Altintop siegessicher

SID
Freitag, 13.06.2008 | 15:54 Uhr
EM 2008, Fussball, Türkei, Altintop
© Getty
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Genf - Hamit Altintop hat vor dem Showdown Blut geleckt, doch die Tschechen wollen sich von der Türkei im Finale ums Viertelfinale nicht überraschen lassen.

"Für uns ist das Spiel eine reine Kopfsache. Wir dürfen nicht an uns zweifeln", gab der tschechische Abwehrspieler Tomas Ujfalusi vom AC Florenz als Parole aus.

Aber auch der Türke Altintop verbreitet Zuversicht: "Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen die Schweiz haben wir nichts zu befürchten", sagte Bayern Münchens Profi vor der entscheidenden EM-Partie am Sonntag in Genf (20.45 Uhr).

Chance hart erkämpft

Im Duell der beiden punkt- und torgleichen Teams der Gruppe A geht es um den Direkteinzug ins Viertelfinale gegen Kroatien - notfalls muss der Sieger erstmals in einem Gruppenspiel nach 90 unentschiedenen Minuten sogar per Elfmeterschießen gesucht werden.

Die Türken, erstmals seit sechs Jahren wieder bei einem großen Turnier, haben sich ihre Chance auf den Verbleib bei der EM beim 2:1-Sieg gegen die Schweiz in allerletzter Sekunde erkämpft.

 "Das stärkt uns und wird uns viel Energie für die Partie gegen Tschechien geben", befand Trainer Fatih Terim, der sein Team nach 1996 zum zweiten Mal bei einer Endrunde betreut, bis zum vergangenen Mittwoch aber auf den ersten Sieg bei einer EM warten musste.

"Jetzt sind wir weiter im Rennen. Das ist Balsam für die Seele unserer Fans", ergänzte der türkische Coach.

Starke Tschechen

Gegen die Tschechen, die trotz ihrer 1:3-Niederlage gegen Portugal lange Zeit eine gute Vorstellung boten, wird es für Terims Auswahl wesentlich schwerer als gegen die Schweiz.

In bisher 14 Spielen gelang gegen Tschechien nur ein Sieg - zehnmal verließen die Türken den Platz als Verlierer. Zudem verfügt die technisch starke Elf des Europameisters von 1976 über eine bärenstarke Abwehrreihe mit einem überragenden Torhüter Petr Cech.

Der Schlussmann von Chelsea London glaubt nicht, dass sein Team zweimal nacheinander als Verlierer den Rasen verlässt. "Das wird eine ganz andere Partie", sagte Cech.

Spiel mit Endspielcharakter

Trainer Karel Brückner möchte sich, der Mannschaft und den Fans vor allem eines ersparen. "Das ist ein Spiel mit Endspielcharakter und wir wollen die Entscheidung in 90 Minuten erzwingen", sagte der 68 Jahre alte Coach.

"Die Türkei ist zwar technisch sehr gut und kann jeden schlagen. Aber wir kennen unseren Gegner gut und sind auf ihn eingestellt", erklärte der tschechische Coach, der möglicherweise anstelle von Milan Baros wieder auf Jan Koller im Sturmzentrum setzt.

Auch Baros, der gegen Portugal eine läuferisch starke Leistung bot, glaubt an die Stärken seines Teams. "Wir müssen das Positive sehen. Wir haben es jetzt selbst in der Hand", meinte der EM-Torschützenkönig von 2004.

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