Verdacht auf Absprachen

Länderspiele nach EM in Gefahr

SID
Donnerstag, 05.06.2008 | 22:24 Uhr
EM 2008, DFB, Theo Zwanziger
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

Ascona - Die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft nach der EM sind wegen des laufenden Verfahrens des Bundeskartellamts in Gefahr.

Der DFB bestätigte im EM-Quartier in Ascona einen entsprechenden Bericht des "Express". Darin drängt DFB-Präsident Theo Zwanziger die Bonner Behörde zu einer zeitnahen Entscheidung.

"Sollte das Ordnungswidrigkeitsverfahren nicht bis Mitte oder Ende Juni abgeschlossen werden, können wir nicht mehr garantieren, ob das Länderspiel gegen Belgien und das Abschiedsspiel von Oliver Kahn planmäßig über die Bühne gehen können. Dann müssen wir diese Partien absagen", sagte Zwanziger.

Hausdurchsuchungen bei DFL und DFB

Das Kartellamt hatte wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen des DFB mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei der Sponsorensuche ein Verfahren eingeleitet und im Februar Hausdurchsuchungen bei beiden Verbänden veranlasst.

Für die beiden Heim-Länderspiele gegen Weißrussland (2:2) und Serbien (2:1) sowie für das Pokalfinale hatte das Kartellamt dem DFB schriftlich versichert, den Verband wegen dieser Spiele juristisch nicht belegen zu wollen. Doch eine grundsätzliche Entscheidung steht aus.

Zwanzigers Privatvermögen in Gefahr

Bei negativem Ausgang des Verfahrens für den DFB könnten Zwanziger und drei weitere Funktionäre im ungünstigsten Fall auch privat mit großen Beträgen haftbar gemacht werden.

Die Geldbußen für den Verband könnten auf Grundlage des Jahresumsatzes von rund 80 Millionen Euro bis zu acht Millionen Euro betragen.

"Das Kartellamt könnte mir und meinen Kollegen aus dem Präsidium böswilliges oder fahrlässiges Verhalten unterstellen, dann müsste zum Beispiel ich mit meinem Privatbesitz bürgen. Das kann ich mir und meiner Familie nicht aufbürden", erklärte Zwanziger.

Zudem würde die Haftpflichtversicherung des DFB in diesem Fall höchstwahrscheinlich nicht mehr wirksam sein.

Belgien und Kahn-Abschied betroffen

"Wir wollen mit den Aussagen keinen Druck erzeugen. Gleichzeitig haben wir keine Hinweise auf das weitere Prozedere", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger der dpa.

Für die neue Saison sei der "alte Zustand der Rechtsunsicherheit wieder gegeben". Die Freundschaftsspiele am 20. August in Nürnberg gegen Belgien und das Oliver-Kahn-Abschiedsspiel am 2. September in München seien aus Sicht des DFB unter diesen Umständen nicht durchführbar.

Die Wettbewerbsspiele wie die folgende WM-Qualifikation sind nicht betroffen, da sie vom Weltverband FIFA und nicht vom DFB verantwortet werden.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung