Als Erster die Deutschen vermeiden

SID
Dienstag, 10.06.2008 | 12:06 Uhr
em 2008, deco, portugal, türkei
© Getty
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Genf - Dem Sieger winkt die nächste Runde: Bereits am zweiten Gruppenspieltag können sich Portugal oder Tschechien im direkten Duell am Mittwoch (18.00 Uhr im SPOX-Ticker) in Genf frühzeitig für das Viertelfinale qualifizieren.

Der Sieger der Partie hat gute Aussichten als Gruppenerster ein Duell mit Deutschland zu vermeiden. Denn der Respekt vor der DFB-Elf ist auch bei den Portugiesen nach ihrer Galavorstellung im Auftaktspiel sehr groß. "Deutschland hat eine großartige Mannschaft", lobte Mittelfeldstar Deco vom FC Barcelona.

Doch gegen Tschechien müssen die Iberer zunächst einmal ihre gute Leistung bestätigen. "Auch wenn sie im Auftaktspiel ihre Schwierigkeiten gehabt haben, wir werden sie nicht unterschätzen. Aber natürlich wollen wir die Partie gewinnen und in die nächste Runde einziehen", sagte Deco, der auch im zweiten Spiel wieder im Mittelfeld die Fäden ziehen und den Rhythmus vorgeben soll.

Hohe Erwartungen in der Heimat

Die Erwartungen im Land des EM-Gastgebers von 2004 sind nach dem guten Start ohnehin enorm hoch. Schon zu den öffentlichen Trainingseinheiten strömten über 12.000 Fans ins Stade de la Maladiere von Neuchatel.

Die heimische Presse schwärmte von der Vorstellung im ersten Spiel. "Nächte wie diese lassen davon träumen, eines Tages endlich ein großes Turnier gewinnen zu können", schrieb die Sportzeitung "A Bola".

Daher hat Trainer Luiz Felipe Scolari auch überhaupt keinen Grund, seine Startformation zu verändern. Seine Profis sind fit und gesund, der Coach betonte wie wichtig bei einem solchen Turnier eine gute medizinische Betreuung sei.

"Unsere Spieler haben auch körperlich zu beeindrucken gewusst. Dafür möchte ich mich bei unserer medizinischen Abteilung bedanken, die einen fantastischen Job erledigt hat. Die Spieler sind in sehr guter Verfassung", sagte Scolari.

Brückner setzt auf Abwehr

Davon konnten sich auch die Tschechen nach dem Videostudium der Partie Portugal gegen die Türkei überzeugen. "Portugal spielt anders als die Schweiz. Sie sind viel offensiver, technisch gut und schnell", sagte Trainer Karel Brückner.

Auch Mittelfeldspieler Jaroslav Plasil war von der Vorstellung der Portugiesen beeindruckt. "Sie spielen hervorragenden Angriffsfußball. Es wird ein guter Test und unsere Mannschaft muss zusammen arbeiten und in der Abwehr 100 Prozent geben, um erfolgreich zu sein", sagte der Spanien-Legionär.

Die Marschrichtung hat Brückner schon im Kopf. Er vertraut weiterhin auf seine "italienische" Viererkette mit den Profis aus der Serie A. "Die Grundaufstellung wird sich kaum ändern", sagte Brückner, forderte aber eine Leistungssteigerung seiner Elf.

Für den Siegtorschützen gegen die Schweiz, Vaclav Sverkos, bleibt auch diesmal vorerst nur der Platz auf der Bank und die Jokerrolle.

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