Löw: DFB-Team steht in der Pflicht der Fans

SID
Sonntag, 15.06.2008 | 20:02 Uhr
Fußball, EM 2008, Löw
© DPA
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
League One
Live
Blackburn -
Bury
Serie A
Live
Lazio -
Hellas Verona
Primera División
Live
Getafe -
Celta Vigo
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Defensor -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nott´m Fortest -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Brom (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Wien - Der Ton ist rauer geworden, aber entladen soll sich der aufgestaute Frust im deutschen Nationalteam im brisanten K.o.-Spiel gegen Österreich (Mo., 20.30 Uhr im SPOX-TICKER).

Nachdem sich Michael Ballack & Co. intern "mal laut die Meinung gesagt haben" und auch Bundestrainer Joachim Löw die Tonlage deutlich verschärft hat, rechnet keiner mit einem neuen Cordoba.

"Ich hoffe, dass wir am Montag eine Reaktion zeigen. Das Spiel ist jetzt wie ein Achtelfinale für uns", erklärte Kapitän Ballack, der am Sonntag aber auch offen das Risiko des Gruppen-Endspiels gegen das vor Turnierbeginn selbst im eigenen Land belächelte Hickersberger-Ensemble ansprach: "Die Gefahr ist, dass man ausscheiden kann. Die Österreicher haben nichts zu verlieren."

Es gibt keinen Plan B 

Den dritten Vorrunden-K.o. bei einer Europameisterschaft in Serie kann und will sich vor den 90 wichtigsten Minuten in der Amtszeit von Löw niemand im DFB-Lager ausmalen.

"Einen Plan B gibt es bei uns definitiv nicht", antwortete Löws Assistent Hans-Dieter Flick fassungslos auf die Frage, wie die Abläufe im Falle der ersten Niederlage seit 22 Jahren gegen den Weltranglisten-92. wären.

Löw erklärte den Einzug ins Viertelfinale gegen Portugal nach dem Abschlusstraining im Wiener Happel-Stadion sogar zu einer nationalen Verpflichtung. "Uns muss allen bewusst sein, dass in Deutschland 30 Millionen Fans zuschauen und auf uns hoffen. Darum stehen wir in der Pflicht", sagte er.

Es zählt nur der Sieg 

Dazu passt, dass auf der Tribüne neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch noch sechs Bundesminister mitfiebern werden. Nicht einmal ein Unentschieden, das schon für Platz zwei in Gruppe B reicht, kommt im eigenen "Gedankengut" vor, wie Löw-Gehilfe Flick hervorhob: "Für uns zählt nur ein Sieg und das Weiterkommen."

Ein schmachvolles Aus gegen die Skifahrer-Nation Österreich ist für die Fußball-Macht Deutschland undenkbar. "Wir werden an unsere eigenen Stärken appellieren", betonte Löw, der das Prestigeduell vor einem euphorisierten österreichischen Heimpublikum zur Charakterfrage erklärt hat: "Es wird ein Tag der Extreme."

In der Tat: Eine Pleite könnte Löw den Job kosten, ein Sieg Flügel für die folgenden K.o.- Runden verleihen. "Das ist ein Super-Spiel. Du kannst den Gastgeber rausschmeißen. Das gibt Selbstvertrauen für den weiteren Verlauf des Turniers", erklärte Mittelfeldspieler Torsten Frings.

Reizklima im Wohlfühl-Quartier 

Bevor das österreichische Team die Überlegenheit des WM-Dritten erleben soll, wurde intern Klartext geredet. Auf Initiative von Löw hatten sich die Akteure am Tag nach dem 1:2 gegen Kroatien ohne die Trainer getroffen und in "Fußballersprache" die Meinung gegeigt, wie Ballack berichtete.

Ein "Krisengespräch" sei es nicht gewesen, aber ein sehr offenes. "Wenn man verliert, wird die Sprache rauer", betonte Ballack: "Da muss der Ton nicht immer getroffen werden."

"Das hat der Mannschaft gut getan", kommentierte Löw die Aussprache. Es ist im bislang so kuscheligen deutschen Wohlfühl-Quartier am malerischen Lago Maggiore augenscheinlich ein Reizklima entstanden, das aber laut Ballack nichts mit den regelmäßigen Besuchen einiger Spielerfrauen zu tun habe.

"Wir müssen Vollgas geben" 

Vielmehr fühlen sich einige Akteure wohl als Sündenböcke abgestempelt, wie der neben seinem Sturmpartner Miroslav Klose heftig in der Kritik stehende Mario Gomez im ARD-Hörfunk erkennen ließ: "Wenn du zwei, drei Mal nicht triffst als Stürmer und das Spiel verlierst, dann bist du gleich der Depp, der Vollidiot", schimpfte der Stuttgarter.

Zu Deppen der Nation will aber keiner werden, der im EM-Final-Stadion von Löw auf den Platz geschickt wird. "Wir müssen Vollgas geben", forderte Ballack, der nach dem reinigenden internen Gewitter nun zur Ruhe mahnte: "Man muss jetzt nicht alles verdammen."

So sieht es auch Löw, der einen Radikal-Umbau nicht auf der Agenda hat. Die personellen Überlegungen hatte er ungewöhnlich früh abgeschlossen. "Ich bin mir über meine Aufstellung im Klaren", bestätigte er in Wien.

Neuauflage der WM-Abwehr 

Philipp Lahm wird auf der linken Seite bleiben, zumal der gegen Kroatien ausgewechselte Marcell Jansen ohnehin wegen einer Schulterverletzung ausfällt. Vieles deutet zudem darauf hin, dass mit der Hereinnahme von Arne Friedrich als rechtem Verteidiger die hochgelobte WM-Abwehr eine Neuauflage erlebt.

Umstellungen im Mittelfeld, in dem der gesperrte Rotsünder Bastian Schweinsteiger dafür die erste Option gewesen wäre, erscheinen unwahrscheinlich. Der dreifache Turnier-Torschütze Lukas Podolski wird wohl nicht in den Sturm vorrücken, sondern erneut links im Mittelfeld beginnen.

Reine Kopfsache 

"Lukas hat gezeigt, dass er sich auf der Position wohlfühlt und Tore macht", hob Ballack hervor. Auch das 4-4- 2-System mit Ballack und Frings nebeneinander im Zentrum wird nicht geändert, wie Flick bekräftigte: "Nein, wir gehen davon nicht ab."

Ohnehin wird die Einstellung für wichtiger als die Aufstellung erachtet. "Jeder brennt. Der Druck, gewinnen zu müssen, kitzelt ein paar Prozent mehr raus", glaubt Ballack.

Zur reinen "Kopfsache" hat Teammanager Oliver Bierhoff das Spiel erklärt: "Wenn wir hundert Prozent abrufen und hundertprozentig umsetzen, was die Trainer von den Spielern fordern, kann es nur einen Sieger geben - Deutschland!"

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung