Donnerstag, 19.06.2008

EM 2008

Basel in Schwarz-Rot-Gold

Basel - Wenige Stunden vor Anpfiff des Viertelfinalspiels Deutschland-Portugal war die Austragungsstadt Basel in Schwarz-Rot-Gold getaucht. Zehntausende deutscher Fans strömten durch die Straßen, die Polizei bezeichnete die Stimmung als ausgelassen und gespannt fröhlich.

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© DPA

Die Veranstalter erwarteten rund 40.000 Fans allein aus Deutschland. Denen hat Basel einen besonders herzlichen Empfang bereitet: Bei der Autobahneinfahrt Weil am Rhein wurde eine rund 17 Meter lange deutsche Landesfahne aufgehängt.

Hochbetrieb auch auf den beiden größten Bahnhöfen der Stadt. Während die Sicherheitskräfte überall starke Präsenz zeigten, wimmelte es von Händlern, die Tickets für das Spiel kaufen oder verkaufen wollen.

Riesige Vorfreude 

Am Badischen Bahnhof, einem unter deutscher Verwaltung stehenden Grenzbahnhof in der Schweiz auf Basler Gebiet, nahmen Polizisten zusammen mit Zollbeamten die Anreisenden unter die Lupe. Viele Fans waren bereits stark alkoholisiert, und bei einzelnen Stichproben wurde auch schon mal die Einreise verweigert. Die Polizei sprach von rund einem Dutzend aktenkundiger Hooligans, die nicht hätten einreisen dürfen.

Am Messeplatz war ebenfalls deutlich mehr los als in den ersten beiden EM-Wochen: Vor den beiden Teamhotels scharten sich Fans, um einen Blick auf eines der Idole zu erhaschen oder gar ein Autogramm zu bekommen. Überall standen internationale Fernsehteams. Im Stadion, das mit 40.000 Plätzen das größte in der Schweiz ist, wurde schon Stunden vor dem Anpfiff gefeiert.

Generalprobe für Samstag

In Basel selbst erweist derweil die Latin-Band Lariba den portugiesischen Fans eine Referenz. Sie bestreitet am frühen Abend ein musikalisches Rahmenprogramm in einer der beiden Fan-Zonen.

Dort wie auch in den anderen Fan-Zonen, etwa in Genf oder Zürich und Bern, wird das Spiel ebenfalls übertragen. Die Veranstalter sehen das Geschehen von diesem Donnerstag auch als Probe für das nächste Viertelfinalspiel Niederlande gegen Russland am Samstag.

Negativer Nebeneffekt des Ansturms: Die Polizei registriert eine "beachtliche" Zunahme der Taschendiebstähle in Basel und warnte vor Langfingern. In der erste Fußball-Woche seien 39, in der zweiten 44 angezeigt worden. Das liege etwa auf "Fasnachtsniveau". Am meisten geklaut worden sei im und um den Hauptbahnhof Basel SBB.


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