Freitag, 30.05.2008

Deutschland

Deutschland gewinnt den EM-Titel

Frankfurt/Main - Deutschland wird Fußball-Europameister - das zumindest sagt eine statistische Analyse von Börsenexperten einer Bank voraus.

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© Getty

Die Deka-Fondsmanager haben dazu ein eigenes, extrem aufwendiges Prognose-Modell entwickelt. Danach liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Mannschaft in das Finale einzieht, bei genau 28 Prozent und damit höher als bei allen anderen 15 Mannschaften.

Für das Endspiel errechnete das System zwar nur eine 50:50-Chance - trotzdem liege Deutschland mit 14 Prozent Sieg-Chance hauchdünn vorn, heißt es in der in Frankfurt verbreiteten Untersuchung.

Das Prognosemodell Gunner

Das "ergebnisoffene Prognosemodell" haben die Experten auf den Namen Gunner getauft - das steht für "Gewinne Und Niederlagen Nummerisch errechnet". Auf Basis eines in der Schachwelt genutzten Verfahrens wurden für jede Mannschaft Punkte berechnet.

Dabei startet Deutschland als fünftbeste Mannschaft in das Turnier. Berücksichtigt wurde bei 100.000 Simulationsläufen aber auch noch die Auslosung der Gruppen, von der Deutschland ganz klar profitieren könne.

"Das Endergebnis hat uns zunächst selbst überrascht: Deutschland wird Europameister", schreiben die Statistiker.

Finale gegen Italien

Allerdings: Der Abstand zwischen Deutschland und Italien ist dem System zufolge marginal, Italien komme auf knapp 14 Prozent. Tatsächlich liege der Unterschied im "Unschärfebereich", geben die Fondsexperten zu.

Platz drei erreicht laut Analyse Spanien. Für die Spanier sei es übrigens wirtschaftlich am allerwichtigsten, nicht gleich wieder nach dem Anpfiff der EM nach Hause zu fahren. Denn der fußballerische Misserfolg könne das Vertrauen der Wirtschaftsakteure negativ beeinflussen.

"Und in Spanien ist der Abschwung bereits in vollem Gange, weil jenseits der Pyrenäen kaum noch Häuser gebaut werden", heißt es in der Studie.

Gastgeber scheitern früh

Die Schweiz und Österreich landen in der Analyse nur unter ferner liefen. Allerdings: Die Gastgeberländer können durch die EM nicht nur kurzfristig vom Tourismus-Boom profitieren.

Auch die Branchen Unterhaltungselektronik, Nahrungsmittel oder auch Sportwetten würden zu den Gewinnern der EM zählen.

Und da die Arbeitslosigkeit in beiden Ländern - in der Schweiz rund 2,5 Prozent und in Österreich etwa 4,0 Prozent - gering sei, werde sich die EM voraussichtlich durch steigende Löhne in den betroffenen Dienstleistungs-Branchen bemerkbar machen.


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