statussymbole, in Österreich sind es eben die Titel", sagt er.

Eigentlich seien die vielen verschiedenen Anreden ein Überbleibsel aus der Kaiserzeit, als es noch starre Gesellschaftsklassen gab. Doch auch heute noch macht der Namenszusatz die Hierarchie klar. "Da könnte man sehr viel über die österreichische Seele spekulieren", sagt er.

Titel nur gegen Leistung

Für den Wiener Soziologen Roland Girtler hat der österreichische Titel-Wahn wenig Negatives. "Der Mensch braucht Symbole, um den anderen klar zu machen, wer er gerne wäre", sagt er.

Außerdem müsse man in Österreich für seinen Titel wenigstens etwas leisten - während es in Deutschland noch die in Österreich verbotenen Adelsbezeichnungen gibt.

"Der gescheite Österreicher nennt seinen Titel außerdem mit einem Augenzwinkern", sagt der Herr Prof. Dr.. Auch im Alltag habe die Fixierung der Österreicher auf die Anrede viele Vorteile: "Ich muss mir den Namen nicht merken - mit einem Herr oder Frau Dr. liegt man immer richtig."

Der verflixte Bachelor

Doch die österreichische Besonderheit ist in der Zukunft von der EU bedroht. Wie alle anderen Länder soll das Alpenland in den nächsten Jahren die einheitlichen Master- und Bachelor-Abschlüsse einführen - und diese beinhalten keinen Titel als Anrede.

Nach Angaben von Kasparovsky rufen bereits zahlreiche Menschen im Wissenschaftsministerium an, die sich um die Abschaffung ihrer besonderen Anrede sorgen. "Da wird man dann plötzliche zur Person selbst, was vielleicht auch kein Nachteil ist", sagt der Experte.

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung