Schwedens Superstar im Porträt

Zlatan der Weise

Von Richard Rother
Samstag, 14.06.2008 | 11:19 Uhr
Fußball, EM 2008, Spanien, Schweden, Ibrahimovic
© Getty
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München - Rote Holzhäuser, traute Abgeschiedenheit und endlos Zeit für Streiche aller Art. Michel von Lönneberga macht das, worauf er Lust hat. Wenn er wieder eine Dummheit begangen hat, schließt er sich in den Schuppen ein und schnitzt Figuren.

In gewissem Maße erinnert Zlatan Ibrahimovic an die Romanfigur von Astrid Lindgren, auch wenn sein Name reichlich unschwedisch klingt. Ibrahimovic ist im schwedischen Malmö geboren und Michels Kindereien spiegeln einen Großteil seines Lebens wider.

Doch der Flegel mit dem Dauergrinsen ist mittlerweile zum bestbezahlten Fußballer der Welt gereift (zwölf Millionen Euro Nettogehalt). Beim Spiel zwischen Schweden und Spanien (17.45 Uhr im SPOX-TICKER) ruhen jetzt die Hoffnungen einer ganzen Nation auf seinen Schultern.

Dabei gingen die Meinungen über den Sohn bosnischer Immigranten lange Zeit auseinander. Für Nationalcoach Lars Lagerbäck war Ibrahimovic das "größte Talent, dass ich je gesehen habe." Für Andere war er der am meisten überschätzte Spieler überhaupt.

Geballte Schwedenpower 

Die Profi-Karriere Ibrahimovics begann 1999 in Malmö. Sein Ego war schon damals so groß wie Stockholm und das Wort "Respekt" kannte er allenfalls aus dem Handwörterbuch für Querdenker.

"Training beginnt dann, wenn ich da bin", lautet nach wie vor eine von Ibrahimovics Devisen. Dennoch wurde er bereits 2001 in die Nationalelf berufen - zu genial und wichtig waren seine Tore.

Mit seinen 1,92m und 94kg geballter Schwedenpower besitzt Ibrahimovic dennoch enorme Schnelligkeit. Mit seiner exzellenten Ballmitnahme düpiert er jede Defensive, nur um nach dem Spiel verbal noch ein draufzusetzen.

"... und er ging zum Würstchenstand" 

"Ich ging nach rechts, mein Gegner ging mit. Dann ging ich noch mal nach rechts, und er ging zum Würstchenstand" oder "Was John Carew mit einem Fußball kann, mache ich mit einer Orange", sind Auszüge des Sprachrepertoires des sympathischen Clowns.

Nach seinem Gastspiel bei Ajax Amsterdam wechselte er nach Turin, von dort aus ging es weiter zu Inter Mailand. In 53 Partien erzielte er für die Nerrazzurri 32 Treffer und wurde zwei Mal in Folge italienischer Meister.

Seine Arbeitseinstellung passte von Haus aus ohnehin viel besser nach Italien als nach Schweden, denn in Italien wird von einem kantigen Stürmer wie ihm nahezu erwartet, dass er nur minimal mehr läuft als der Torwart - aber eben trifft wie am Fließband.

In Schweden dagegen war Ibrahimovic anfangs so etwas wie ein überdimensionales Puzzleteil für das altehrwürdige 4-4-2-System. Von ihm wurde erwartet, dass er mit nach hinten arbeitet und sich die Bälle holt.

Ibracadabras bunte Welt 

Mittlerweile richtet Lagerbäck seine Mannschaft nach der zwanglosen Art seines Schützlings aus - und der dankt es ihm mit trockenen Toren wie dem 1:0 gegen Griechenland. Wegen solchen Treffern hat er den Spitznamen "Ibracadabra", deswegen existieren Lieder und Theaterstücke über ihn.

Der zweifache Fußballer des Jahres von Schweden genießt seinen exzentrischen Lebenswandel in vollen Zügen. Ibrahimovic ist mit der schwedischen Schauspielerin Helena Seger liiert, kauft sich im Vorbeigehen einen feschen Sportwagen für seine Sammlung und prahlt all das mit seinem selbstverliebten Grinsen in die nächstbeste Kamera - nur nicht nach einer Niederlage, denn dann gibt Ibrahimovic keine Interviews.

Gegen Spanien ist Schweden jetzt einmal mehr in der Außenseiterrolle. Die spanischen Medien stilisieren ihre Seleccion nach dem Kantersieg gegen Russland zum Turnierfavoriten hoch. "Wir sind die allerersten Titelanwärter", titelte die "As" beispielsweise.

Ein Kollektiv von Spitzenspielern 

Während Schweden exakt einen Ausnahmekönner in seinen Reihen hat, kann Spaniens Trainer Luis Aragones auf ein ganzes Kollektiv von Spitzenspielern setzen.

Lagerbäck umriss die ungleiche Ausgangslage recht ungeschminkt: "Hätten einige spanische Ersatzspieler einen schwedischen Pass, dann wären sie bei uns Stammspieler", so der Trainer.

Sein spanischer Trainerkollege behält die Formation aus der Partie gegen Russland bei und warnt pflichtbewusst vor Schwedens Stärken: "Sie haben einen guten Sturm. Aber wir haben vor jedem Gegner großen Respekt", sagte Aragones.

Iberisches Luxusproblem 

Spanien selbst spielt mit einem äußerst flexiblen 4-4-2-System, das Aragones nach Belieben umstellen kann, beispielsweise in das ebenso erfolgreiche 4-1-4-1. Beim ersten Gruppenspiel setzte der Trainer auf die Torgarantie des Duos David Villa und Fernando Torres.

Der Sieger des ungleichen Duells ist fix für das Viertelfinale qualifiziert. Wenn der Außenseiter verlieren sollte, wird Ibrahimovic beleidigt vom Platz marschieren. Doch während Michel dann Figuren schnitzen würde, kauft er sich wahrscheinlich zur Frustbewältigung einen Porsche.

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