Freitag, 27.06.2008

Das Objekt der Begierde

Der Coupe Henri Delaunay

Hamburg - Das Mutterland des Fußballs war nach der verpassten Qualifikation bei der EM gar nicht dabei, doch dafür liefert England die neue Siegertrophäe. In London fertigte die Juwelierfirma Asprey für 30.700 Euro eine Zweitauflage des Coupe Henri Delaunay.

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© Getty

Der neue Siegerpokal aus Sterlingsilber mit eingraviertem UEFA-Logo ist 60 Zentimeter hoch und damit fast ein Drittel größer als sein Vorgänger.

Trotzdem muss der Kapitän der siegreichen Mannschaft am Sonntag (entweder der Deutsche Michael Ballack oder der Spanier Iker Casillas) nur noch 7,6 Kilogramm in den Wiener Nachthimmel hieven, da der 400 Gramm schwere Sockel weggelassen wurde.

Auf der Rückseite befinden sich unter dem Namen Coupe Henri Delaunay die Namen der bisherigen Europameister.

Kopieren erlaubt

Die Trophäe mit einer Ziselierung am oberen und unteren Ende bleibt als Wanderpokal ständiges Eigentum der UEFA und kann nicht dauerhaft von einem Land gewonnen werden.

Der amtierende Europameister behält den Pokal bis zur nächsten EM, darf dafür eine Kopie anfertigen lassen, die aber vier Fünftel der Originalgröße des Pokals nicht überschreiten darf.

Eine Mannschaft, die dreimal hintereinander oder fünfmal insgesamt Europameister geworden ist, erhält eine originalgetreue Nachbildung der neuen EM-Trophäe.

Benannt wurde der Pokal nach dem Franzosen Henri Delaunay, dem ersten UEFA-Generalsekretär (1954/55) und geistigem Vater der Europameisterschaft. Seiner Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass 1960 der Europäische Nationenpokal entstand, aus dem dann von 1968 an die Europameisterschaft wurde.


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